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Sport

Kylian Mbappé entschuldigt sich für Äußerungen über Mao Zedong

Real-Madrid-Stürmer Kylian Mbappé hat sich am 27. Oktober 2026 nach heftiger Kritik und dem Verlust mehrerer Werbeverträge in China für Äußerungen in einem Podcast entschuldigt, in denen er den chinesischen Revolutionsführer Mao Zedong anscheinend als Diktator bezeichnet hatte.

Kylian Mbappé und das Mao-Meme im Podcast

Auslöser für den diplomatischen und Sponsoren-Ärger war ein Videoclip, der im Internet kursierte. Darin wurde der französische Nationalspieler vor einem Auftritt in der französischen Online-Talkshow The Bridge nach seinem Lieblingsmeme gefragt. Mbappé antwortete, es sei ein Video, in dem das Gesicht des Stürmers auf den blau gekleideten Körper eines Mannes montiert war, den er für einen chinesischen Diktator hielt, wie unter anderem berichtet wurde. Bei dem abgebildeten Revolutionsführer handelte es sich um Mao Zedong, den Mitbegründer der Volksrepublik China. Ein Meme, Mao Zedong und ein Podcast-Satz von Mbappé. Laut einer Verlautbarung des chinesischen Sportportals Dongqiudi konnte man die Aussagen des Angreifers nicht übertragen, da diese das chinesische Volk und das Land tief kränkten.

Im modernen Profifußball kursieren regelmäßig Fotomontagen, die den Topstürmer wegen seines sportlichen Einflusses mit autokratischen Figuren vergleichen. So war Mbappé während der Weltmeisterschaft von Ballon-d’Or-Gewinner Ousmane Dembélé scherzhaft als Mbappe Mobut bezeichnet worden, angelehnt an den kongolesischen Diktator Mobutu, wie CBS Sports anmerkte. Während des Turniers im Jahr 2026 taufte der mit dem Ballon d’Or 2025 ausgezeichnete Ousmane Dembélé ihn als Hommage an den über drei Jahrzehnte herrschenden kongolesischen Machthaber Mobutu Sese Seko auf den Namen „Mbappe Mobut. Im September äußerte sich der Stürmer in der Fachzeitschrift France Football selbst zu den Bildchen und erklärte, sie würden bisweilen mangelndes politisches Bewusstsein offenbaren, da hinter solchen historischen Persönlichkeiten echtes Leid stecke.

Reaktionen chinesischer Marken und Behörden

Die Reaktion in China folgte unmittelbar. Am Dienstag, dem 27. Oktober 2026, kündigten mindestens drei große chinesische Unternehmen die Zusammenarbeit mit dem Angreifer auf. Zwei Getränkehersteller in China beenden mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit dem französischen Fußballstar Kylian Mbappé. Der Getränkehersteller Dongpeng, der Milchkonzern Mengniu sowie der Käsestabrikant Milkground veröffentlichten fast wortgleiche Erklärungen, in denen sie mitteilten, dass sie jegliche Worte und Handlungen ablehnen, die die nationalen Gefühle verletzen, so die Darstellung von ESPN.

Am 27. Oktober 2026 waren in einem Pekinger Supermarkt Vitrinen zu sehen, in denen isotonische Getränke der Dongpeng Beverage Group standen, deren Verpackungen den französischen Ausnahmefußballer Kylian Mbappé zeigten. Darüber hinaus reagierten der staatliche Rundfunk und CCTV mit einem Werbeboykott des Franzosen sowie der Aussetzung der Übertragungen aus der spanischen Liga, woraufhin sowohl der chinesische Fußballverband als auch das Außenministerium den Vorfall scharf rügten. Unter dem Schlagwort, dass Fußballanhänger den Stürmer ächten, äußerten zahlreiche Nutzer im Netz ihren Unmut über die Kommentare und riefen den Athleten dazu auf, fernzubleiben. Im Jahr 2019 stellte das chinesische Staatsfernsehen die Live-Übertragungen der NBA ein, nachdem der damalige Geschäftsführer der Houston Rockets, Daryl Morey, via Twitter seine Solidarität mit den regierungskritischen Demonstranten in Hongkong bekundet hatte. Angesichts der damaligen Ereignisse rund um Funktionäre wie Daryl Morey stehe nun alles auf dem Spiel, da die Volksrepublik jegliche Herabwürdigungen strikt ablehne.

Kylian Mbappé entschuldigt sich für Äußerungen über Mao Zedong
Foto: Fox News

Die öffentliche Entschuldigung und das Krisenmanagement von La Liga

Wenige Stunden nach den Boykottankündigungen meldete sich Mbappé über die Online-Plattform X zu Wort und bat die Öffentlichkeit in China um Entschuldigung. Nun entschuldigt sich Mbappé.

Parallel sah sich die spanische Profiliga gezwungen, den Schaden einzudämmen, um ihren wichtigen Fernsehmarkt in Asien zu schützen. La Liga veröffentlichte eine Erklärung auf der chinesischen Plattform Weibo und betonte, dass die Aussagen rein privater Natur waren und nicht die Haltung der Organisation widerspiegeln, wie Ksat berichtete. Liga-Präsident Javier Tebas reiste zudem zu Gesprächen mit dem chinesischen Botschafter in Spanien nach Madrid, um die strategische Partnerschaft, die vertraglich bis 2029 läuft, abzusichern und künftigen Vorfällen durch neue Kommunikationsprotokolle vorzubeugen. Klicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen. Berichtskonzeption und Zuarbeit zu diesem Artikel erfolgten durch die AP-Videoproduzentin Olivia Zhang in Peking, den Journalisten Joseph Wilson in Barcelona sowie die Redakteurin Didi Tang in Washington. Copyright 2026 The Associated Press.

Kylian Mbappé entschuldigt sich für „unüberlegte“ Aussagen über Mao Zedong

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

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