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Technik und Wissenschaft

Grundschullehrerin gewinnt MINT-Projekt für internationales Science-on-Stage-Festival

Leonie Heine, Grundschullehrerin an der Berta-Hummel-Schule in Bad Saulgau, hat sich mit ihrem innovativen MINT-Projekt „Zahlenmaurer auf Spurensuche“ beim Nationalen Science on Stage Festival 2025 in Radebeul durchgesetzt und qualifiziert sich damit für die internationale Bühne in Klaipėda, Litauen. Die 21-köpfige deutsche Delegation wird vom 28. bis 31. Mai 2026 dort ihre Projekte präsentieren. Heines Projekt, das spielerisch mathematische Zusammenhänge für Erstklässler:innen vermittelt, gewann bereits auf nationaler Ebene und wird nun auf europäischer Ebene gezeigt. Mit über 450 Teilnehmenden aus mehr als 30 Ländern wird das Festival 2026 unter dem Motto „STEAM Education: Innovation Meets Creativity and Responsibility“ stehen und eine Plattform für den Austausch innovativer Unterrichtskonzepte bieten.

Die Methode hinter „Zahlenmaurer auf Spurensuche“: Bewegung und Teamarbeit als Schlüssel zum mathematischen Verständnis

Leonie Heine entwickelte „Zahlenmaurer auf Spurensuche“ als kreative Methode, um Erstklässler:innen durch spielerische Elemente für mathematische Zusammenhänge zu begeistern. Das Projekt verbindet Bewegung, Rätsel und Teamarbeit, um abstrakte Inhalte greifbar zu machen. Die Kinder bauen dabei „Zahlenmauern“ aus speziellen Steinen, die ihnen helfen, Addition und Subtraktion spielerisch zu verstehen. Die Steine sind mit Zahlen versehen, und durch das Stapeln und Kombinieren können die Schüler:innen selbstständig mathematische Muster und Regeln entdecken.

Das Projekt wurde nicht nur für seine pädagogische Innovation gelobt, sondern auch dafür, wie es den Unterricht für junge Schüler:innen lebendiger gestaltet. Laut den Organisatoren von Science on Stage Deutschland liegt der besondere Reiz darin, dass Theorie und Praxis eng miteinander verwoben werden. Die Methode ist so konzipiert, dass sie sowohl im Klassenzimmer als auch im Freien eingesetzt werden kann, was die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit des Konzepts unterstreicht.

„Zahlenmaurer auf Spurensuche“ hat bereits auf nationaler Ebene überzeugt und wurde beim Nationalen Science on Stage Festival 2025 in Radebeul ausgezeichnet. Dort trafen sich rund 100 MINT-Lehrkräfte aus ganz Deutschland, um ihre Projekte zu präsentieren und sich auszutauschen. Die Jury wählte aus zahlreichen Einsendungen die besten Projekte aus, die dann auf internationaler Ebene vertreten werden. Heines Projekt stach besonders hervor, da es nicht nur mathematische Kompetenzen fördert, sondern auch soziale Fähigkeiten wie Teamarbeit und Kommunikation stärkt.

Der Weg zur internationalen Anerkennung: Auswahlprozess und deutsche Delegation für Klaipėda 2026

Das Nationale Science on Stage Festival 2025 in Radebeul war der erste große Schritt für Leonie Heine. Dort wurden die besten MINT-Projekte aus ganz Deutschland gekürt, darunter auch das Projekt „Unsere Schule soll nachhaltiger werden“ von Vanessa Koelbel vom Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium in Ratingen. Die ausgewählten Projekte qualifizierten sich für die internationale Veranstaltung in Klaipėda, die vom 28. bis 31. Mai 2026 stattfindet.

Der Weg zur internationalen Anerkennung: Auswahlprozess und deutsche Delegation für Klaipėda 2026
After the Festival – Follow up activities at Science on Stage

Die deutsche Delegation besteht aus 21 Lehrkräften, die ihre Projekte auf europäischer Ebene vorstellen. Neben Leonie Heine sind auch Marco Düvelmeyer und Sheryl Heidemann von der Technikwerkstatt 4.0 dabei, die ihr Wahlpflichtkurs-Industrie-4.0-Konzept präsentieren werden. Die Auswahl der Delegation erfolgte durch eine Fachjury, die aus renommierten Pädagog:innen und Wissenschaftler:innen besteht. Die Jury hatte die Aufgabe, die vielversprechendsten Projekte zu identifizieren, die nicht nur innovativ, sondern auch übertragbar und nachhaltig im Unterricht einsetzbar sind.

Die Teilnahme am europäischen Festival bietet den Lehrkräften die Möglichkeit, ihr Wissen zu erweitern und neue Impulse für ihren Unterricht mitzunehmen. Besonders spannend wird sein, wie die verschiedenen Ansätze aus den teilnehmenden Ländern aufeinander treffen und sich gegenseitig inspirieren. Das Festival in Klaipėda wird von der Klaipėda University organisiert und findet in enger Zusammenarbeit mit Science on Stage Europe statt.

Warum „Zahlenmaurer auf Spurensuche“ ein Vorbild für modernen Mathematikunterricht ist

Heines Ansatz zeigt, wie wichtig es ist, den Unterricht an die Bedürfnisse junger Schüler:innen anzupassen. Durch die spielerische Herangehensweise an mathematische Themen gelingt es ihr, das Interesse der Kinder zu wecken und gleichzeitig den Lehrplan zu erfüllen. Experten betonen, dass solche Projekte nicht nur den Unterricht bereichern, sondern auch die Motivation der Schüler:innen steigern und langfristig ihr Interesse an MINT-Fächern fördern.

Leonie Heine selbst sagt: „Es geht darum, Mathematik nicht als trockene Theorie, sondern als spannendes Abenteuer zu vermitteln. Wenn die Kinder mit Freude lernen, bleibt der Stoff besser haften.“ Ihr Projekt ist ein Beispiel dafür, wie moderne Lehrmethoden traditionelle Ansätze ergänzen und den Unterricht für alle Beteiligten bereichernd gestalten können.

Das Projekt „Zahlenmaurer auf Spurensuche“ wurde bereits in verschiedenen Medien vorgestellt und als vorbildlich für den Mathematikunterricht der Grundschule hervorgehoben. Besonders die Verbindung von Bewegung und Mathematik wird als innovativ und motivierend für die Kinder beschrieben. Durch die Nutzung von Alltagsmaterialien und die Integration von Bewegungselementen wird der Unterricht nicht nur lehrreicher, sondern auch abwechslungsreicher.

Ausblick: Netzwerken und Weiterentwicklung durch internationale Zusammenarbeit

Mit ihrer Teilnahme am europäischen Festival hat Leonie Heine die Chance, ihr Projekt einem internationalen Publikum vorzustellen und von anderen Lehrkräften zu lernen. Die Veranstaltung in Klaipėda bietet zudem die Möglichkeit, sich mit Kolleg:innen aus ganz Europa auszutauschen und neue Impulse für den Unterricht mitzunehmen.

Die deutsche Delegation wird vor Ort nicht nur ihre eigenen Projekte präsentieren, sondern auch an Workshops und Diskussionsrunden teilnehmen. Besonders spannend wird sein, wie die verschiedenen Ansätze aus den teilnehmenden Ländern aufeinander treffen und sich gegenseitig inspirieren. Das Festival bietet zudem die Gelegenheit, internationale Kontakte zu knüpfen und gemeinsame Projekte für die Zukunft zu planen.

Für Leonie Heine bedeutet die Teilnahme am Festival eine Bestätigung ihrer Arbeit und eine Motivation, ihr Projekt weiterzuentwickeln. Sie hofft, dass ihr Ansatz auch in anderen Ländern auf Interesse stößt und dort zu ähnlichen Erfolgen führt.

Science on Stage als europäisches Forum für innovative MINT-Bildung

Science on Stage ist ein europäisches Netzwerk, das Lehrkräfte aus ganz Europa zusammenbringt, um innovative Unterrichtskonzepte zu teilen und weiterzuentwickeln. Das Festival findet alle zwei Jahre statt und bietet eine Plattform für den Austausch von Best Practices im MINT-Bereich. Die Teilnahme an solchen Veranstaltungen ist für Lehrkräfte eine wertvolle Gelegenheit, ihre Arbeit zu präsentieren und neue Ideen für den Unterricht mitzunehmen.

Seit über 20 Jahren setzt Science on Stage direkt bei den Lehrkräften an und fördert sie in ihrer beruflichen Weiterbildung. Die Organisation ist überzeugt, dass engagierte und gut ausgebildete Lehrkräfte der Schlüssel für eine erfolgreiche MINT-Bildung sind. Durch den Austausch von Ideen und Erfahrungen können innovative Unterrichtsmethoden entwickelt und verbreitet werden, die den Unterricht für Schüler:innen attraktiver und effektiver gestalten.

Das Festival in Klaipėda wird von rund 450 Teilnehmenden aus über 30 Ländern besucht. Die Vielfalt der Projekte und Methoden, die dort vorgestellt werden, zeigt die internationale Bedeutung von Science on Stage. Die Veranstaltung ist nicht nur eine Plattform für den Austausch, sondern auch ein Ort, an dem neue Partnerschaften entstehen und gemeinsame Projekte initiiert werden können.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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