Ein tödlicher Unfall auf der Achterbahn Goliath im Freizeitpark Six Flags Over Georgia hat am Montag zu landesweiten Sicherheitsprüfungen und vorübergehenden Schließungen von neun Fahrgeschäften in sechs US-Bundesstaaten geführt.
Am Montagnachmittag kam es kurz vor 16:00 Uhr zu einem tragischen Zwischenfall auf der Anlage im Freizeitpark Six Flags Over Georgia in Austell, rund 15 Meilen nordwestlich von Atlanta. Behörden bestätigten den Tod eines Menschen, während mehrere andere Personen Verletzungen erlitten. Die genaue Todesursache und die Umstände der Verletzungen blieben zunächst unbestätigt, wie die Polizei von Cobb County mitteilte.
Ermittlungen der Kriminalpolizei und Augenzeugenberichte in Austell
Die Abteilung für Kapitalverbrechen des Polizeidepartements von Cobb County übernahm sofort die Ermittlungen vor Ort. Parkmitarbeiter, Streifenbeamte und Kriminalisten rückten aus, um den Hergang zu klären. Zeugen schilderten dem Atlantaer NBC-Sender WXIA dramatische Szenen. Nach Angaben von Anwesenden stürzte ein Mann aus dem Fahrgeschäft und traf während des Falls mehrfach auf den Wagen der Achterbahn, bevor er den Boden berührte. Mehrere Besucher gaben an, dass der Moment unabsichtlich auf ihren Erinnerungsfotos vom Souvenirverkauf festgehalten wurde.
Das Polizeidepartement von Cobb County erklärte: „
Lisa Cupid, die Vorsitzende der Bezirkskommission von Cobb County, zeigte sich bestürzt über das Unglück. Sie betonte die Bedeutung des Parks als regionalen Tourismusmagneten und sprach den Angehörigen ihr Mitgefühl aus. Die nächsten Angehörigen wurden benachrichtigt, während die Gemeinde vor den Konsequenzen des Vorfalls steht.

Evakuierung der Attraktion und Stillstand in luftiger Höhe
Nach dem Absturz kam die Fahrt mit einem Zug nahe der Spitze des etwa 61 Meter (200 Fuß) hohen Lifthügels zum Stehen. Rund 20 Fahrgäste saßen daraufhin knapp eine Stunde lang auf der Steigung fest. Hubschrauberbilder zeigten, wie Einsatzkräfte und Parkmitarbeiter die verbliebenen Passagiere einzeln über eine Wartungstreppe vom Gleis in Sicherheit brachten. Arbeiter halfen den betroffenen Personen vier nach dem anderen von der Anlage, während der Park geräumt wurde.
Die Betreibergesellschaft äußerte sich in einer offiziellen Erklärung tief betroffen über das Geschehen. Man arbeite vollumfänglich mit den lokalen Behörden zusammen.
Ein Pressesprecher von Six Flags erklärte: „Wir sind tief bestürzt über den Zwischenfall mit einem Gast in unserem Park heute. Unsere Gedanken und unser tiefstes Mitgefühl sind bei der Familie, den Freunden und den Angehörigen des Gastes. Wir bieten außerdem den betroffenen Gästen und Teammitgliedern Unterstützung an.
Technische Daten der Bahn und Reaktionen in sechs Bundesstaaten
Bei der betroffenen Anlage handelt es sich um die vom Schweizer Hersteller Bolliger & Mabillard erbaute Hypercoaster-Achterbahn Goliath, die im Jahr 2006 eröffnet wurde. Die Anlage verfügt über eine frühere Historie: Im Eröffnungsjahr 2006 verstarb ein 45-jähriger Mann nach einer Fahrt, nachdem eine Autopsie einen angeborenen Herzfehler als Ursache festgestellt hatte. Die damalige Untersuchung ergab keine technischen Mängel.

Als unmittelbare Konsequenz aus dem Montagsvorfall zog der Betreiber Konsequenzen im gesamten Verbund. Das Unternehmen schloss vorübergehend ähnliche Attraktionen in Parks verteilt über sechs US-Bundesstaaten aus Vorsichtsgründen. Unter den temporär geschlossenen Anlagen befindet sich auch die gleichnamige Goliath-Achterbahn im kalifornischen Park Six Flags Magic Mountain.
Sicherheitsdebatte im Schatten jüngster Vorkommnisse
Erst wenige Wochen zuvor hatte Six Flags Magic Mountain bekannt gegeben, seine bekannte Achterbahn X2 dauerhaft stillzulegen. Dies geschah inmitten von Klagen, die schwere Hirnverletzungen durch den dortigen Fahrbetrieb geltend machten, und nach einem vergleichbaren Vergleich in einem Todesfall aus dem Jahr 2022. Im Vorjahr kam zudem ein 32-jähriger Gast bei einem Unfall im Vergnügungspark Universal Epic Universe in Florida ums Leben.
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