Mercedes-Pilot George Russell hat den Großen Preis von Aserbaidschan 2026 nach einer chaotischen Schlussphase mit knappem Vorsprung vor Max Verstappen gewonnen. Das Rennen auf dem Stadtkurs von Baku war von zahlreichen Ausfällen und zwei Safety-Car-Phasen geprägt, die das Feld in der entscheidenden Phase des Grand Prix komplett neutralisierten.
Der Große Preis von Aserbaidschan am 26. September 2026 lieferte eine der knappsten Zieldurchfahrten der jüngeren Formel-1-Geschichte. Mercedes-Fahrer George Russell verwandelte seine Pole-Position in Baku in einen hart erkämpften Sieg, während Red-Bull-Routinier Max Verstappen in den letzten Runden massiven Druck ausübte.
Dramatischer Rennverlauf und zwei Safety-Car-Phasen in Baku
Das Rennen auf dem anspruchsvollen Stadtkurs forderte seinen Tribut: Gleich sechs Autos sahen die Zielflagge nicht. Unter anderem schied McLaren-Pilot Lando Norris nach einer Kollision aus, die durch einen Fahrfehler von Alpine-Fahrer Franco Colapinto beim ersten Restart ausgelöst wurde. Auch Williams-Pilot Alex Albon, Alpine-Teamkollege Pierre Gasly, Valtteri Bottas sowie die beiden Aston-Martin-Piloten Fernando Alonso und Lance Stroll mussten das Rennen vorzeitig beenden.

Die Rennleitung schickte das Safety-Car gleich zweimal auf den Kurs. Nach der zweiten Neutralisation, ausgelöst durch einen Ausritt von Oscar Piastri in die Auslaufzone, blieben nur noch rund zehn Runden zu fahren. Verstappen nutzte diese Phase, um sich direkt hinter den führenden Mercedes zu klemmen.
Knapper Zieleinlauf und Red-Bull-Doppelpodium
Auf den letzten Metern bannte sich ein packendes Duell an der Spitze an. Damit markierte das Ergebnis den knappsten Zieleinlauf seit dem Spanien-Grand-Prix von 1986.

Dahinter sicherte sich Isack Hadjar den dritten Platz. Das Ergebnis bescherte Red Bull das erste gemeinsame Doppelpodium seit dem Rennen in China im Jahr 2024 und beendete eine Serie von 57 Rennen ohne diese Platzierung.
Strafen und finale Platzierungen nach dem Rennen
Nach Rennende überprüften die Rennkommissare mehrere Vorfälle. Franco Colapinto erhielt eine Zehn-Sekunden-Zeitstrafe für das Auslösen der Startkollision. Da er das Ziel nicht erreichte, wird die Sanktion beim kommenden Rennwochenende in Malaysia in eine Startplatzstrafe von fünf Plätzen umgewandelt.
Eine weitere Strafe traf Gabriel Bortoleto, der wegen eines Überholmanövers unter gelber Flagge ebenfalls mit einer Zehn-Sekunden-Strafe belegt wurde und im Klassement vom 13. auf den 15. Platz zurückfiel.