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Gotthard-Stau erreicht 20 Kilometer – drei Stunden Verzögerung bei Pfingstwochenende

Am Samstagmorgen, dem 23. Mai 2026, wächst der Stau vor dem Gotthard-Nordportal auf bis zu 20 Kilometer an. Aufgrund des Pfingstwochenendes und sommerlicher Temperaturen müssen Autofahrer auf der A2 in Richtung Süden mit massiven Verzögerungen von über drei Stunden rechnen, während auch alternative Routen zunehmend belastet sind.

Eskalation am Gotthard-Nordportal

Der Samstagmorgen entwickelte sich für die Reisenden in Richtung Süden zu einer massiven Geduldsprobe. Was in den frühen Morgenstunden noch moderat begann, weitete sich innerhalb weniger Stunden zu einer erheblichen Verkehrsbehinderung aus.

Eskalation am Gotthard-Nordportal
cluster (priority): Blick
  • Kurz nach 5:00 Uhr: Die Staulänge betrug etwa 10 Kilometer.
  • Gegen 7:00 Uhr: Der Rückstau wuchs auf 16 Kilometer an.
  • Kurz vor 10:00 Uhr: Die Blechlawine erreichte eine Länge von 20 Kilometern.

Diese Entwicklung bedeutet für die Betroffenen auf der A2 zwischen Altdorf und Göschenen eine massive Zeitverzögerung. Laut Berichten von SRF müssen Autofahrer mit einer zusätzlichen Reisezeit von etwa drei Stunden und 20 Minuten rechnen. Die Situation zeigt sich wie jedes Jahr als logistische Herausforderung, die durch das hohe Aufkommen am Pfingstmontag weiter angehalten wird.

San Bernardino und andere Ausweichrouten überlastet

Um den massiven Rückstau am Gotthard zu umfahren, empfiehlt der Touring Club Schweiz (TCS) die Nutzung der Autobahn A13 über den San-Bernardino-Tunnel. Die Entlastung für den Gotthard bleibt jedoch aus, da auch die Kapazitäten der Alternativrouten an ihre Grenzen stoßen. Wie Blick berichtet, kam es im Bereich zwischen Thusis-Süd und Rofla bereits zu Verzögerungen von bis zu 40 Minuten bei einer Staulänge von vier Kilometern.

Airolo TI: Rückreiseverkehr – Fast drei Stunden Warten am Gotthard

Für Reisende, die eine Fahrt nach Italien planen, bleiben neben der A13 auch andere Optionen, die jedoch ebenfalls stark frequentiert sein dürften. Dazu gehören die Autobahn A9 über den Simplon sowie die Nutzung des Autoverlads Lötschberg. Die hohe Auslastung der Nebenachsen verdeutlicht, dass das gesamte Verkehrsnetz der Alpenregion durch das Pfingstaufkommen unter Druck steht.

Sommerhitze und Ferienbeginn treiben das Verkehrsaufkommen

Die Ursachen für die aktuelle Verkehrslage sind eine Kombination aus meteorologischen Bedingungen und dem saisonalen Reiseverhalten. Die Temperaturen steigen auf bis zu 30 Grad, was die Reisebereitschaft in den Süden massiv erhöht. Gleichzeitig markiert das Wochenende den Beginn der Frühlingsferien in den Niederlanden sowie in mehreren deutschen Bundesländern, was den Zustrom von Fahrzeugen in die Schweiz zusätzlich verstärkt.

Sommerhitze und Ferienbeginn treiben das Verkehrsaufkommen
cluster (priority): news.google.com

Das Bundesamt für Strassen (Astra) hatte dieses hohe Verkehrsaufkommen bereits im Vorfeld erwartet. Die aktuelle Lage ist zwar intensiv, aber nicht ohne historischen Vergleich. Laut Watson kam es bei vergangenen Pfingst-Verkehrsaufkommen bereits zu Staus mit einer Länge von bis zu 28 Kilometern. Während der Höhepunkt am Freitag bereits überschritten schien, wird für den Samstagmorgen die größte Belastung des gesamten Wochenendes prognostiziert.

Verkehrslage am Grenzübergang Chiasso-Brogeda

Nicht nur die Fahrt in Richtung Süden ist von Verzögerungen betroffen; auch die Gegenrichtung und die Grenzübergänge zeigen Anzeichen von Überlastung. Vor dem Grenzübergang Chiasso-Brogeda bildete sich am Samstagmorgen ein Stau von drei Kilometern, was zu einer Wartezeit von rund 20 Minuten führte.

Für den Rückreiseverkehr in Richtung Norden wird erwartet, dass sich die Fahrzeuge über mehrere Tage verteilen werden. Autofahrer sollten daher flexibel planen und die aktuellen Verkehrsdaten des TCS sowie die Meldungen der Behörden kontinuierlich verfolgen, um die Reisezeit so gering wie möglich zu halten.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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