Patrick Mahomes und die Kansas City Chiefs haben am Mittwoch eine historische Vertragsverlängerung unterzeichnet, die den Gesamtwert auf 504,75 Millionen Dollar erhöht. Der Deal läuft bis 2033 und setzt mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 64 Millionen Dollar ab 2027 einen neuen NFL-Rekord, womit Mahomes zum bestbezahlten Spieler der Ligageschichte wird.
Die Rekordzahlen des Mahomes-Vertrags
Mit der neuesten Vereinbarung haben die Chiefs zwei Jahre zu Mahomes‘ bestehendem Vertrag hinzugefügt. Laut NFL.com beläuft sich das „neue Geld“ auf 239,05 Millionen Dollar, was den Gesamtwert des Deals auf 504,75 Millionen Dollar hebt. Damit ist es der erste Vertrag in der Geschichte der National Football League, der die 500-Millionen-Dollar-Marke überschreitet.

Besonders bedeutsam ist der durchschnittliche Jahreswert (Average Annual Value, AAV). Ab dem Jahr 2027 wird Mahomes 64 Millionen Dollar pro Jahr verdienen. Dies stellt eine Gehaltserhöhung von 19 Millionen Dollar pro Jahr dar und übertrifft damit das bisherige Rekordgehalt von Dak Prescott, der bei den Dallas Cowboys 60 Millionen Dollar pro Jahr erhält.
„Dies ist ein großer Tag für die Chiefs, Patrick und wirklich für das gesamte Chiefs Kingdom. Dies ist ein Meilenstein-Deal für einen einmaligen Spieler. Patrick hat sich zu einem der produktivsten Quarterbacks entwickelt, die jemals dieses Spiel gespielt haben, und darüber hinaus hat er die Kultur in unserem Gebäude verändert und uns in die erfolgreichste Ära unserer Franchise-Geschichte geführt. Abseits des Spiels ist er ein unglaublicher Mensch, der sein Team und den Sieg über alles andere stellt.“Brett Veach, General Manager der Kansas City Chiefs
Garantien und die finanzielle Struktur
Die Struktur des Deals ist darauf ausgelegt, Mahomes langfristig an die Chiefs zu binden, während die finanzielle Belastung systematisch ansteigt. Wie NBC Sports berichtet, umfasst der Vertrag 150 Millionen Dollar, die zum Zeitpunkt der Unterzeichnung vollständig garantiert sind, sowie 237,25 Millionen Dollar an Verletzungsgarantien.
Der Signing-Bonus beträgt 54,5 Millionen Dollar. Die jährlichen Auszahlungen steigen kontinuierlich an, ergänzt durch jährliche Eskalationsstufen von 2,5 Millionen Dollar zwischen 2027 und 2033:
- 2026: 56,75 Millionen Dollar
- 2027: 58 Millionen Dollar
- 2028: 60 Millionen Dollar
- 2029: 62,5 Millionen Dollar
- 2030: 63,75 Millionen Dollar
- 2031: 65,75 Millionen Dollar
- 2032: 68 Millionen Dollar
- 2033: 70 Millionen Dollar
Durch Anreize und Eskalationen kann Mahomes insgesamt bis zu 522,25 Millionen Dollar verdienen. Während die Auszahlungen in den kommenden Jahren steigen, könnte die Summe von 70 Millionen Dollar im Jahr 2033 angesichts der voraussichtlichen Entwicklung des Salary Caps und des Marktes zu diesem Zeitpunkt sogar als Schnäppchen erscheinen.
Die Korrektur des Quarterback-Marktes
Die neue Vereinbarung ist mehr als nur eine Gehaltserhöhung; sie ist eine marktstrategische Korrektur. Bis vor kurzem thronte Dak Prescott mit seinen 60 Millionen Dollar AAV über dem Markt. Doch wie The New York Times analysiert, war Prescotts Position einzigartig, da er eine enorme Verhandlungsmacht besaß, weil die Cowboys ihn nicht mit dem Franchise-Tag markieren durften. Dies zwang Dallas dazu, Prescott weit über dem eigentlichen Marktwert zu bezahlen – etwa 9 Prozent mehr als der nächsthöchstbezahlte Quarterback.
Unterhalb von Prescott hatte sich ein Plateau bei etwa 55 Millionen Dollar AAV gebildet. Spieler wie Josh Allen (sechs Jahre, 330 Millionen Dollar), Joe Burrow, Jordan Love und Trevor Lawrence bewegten sich in diesem Bereich. Matthew Stafford schloss sich diesem Niveau kürzlich mit einer einjährigen Verlängerung an.
Mahomes‘ Sprung auf 64 Millionen Dollar AAV stellt sicher, dass der objektiv beste Spieler der Liga nun auch finanziell entsprechend gewürdigt wird. Vor dieser Verlängerung lag Mahomes auf Platz 13 der bestbezahlten Quarterbacks, was die Diskrepanz zwischen sportlicher Leistung und finanzieller Vergütung in den letzten Jahren verdeutlichte.
Auswirkungen auf Lamar Jackson und die nächste Generation
Die Rekordsumme setzt nun andere Elite-Quarterbacks unter Druck, insbesondere Lamar Jackson von den Baltimore Ravens. Jackson verdient derzeit etwa 52 Millionen Dollar pro Jahr und hat noch zwei Jahre Vertragslaufzeit. Laut Berichten der Baltimore Ravens stellt sich nun die Frage, wie nah Jackson an die Konditionen von Mahomes herankommen kann.
„Die nächste Frage muss sein, wie nah Lamar Jackson an [Mahomes‘] Vertragsverlängerung herankommen kann. Hier ist die Sache: Lamar Jacksons Situation ist aus ein paar Gründen anders. Erstens hat er noch zwei Jahre Vertrag und verdient dieses Jahr etwa 52 Millionen Dollar, er ist also nicht unbedingt händringend auf einen neuen Vertrag aus.“Ian Rapoport, NFL Network Insider
Rapoport und ESPN-Experte Jeremy Fowler weisen darauf hin, dass Jackson es strategisch klug finden könnte, bis 2027 zu warten, um seinen Marktwert weiter zu steigern. Besonders interessant wird die Offseason 2027, da dann auch junge Talente wie Drake Maye, Caleb Williams und Jayden Daniels für neue Verträge berechtigt sind.
Die Dynamik in Baltimore ist jedoch komplex. Obwohl Besitzer Steve Bisciotti im Januar den Wunsch äußerte, eine Verlängerung vor dem neuen Ligajahr im März abzuschließen, kam es zu keiner Einigung. Da die Ravens den Vertrag von Jackson bereits aus Cap-Gründen restrukturiert haben, ist eine sofortige Verlängerung ungewöhnlich, wenn auch nicht unmöglich.
Mahomes hat mit diesem Deal nicht nur seine persönliche finanzielle Zukunft bis 2033 abgesichert, sondern das gesamte Gehaltsgefüge der NFL verschoben. Die 64-Millionen-Dollar-Marke ist nun der neue Goldstandard, an dem sich jeder kommende Elite-Vertrag messen lassen muss.
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