Zwei chinesische Getränkehersteller haben am 27. Oktober 2026 ihre Werbepartnerschaften mit dem Fußballstar Kylian Mbappé mit sofortiger Wirkung beendet. Hintergrund des Sponsoring-Aus in China sind Äußerungen des Stürmers von Real Madrid in einem Podcast über ein Internet-Meme im Zusammenhang mit Mao Zedong.
Sponsoring-Aus bei Dongpeng und Mengniu
Der französische Nationalspieler Kylian Mbappé verliert mit sofortiger Wirkung wichtige Werbepartnerschaften auf dem chinesischen Markt. Der Sportgetränke-Hersteller Dongpeng aus Shenzhen sowie der Molkereikonzern Mengniu aus der Inneren Mongolei kündigten ihre Zusammenarbeit mit dem Stürmer des spanischen Rekordmeisters Real Madrid abrupt auf.
Bislang war das Gesicht des 27-Jährigen fest in den Werbekampagnen der Marken verankert, unter anderem prangte sein Abbild direkt auf den Etikekten der Getränkeflaschen. Während der Weltmeisterschaft sahen chinesische Zuschauer regelmäßig Spots mit durch künstliche Intelligenz erzeugten Bildern des Spielers. Nun ziehen beide Unternehmen die Reißleine und betonen ihre strikte Haltung in ihren offiziellen Mitteilungen.

Unser Unternehmen verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber jedem Verhalten, das nationale Gefühle beleidigt.
Dongpeng, offizielle Mitteilung
Auch Mengniu schloss sich diesem Schritt an und erklärte den sofortigen Bruch jeglicher geschäftlicher Verbindungen zu dem französischen Spielführer. Beide Konzerne machten in ihren Erklärungen geltend, dass sie kein Verhalten tolerieren können, das die Gefühle des chinesischen Volkes verletzt.
Podcast-Äußerungen über Mao Zedong als Auslöser
Auslöser für den Eklat ist ein im Internet kursierendes Video aus einem Podcast. Darin wurde der Stürmer nach seinem persönlichen Lieblings-Meme gefragt, das ihn selbst darstellt. Seine Antwort bezog sich auf eine Fotomontage, bei der sein Gesicht auf einen chinesischen Diktator montiert worden war. Online wird der Franzose wegen seines bisweilen dominanten Auftretens auf dem Platz in entsprechenden Memes gerne mit Mao Zedong verglichen.
Mao Zedong ist der 1976 verstorbene Staatsgründer der Volksrepublik China und genießt als Mitbegründer im Land ein sehr hohes Ansehen. Äußerungen oder Witze über den früheren Revolutionsführer berühren in der Volksrepublik ein extrem sensibles Thema. Kritische Inhalte zu politischen Führungspersönlichkeiten werden im dortigen Internet streng reguliert und scharf zensiert.
Reaktionen und heftige Diskussionen auf Weibo
In den chinesischen Medien sorgte the Vorfall für massive Resonanz. Das Sportportal Dongqiudi erklärte in einer Stellungnahme, die entsprechenden Aussagen des Spielers nicht einmal übersetzen zu können, weil sie China und das chinesische Volk verletzten.

Auf der Social-Media-Plattform Weibo entwickelte sich die Kontroverse um die gekündigten Verträge zu einem der meistdiskutierten Themen. Viele Internetnutzer reagierten empört und verurteilten the Aussagen als respektlos; vereinzelt wurden sogar rechtliche Schritte gegen den französischen Nationalspieler gefordert. Für Mbappé, der sich am Vorabend bei der Ballon-d’Or-Wahl bereits mit dem zweiten Platz begnügen musste, bedeutet das Ende der Kooperationen einen herben Rückschlag im lukrativen Werbegeschäft auf dem chinesischen Markt.
Verbindungen und internationale Präsenz
Der Stürmer des spanischen Rekordmeisters Real Madrid pflegte neben seinen chinesischen Engagements auch Partnerschaften mit anderen global agierenden Unternehmen. So ist der Weltmeister von 2018 unter anderem als Markenbotschafter für den Schweizer Luxusuhrenhersteller Hublot mit Hauptsitz in Nyon tätig. In China war Mbappé unter seinen Anhängern zudem unter dem liebevollen Spitznamen „Guigui“ bekannt, welcher an die bekannten Figuren der Ninja Turtles erinnert. Trotz dieser enormen Popularität und Millionen von Followern auf den dortigen Social-Media-Plattformen führt die aktuelle Kontroverse nun zum abrupten Ende der kommerziellen Beziehungen in der Volksrepublik.”
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