Ein 42-jähriger Vater und Lehrer aus Atlanta ist am Montag bei einem Unfall auf der Achterbahn Goliath
im Freizeitpark Six Flags Over Georgia ums Leben gekommen. Die Kriminalpolizei von Cobb County ermittelt zu dem Vorfall, während der Vergnügungspark aus Vorsichtsmaßnahmen ähnliche Fahrgeschäfte in den USA und Kanada vorübergehend geschlossen hat.
Hassan Jihad Ibn Kariem verunglückt in Atlanta
Das Opfer des fatalen Unfalls wurde am Dienstag von den Behörden als der 42-jährige Hassan Jihad Ibn Kariem aus Atlanta identifiziert (The Guardian). Er saß zum Zeitpunkt des Unglücks mit seinem Sohn auf der Bahn, während seine Frau und seine Tochter das Geschehen vom Boden aus beobachteten.
Seine Familie berichtete gegenüber lokalen Medien, dass Kariem im Leben schwere Hürden gemeistert hatte. Er überstand zweimal eine Krebserkrankung, zuletzt im Jahr 2018, und überlebte drei Wochen vor dem Unglück gemeinsam mit seiner Tochter einen Autounfall, bei dem beide unverletzt blieben (The Guardian).
Sturz auf der Achterbahn Goliath
Das Unglück ereignete sich am Montag kurz vor 16:00 Uhr Ortszeit im Freizeitpark Six Flags Over Georgia in Austell (Yahoo News, New York Post). Die Kriminalpolizei des Cobb County erklärte, dass Officers working at the park responded to an incident involving a male guest on a roller coaster
(Yahoo News).

Vorläufige Informationen aus Zeugen- und Mitarbeiterbefragungen deuten darauf hin, dass Kariem aus dem Fahrgeschäft geschleudert wurde und andere Gäste traf, bevor er unter die Attraktion stürzte.
Cobb County Police Department, via Yahoo News
Zeugen schilderten, dass Kariem während der Fahrt irgendwie aus seinem Schoßbügel herausgerutscht war und dreimal gegen Achterbahnwagen prallte, bevor er auf dem Dach eines darunterliegenden Geisterhauses landete. Zeugen berichteten zudem, dass sein Sturz auf den automatischen Erinnerungsfotos der Attraktion festgehalten wurde. Die Familie und Zuschauer mussten mit ansehen, wie sich das Unglück ereignete.
Zeugen und Berichte bestätigten, dass das Unglück die Hyper-Achterbahn Goliath
betraf (The Guardian, New York Post). Die Attraktion wurde im Jahr 2006 eröffnet, erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 112 km/h, verfügt über eine Fallhöhe von rund 52 Metern und hat eine Gesamthöhe von knapp 60 Metern.
Traumatische Szenen im Freizeitpark
Besucher vor Ort schilderten den Vorfall als äußerst traumatisch. Parkbesucher berichteten von schockierenden Szenen, in denen die Stimmung nach dem Stopp der Attraktion in Panik umschlug. Mehrere Anwesende gaben an, dass Mitarbeiter die Fahrgäste nach dem Stopp des Zuges nicht sofort aussteigen ließen, obwohl Blut des Opfers auf Passagieren zu sehen gewesen sei.
Der Bürgermeister von Mableton, Michael Owens, sprach der Familie, den Freunden und den Angehörigen in dieser schwierigen Zeit sein tiefes Mitgefühl aus und dankte den Einsatzkräften für deren schnelles Eingreifen.
Behörden prüfen den Freizeitpark
Neben den polizeilichen Ermittlungen der Kriminalpolizei von Cobb County führt auch das Amt des staatlichen Versicherungs- und Brandschutzkommissars eine Prüfung der Umstände durch (The Guardian, Yahoo News). Als Reaktion auf das Unglück hat der Konzern vorübergehend neun große Achterbahnen in sechs verschiedenen Freizeitparks in den Vereinigten Staaten und Kanada geschlossen (The Guardian, Yahoo News, New York Post).
Zu den weiteren Vorfällen im Freizeitsektor, die in diesem Zusammenhang diskutiert wurden, zählen unter anderem die Schließung der Achterbahn X2 im kalifornischen Six Flags Magic Mountain nach Berichten über Verletzungen sowie frühere tödliche Zwischenfälle an anderen Standorten im Laufe der vergangenen Jahre. Der Park in Georgia war zum Zeitpunkt des Unfalls ohnehin im Begriff, den Übergang zum regulären Nebensaison-Zeitplan zu vollziehen.
Es war einfach super, super bizarr, traumatisch. Ich meine, ich schätze, ich habe ein paar Sekunden gebraucht, um zu verarbeiten, was da vor sich ging.
Nick Mendenhall, via Yahoo News
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