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Unternehmen

GE Aerospace Buys Turbine Maker in Blow to SpaceX. These Stocks Could Benefit

Die GE Aerospace plant die Übernahme des Gießereispezialisten Consolidated Precision Products für 11,75 Milliarden US-Dollar. Damit will der Triebwerksbauer seine Lieferkette stärken und auf eine stark steigende Nachfrage nach kommerziellen Triebwerken sowie Ersatzteilen reagieren.

GE Aerospace hat am Dienstag, dem 8. September, angekündigt, das auf Präzisionsguss spezialisierte Unternehmen Consolidated Precision Products (CPP) für 11,75 Milliarden US-Dollar zu erwerben. Mit der Akquisition holt der Triebwerkskonzern einen essenziellen Teil seiner Lieferkette direkt ins Unternehmen, um seine Produktionskapazitäten massiv auszubauen. Wie Reuters berichtet, soll die Transaktion den anhaltenden Engpässen im Bereich der Triebwerksgüsse entgegenwirken.

Hintergrund der Übernahme und Engpässe bei Triebwerkskomponenten

Lieferkettenprobleme haben es Triebwerksherstellern in den vergangenen Jahren erschwert, mit der hohen Nachfrage nach neuen Triebwerken sowie Ersatzteilen und Reparaturen Schritt zu halten. Zwar haben sich die allgemeinen Bedingungen verbessert, doch Gießereiprodukte bleiben laut Reuters ein zentraler Engpassfaktor für die gesamte Luftfahrtindustrie.

Für GE Aerospace zielt die Transaktion direkt auf die Beseitigung dieses Flaschenhalses ab. Das Unternehmen verfügt über einen umfangreichen Auftragsbestand, der bis in das nächste Jahrzehnt hineinreicht, und muss sicherstellen, dass genügend Produktionskapazitäten vorhanden sind, um diese Nachfrage zu bedienen.

Larry Culp, CEO von GE Aerospace, erklärte, dass Investitionen in kritische Gießereikapazitäten erforderlich seien, um die starke gleichzeitige Nachfrage bei kommerziellen Triebwerken, im Ersatzteilgeschäft und im Verteidigungssektor zu bedienen.

Es handelt sich hierbei um die größte Übernahme von GE Aerospace, seit das Unternehmen im Jahr 2024 als eigenständiger Konzern an den Start ging.

Rolle von CPP und steigende Nachfrage nach Schaufeln und Turbinenteilen

Consolidated Precision Products gehört weltweit zu den größten Herstellern von Präzisions-Sandgussteilen. Hierbei handelt es sich um komplexe Metallteile, die durch das Gießen von geschmolzenem Material in Formen hergestellt werden. CPP ist ein zentraler Lieferant für die Triebwerke LEAP und GEnx von GE und fertigt Komponenten für nahezu jedes größere, aktuelle kommerzielle Flugzeugprogramm. Ungefähr 70 Prozent des Umsatzes entfallen auf kommerzielle Triebwerke sowie den Verteidigungssektor.

GE rechnet damit, dass CPP im Jahr 2027 einen Umsatz von rund 2 Milliarden US-Dollar erwirtschaften wird. Zudem prognostiziert das Unternehmen, dass die eigene Nachfrage nach Schaufelblättern („Airfoils), zu denen Turbinenschaufeln und Leitschaufeln in den heißesten Bereichen eines Triebwerks gehören, von 2026-Niveau bis 2030 um mehr als 30 Prozent steigen wird.

Diese Nachfrage treiben nach Angaben von GE zwei Fronten an: Flugzeugbauer fordern mehr Neutriebwerke, während gleichzeitig Fluggesellschaften ein höheres Volumen an Ersatzteilen und Reparaturen benötigen. Da beide Märkte auf dieselbe Lieferkette zugreifen, müssen Zulieferer ihre Ausbringung stetig erhöhen.

Finanzierung und Ausblick bis zum Abschluss im Jahr 2027

Die Übernahme bewertet CPP mit dem etwa 26-fachen des erwarteten Core Profit für das Jahr 2027 vor Synergieeffekten. Nach Einberechnung dieser Effekte sinkt das Multiple auf das etwa 18-fache.

Zur Finanzierung plant GE Aerospace, 7000 Millionen US-Dollar (7 Milliarden US-Dollar) aus vorhandenen Barmitteln aufzubringen und den verbleibenden Betrag über neue Schulden zu decken. Der Abschluss der Transaktion wird für die zweite Jahreshälfte 2027 erwartet.

Marktbeobachter und Analysten wie Robert Stallard von Vertical Research bezeichnen den Schritt angesichts der anhaltenden Verknappung von Triebwerksgussteilen als strategisch sinnvoll. Gleichzeitig wird laut Reuters darauf hingewiesen, dass die Übernahme bei anderen Luftfahrtunternehmen, die ebenfalls auf Bauteile von CPP angewiesen sind, Fragen hinsichtlich der künftigen Belieferung aufwerfen könnte. Konkurrenten wie RTX und Howmet Aerospace lehnten Kommentare dazu ab.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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