Mehr als die Hälfte der für die „Great American State Fair“ angekündigten Musiker haben ihre Auftritte abgesagt. Die Künstler ziehen sich aufgrund der politischen Verknüpfung der Veranstaltung und Sicherheitsbedenken zurück. Das Event, organisiert von der Trump-nahen Organisation Freedom 250, soll im Juni auf der National Mall in Washington, D.C., stattfinden.
Der Line-up-Kollaps der „Great American State Fair“
Die geplante Feier zum 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten droht zu einem künstlerischen Desaster zu werden. Was als patriotische Großveranstaltung auf der National Mall in Washington, D.C., angekündigt wurde, erlebt derzeit einen massiven Rückzug prominenter Akteure. Laut U.S. News & World Report haben bereits fünf der ursprünglich neun angekündigten Acts ihre Teilnahme abgesagt.

Der jüngste prominente Ausstieg stammt von Bret Michaels, dem Frontmann der Hair-Metal-Band Poison. Sein Rückzug markiert einen Wendepunkt in der Bemühung der Freedom 250, eine starre Liste von Entertainern für die 16-tägige Ausstellung vom 25. Juni bis zum 10. Juli zu präsentieren.
- Bret Michaels: Absage für den 3. Juli
- Martina McBride: Absage für den 25. Juni
- The Commodores: Absage für den 27. Juni
- Young MC: Absage für den 26. Juni
Motive für den Rückzug: Spaltung und Sicherheitsrisiken
Die Gründe für die Absagen sind so vielfältig wie die Künstler selbst, doch ein gemeinsamer Nenner ist die zunehmende politische Aufladung der Veranstaltung. Während die Organisatoren das Event als überparteiliche Feier präsentierten, berichten die Musiker von einer ganz anderen Realität. Wie die Washington Post berichtet, wird die Reaktion auf das Event bereits als „spaltend“ beschrieben.

Besonders deutlich wurde dies bei Bret Michaels, der nicht nur die politische Atmosphäre kritisierte, sondern auch massive Sicherheitsbedenken äußerte.
„Leider hat sich das, was uns als eine Feier unseres Landes präsentiert wurde, zu etwas entwickelt, das viel spaltender ist, als ich es vereinbart hatte, ein Teil davon zu sein. Es wurden auch Bedenken hinsichtlich der Sicherheit meiner Fans, meiner Band, meiner Crew, meiner Familie und meiner selbst geäußert, einschließlich Drohungen, die völlig unbegründet und unverzeihlich sind.
„Es erschüttert mich zutiefst, dass Fans, die durch meine Musik bewegt wurden, nun das Gefühl haben könnten, ich würde die Bedeutung hinter diesen Liedern verraten.
Martina McBride, via Social Media Der Rapper Young MC untermauerte diese Sichtweise, indem er erklärte, dass die Künstler „über jegliche politische Beteiligung an der Veranstaltung nie informiert wurden“> seien. Er äußerte den Wunsch, in der Zukunft bei einer Veranstaltung aufzutreten, die „politisch nicht so aufgeladen ist“>. Auch die Funk- und Soul-Legenden The Commodores zogen sich zurück, mit der Begründung, dass sie sich „öffentlich mit einer einzigen politischen Partei zu bekennen“> strikt widersetzen.Was von der Freedom 250-Feier bleibt
