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Jon Ossoff schließt Präsidentschaftskandidatur für 2028 aus

Der demokratische US-Senator Jon Ossoff hat in einer Fernsehdebatte gegen seinen republikanischen Herausforderer Mike Collins erklärt, dass er keinerlei Ambitionen auf eine Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2028 hegt. Die Befragung fand im Rahmen des zweiten und letzten Zusammentreffens der Kandidaten in Atlanta statt.

Im laufenden US-Senatswahlkampf in Georgia hat der amtierende demokratische Senator Jon Ossoff am Dienstagabend eine mögliche Kandidatur für das Weiße Haus im Jahr 2028 entschieden zurückgewiesen. Auf die direkte Frage einer Moderatorin, ob er ein volles sechsjähriges Mandat im Senat ausfüllen werde, antwortete der Politiker unmissverständlich. Beobachter hatten zuvor in der Partei auf einen solchen Schritt spekuliert, da Ossoff durch medienwirksame Auftritte gegen die Trump-Regierung national an Profil gewonnen hat.

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Sein republikanischer Gegenkandidat, der Abgeordnete Mike Collins, reagierte skeptisch auf diese Zusicherung. Collins erklärte dabei: „He is running. He's going to be your DSA candidate.

Konfrontation bei der Debatte in Atlanta über Wahlverbindungen und Epstein-Akten

Die Debatte am Dienstagabend, die exakt zeitgleich mit dem Beginn der frühen Stimmabgabe im US-Bundesstaat Georgia stattfand, war geprägt von harten persönlichen und politischen Angriffen. Ein zentrales Thema war die Aufarbeitung der Vergangenheit um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Collins warf Ossoff vor, massiv von dem Tech-Milliardär Reid Hoffman finanziell unterstützt zu werden. Hoffman war in den Akten des Justizministeriums im Zusammenhang mit Kontakten zu Epstein genannt worden. Collins zitierte aus den Dokumenten, dass Hoffman unter anderem E-Mails geschrieben und Epstein Geschenke geschickt habe.

Georgia ossoff collins
Foto: USA Today

Ossoff konterte den Angriff umgehend und warf Collins vor, im Juli 2025 gegen ein Gesetz gestimmt zu haben, welches das Justizministerium zur Veröffentlichung der Epstein-Akten innerhalb von 30 Tagen verpflichtet hätte. Erst im November 2025 stimmte Collins demnach im Repräsentantenhaus für den endgültigen Gesetzesentwurf, nachdem der damalige politische Druck gestiegen war und Präsident Donald Trump seine Haltung geändert hatte. Während des heftigen Austauschs rief Collins seinem Kontrahenten zu: „Jon, the call’s coming from the inside the house. The Epstein class that you’re talking about? I’m looking at him right now.

Im Verlauf der von Rick Folbaum moderierten Diskussion gerieten die beiden Politiker auch über die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl 2020 aneinander. Collins wich der direkten Beantwortung erneut aus und erklärte stattdessen: „You know, Joe Biden went into office, and boy, Georgians paid for it. Auf erneute Nachfrage von Ossoff, ob Donald Trump die Wahl wirklich gewonnen habe, antwortete Collins lediglich: „Everybody's seen my, my views on that. There was a lot of doubt in that election. Yes, Joe Biden was the president.

Jon Ossoff Rules Out 2028 Presidential Run During Heated Georgia Senate Debate

Umfragen und politische Ausgangslage in Georgia

Das Rennen in Georgia gilt als eine der wichtigsten Senatswahlen des laufenden Midterm-Zyklus. Ossoff geht als einziger demokratischer Senator in einem Bundesstaat ins Rennen, den Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen 2024 gewinnen konnte. Während Collins im Wahlkampf stark auf Themen wie Zölle, Einwanderung und die Bekämpfung der Inflation setzt, greift Ossoff regelmäßig die wirtschaftliche Belastung der Haushalte durch steigende Lebenshaltungskosten auf.

Beide Parteien messen dem Ausgang der Wahl eine strategische Bedeutung bei, da die Kontrolle über den US-Senat auf dem Spiel steht. Die Wählerinnen und Wähler in Georgia stimmen am 3. November ab; die Stimmabgabe hat durch den Beginn der Briefwahl und der vorgezogenen Präsenzwahl bereits begonnen.

Ossoff and collins debate
Foto: CBS News
Senator Jon Ossoff sagt, er werde 2028 nicht für das Präsidentenamt kandidieren

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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