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Sport

Franziska Gritsch rettet ÖSV-Damen in Sölden mit Platz neun

Franziska Gritsch rettete die österreichischen Ski-Damen beim Riesenslalom-Auftakt in Sölden mit einem starken neunten Platz vor einer Blamage. Im Ziel gab ihr Partner und Trainer Florian Stengg ein emotionales ORF-Interview über den organisatorischen Aufwand ihres privaten Teams.

Der Saisonauftakt im alpinen Skisport auf dem Rettenbachferner in Sölden bot sportliches Drama und persönliche Einblicke. Österreichs Skidamen schrammten am Samstag, dem 25. Oktober 2026, nur knapp an einem misslungenen Start in den Weltcup vorbei. Die einzige Platzierung in den Weltcup-Punkten für den österreichischen Verband rettete ausgerechnet eine Athletin, die seit Jahren eigene Wege geht.

Franziska Gritsch zeigte im Riesentorlauf eine starke Leistung. Die Tirolerin steigerte sich im zweiten Durchgang von Rang 15 noch auf den neunten Platz und war damit die einzige Österreicherin im Klassement, die Weltcup-Punkte einfuhr.

Franziska Gritsch setzt im Riesenslalom in Sölden das sportliche Ausrufezeichen

Für Gritsch bedeutete das Resultat auf dem Gletscher ein persönliches Comeback in der erweiterten Weltspitze. Es war ihre beste Platzierung im Riesenslalom seit März 2024. Die Athletin lieferte auf dem Kurs die sportliche Antwort, indem sie im Finale die siebtbeste Laufzeit in den Schnee brannte. Damit machte sie sechs Positionen gut und verbuchte am Ende einen Rückstand von 1,12 Sekunden auf die Siegerin Paula Moltzan. Das Top-Ten-Ergebnis belohnt die intensiven Trainingswochen des kleinen Teams während des Sommers.

Franziska Gritsch rettet ÖSV-Damen in Sölden mit Platz neun
Foto: Sport1

Florian Stengg erklärt im ORF-Interview die Herausforderungen des Privatteams

Hinter dem sportlichen Erfolg steht ein ungewöhnliches Organisationsmodell. Seit Dezember 2023 bestreitet Gritsch den Weltcup in einem eigenständigen Privatteam. Nach Bekanntwerden ihrer Beziehung zu Florian Stengg, dem damaligen Trainer des Österreichischen Skiwaffenverbandes (ÖSV), konnten die Athletin und ihr Coach ihre Zusammenarbeit innerhalb der Verbandsstrukturen nicht fortführen. Seither steuern die beiden ihre Geschicke eigenverantwortlich.

Florian Stengg nimmt in diesem Konstrukt eine Mehrfachbelastung auf sich. Er fungiert nicht nur als Lebensgefährte und Trainer, sondern übernimmt im Betreuerstab auch die Aufgaben eines Servicemans.

Es braucht eine gute Organisation. Wir versuchen, jeden Schritt zu optimieren. Dann geht es sich schon aus, dass man es gewissenhaft macht. Es sind aber schon lange Tage.

Florian Stengg, Trainer und Partner

Auf die Belastung angesprochen, formulierte der Trainer im ORF-Fernsehen eine emotionale Liebeserklärung an seine Partnerin.

Natürlich ist es viel Arbeit. Aber man tut es für einen Menschen, den man liebt.

Florian Stengg, Trainer und Partner

Stengg fügte hinzu, dass man durch diesen Antrieb imstande sei, die Abläufe passend zu gestalten.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

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