Großübung TENT ’26 testet Rettungskräfte im Tennengau
Mehr als 400 Einsatzkräfte probten am Samstag, dem 10.
Gleichzeitig geriet ein Angler in Seenot, und Canyoningsportler wurden von Wassermassen eingeschlossen, während ein weiteres Team von Forschern in einer Höhle festsaß.
Behörden und Organisationen im harten Zusammenspiel
Unterstützung kam von der Polizei und der Salzburg AG sowie von den Mitarbeitenden der Bezirkshauptmannschaft Hallein. Während die Helfer vor Ort spezialisierte Rettungstechniken anwendeten, war auch der Stab der Bezirkshauptmannschaft Hallein gefordert, um den Überblick über alle Abschnitte zu behalten.
Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) verwies auf die zentrale Rolle der Bezirkshauptmannschaften im Krisenfall. Ihr Dank galt den ehrenamtlichen Kräften, den Statistinnen und Statisten sowie den Mitarbeitenden der Bezirkshauptmannschaft Hallein, die diese Großübung ermöglicht und damit einen wichtigen Beitrag geleistet haben.
Kommunikationsabläufe und Erkenntnisse für künftige Einsätze
Die Veranstaltung bot den beteiligten Organisationen die Gelegenheit, dieses Zusammenspiel unter realitätsnahen und schwierigen Bedingungen zu erproben. Dabei wurden auch Verbesserungsmöglichkeiten sichtbar, und die gewonnenen Erkenntnisse werden nun analysiert, um in die Vorbereitung künftiger Einsätze einzufließen und bestehende Konzepte sowie Abläufe weiter zu verbessern.
Für die Bevölkerung im Tennengau ist entscheidend, dass auch bei mehreren gleichzeitigen Notfällen Hilfe organisiert werden kann.
Parallele Bergung und Hubschraubereinsatz im Pinzgau
Die Einsatzkräfte wurden im Windenbetrieb per Hubschrauber zur Einsatzstelle geflogen.

Dabei war wesentlich, dass die Mannschaft von den Hubschraubern punktgenau zur jeweiligen Einsatzstelle geflogen werden konnte, wie Bernd Tritscher, Bezirksleiter der Bergrettung Pinzgau, erklärte. Zeitgleich wurden als Übung auch eine Wanderin und ein zwölfjähriges Kind gerettet, die sich auf der Taghaube verstiegen hatten.
Nach Angaben von Tritscher war dies die anspruchsvollste von allen Bezirksübungen, die in den vergangenen Jahren durchgeführt wurden, wobei das Übungsziel in der übergreifenden Zusammenarbeit mit zwei Hubschrauberteams im Parallelbetrieb und mit fünf Bergrettungsortsstellen bestand und die Übung einwandfrei verlief.
Zwei Übungswochenenden im Salzburger Oktober
Markus Kurcz, Leiter des Katastrophenschutzes des Landes, betonte die Bedeutung regelmäßiger und organisationsübergreifender Übungen, die essenziell sind, um Alarmierungen, Verständigungen, Abläufe sowie Kommunikationssysteme und Schnittstellenmanagement zu testen und zu perfektionieren.
Dabei betonte Kurcz, dass schon die Vorbereitungsarbeiten wertvoll und die halbe Miete seien, um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. Das Ehrenamt spiele als zentraler Eckpfeiler in der Salzburger Sicherheitsarchitektur eine besondere Rolle, und die Bevölkerung könne sich auf die Profis und ihren Einsatz bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem Roten Kreuz, der Berg-, Höhlen- oder Wasserrettung verlassen, so Kurcz weiter.
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