Ein Großbrand auf einem Bauernhof im Neumarkter Ortsteil Labersricht hat am späten Samstagabend, dem 10. Oktober 2026, einen Schaden von mehr als 1,5 Millionen Euro verursacht. Mehr als 150 Rinder befanden sich in dem brennenden Kuhstall, während Landwirte und ein Großaufgebot von über 150 Einsatzkräften Dutzende Tiere in Sicherheit brachten.
Das Feuer brach gegen 22.45 Uhr auf dem landwirtschaftlichen Anwesen in der Oberpfalz aus und erfasste die Stallung rasch in ihrem gesamten Umfang. Neben den Tieren befanden sich auch landwirtschaftliche Fahrzeuge in dem betroffenen Gebäude, wie Berichte zeigen. Noch vor Eintreffen der alarmierten Rettungskräfte griffen Landwirte selbst ein, um die Tiere vor den Flammen zu retten.
Rettungsaktion im brennenden Stall und verlorene Tiere
In dem brennenden Gebäude spielten sich dramatische Szenen ab. Da sich im kritischen Moment noch über 50 Tiere im Inneren befanden, schickte die Feuerwehr umgehend Einsatztrupps unter Atemschutz in die verrauchte Halle, um die verbliebenen Rinder herauszutreiben. Unterstützt wurden die Kräfte vor Ort von Landwirten und Anwohnern, die den Stall evakuierten.

Dennoch forderte das Inferno Opfer. Zwei Kühe überlebten den Brand nicht und starben in den Flammen, während die große Mehrheit der mehr als 150 Rinder rechtzeitig ins Freie gelangt war. Menschen wurden bei dem Großeinsatz nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei nicht verletzt.
Die Tiere mussten schnellstmöglich aus dem Stall in Sicherheit gebracht werden.
Polizeisprecher, Bayerische Polizei
Großaufgebot der Feuerwehr und Drohnensuche nach entlaufenen Rindern
Die Dimension des Brandes erforderte ein massives Eingreifen der Rettungskräfte. Mehr als 150 Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis Neumarkt rückten zu dem Anwesen aus. Da das Gebäude durch das Feuer massiv einsturzgefährdet war, führten die Einsatzkräfte die Löscharbeiten vor allem von außen mit mehreren Strahlrohren und Werfern über Drehleitern durch. Das THW Neumarkt brachte zusätzliches Beleuchtungsmaterial an den Einsatzort.

In der Panik des Ausbruchs liefen zahlreiche gerettete Kühe in die Umgebung davon und bewegten sich auf umliegenden Straßen. Die Polizei warnte Anwohner und Autofahrer in der Nacht vor den frei herumlaufenden Tieren. Um die vermissten Rinder rasch aufzuspüren, setzte die Freiwillige Feuerwehr eine Drohne zur Suche nach den Rindern ein. Bis zum darauffolgenden Morgen konnten schließlich alle entlaufenen Tiere wieder eingefangen werden.
Millionenschaden und offene Brandursache in Labersricht
Neben den polizeilichen und rettungsdienstlichen Kräften waren auch ein Tierarzt sowie Mitarbeiter des Veterinäramts Neumarkt vor Ort, um die geretteten Rinder medizinisch zu betreuen und zu versorgen. Landwirte transportierten die Tiere in der Folge mit mehreren organisierten Transportern von der Brandstelle ab, während die Feuerwehr bis in die Mittagsstunden des Sonntags mit Nachlöscharbeiten und der Brandwache beschäftigt war.
Der Sachschaden wird von den Ermittlern auf mehr als 1,5 Millionen Euro beziffert. Warum das Feuer am späten Samstagabend ausgebrochen ist, bleibt zum aktuellen Zeitpunkt völlig unklar. Brandermittler der Polizei sollen das betroffene Gebäude in den kommenden Tagen untersuchen, sobald eine gefahrlose Begehung der Brandstelle möglich ist.
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