Die Hamburger Verbindungsbahn zwischen Altona und dem Hauptbahnhof ist am Montagmorgen, dem 31. August 2026, nach einer mehrwöchigen Sperrung wieder für den Zugverkehr freigegeben worden nach Angaben von news5.de. Damit befindet sich die neue Sternbrücke erstmals regulär in Betrieb. Fern-, Regional- und S-Bahnen können die wichtige Strecke im internationalen Bahn-Korridor wieder planmäßig befahren wie der NDR berichtet.
Wiedereröffnung der Hamburger Verbindungsbahn
Den Auftakt auf der Strecke machte am frühen Montagmorgen gegen 4:15 Uhr der RE 70 aus Kiel, der von Kiel Hauptbahnhof über Neumünster und Elmshorn anreiste laut Mitteilung der Deutschen Bahn. Wenig später folgte der Fernverkehr mit dem ICE 103 von Hamburg-Altona nach Basel, welcher die Brücke gegen 4:30 Uhr passierte. Als erste S-Bahn fuhr die S5 in Richtung Hauptbahnhof über das neue Bauwerk berichtet der NDR.
Nach Angaben der Deutschen Bahn können im Schnitt wieder rund 1.000 Züge täglich über die Verbindungsbahn rollen erklärt die DB Konzern, während andere Berichte von rund 900 Zügen pro Tag sprechen so der NDR. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, betonte die Bedeutung des Projekts für den Verkehrsknoten Hamburg und die zentrale Nord-Süd-Achse im europäischen Schienennetz.
Technische Leistung und Einbau des neuen Bauwerks
Herzstück der wochenlangen Arbeiten war die rund 3.700 Tonnen schwere und 108 Meter lange neue Sternbrücke laut DB Konzern. Das neue Bauwerk ersetzt eine 100 Jahre alte Brücke aus dem Jahr 1926 meldet der NDR, deren technische Nutzungsdauer aufgrund gestiegener Anforderungen an den modernen Bahnverkehr abgelaufen war.
Der Einbau folgte auf einen spektakulären Transport Ende Juli, bei dem die Brücke von einem niederländischen Spezialteam auf selbstfahrenden Modul transportierenden SPMT-Fahrzeugen rund 500 Meter an ihren Einbauort an der Kreuzung Max-Brauer-Allee und Stresemannstraße gefahren wurde erklärt der NDR. In den vergangenen Wochen arbeiteten die Teams der Bahn und der ausführenden Firmen rund um die Uhr daran, den Bahndamm wiederherzustellen. Dabei wurden nach Angaben der Deutschen Bahn rund vier Kilometer Schiene, etwa 3.000 Schwellen und rund 8.000 Tonnen Schotter verbaut sowie die Oberleitungsanlage und Leit- und Sicherungstechnik erneuert wie die DB Konzern mitteilt.
Auswirkungen und verbleibende Straßensperrungen
Obwohl der Zugverkehr wieder aufgenommen wurde, bleiben die Straßen unter der Sternbrücke vorerst gesperrt berichtet der NDR. Die Stresemannstraße soll beispielsweise erst ab dem 7. September wieder freigegeben werden, während die Max-Brauer-Allee noch länger gesperrt bleibt. Grund für die Verzögerungen ist unter anderem, dass die Bahn am Bahndamm 10.000 Tonnen mehr Boden austauschen musste als ursprünglich geplant erläutert der NDR.

Die Maßnahmen im Rahmen des Sondervermögens finanzierten Projekts sichern laut Deutscher Bahn die Leistungsfähigkeit der Verbindungsbahn und schaffen technische Voraussetzungen für die Verlegung des Fern- und Regionalbahnhofs Altona nach Diebsteich teilt die DB Konzern mit. Gleichzeitig wird die deutlich größere neue Brücke von Anwohnern weiterhin kritisiert berichtet der NDR.
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