Mercedes-Pilot Kimi Antonelli hat am Freitag das zweite Freie Training zum Großen Preis von Spanien auf dem neuen Madring in Madrid dominiert. Der WM-Führende setzte sich vor dem Ferrari-Duo Charles Leclerc und Lewis Hamilton an die Spitze, während ein heftiger Unfall des Rookies Arvid Lindblad eine rote Flagge auslöste.
Der erste Formel-1-Freitag auf dem neu errichteten Madring in Madrid hat direkt die von vielen Fahrern befürchteten Risiken offengelegt. Mit einer Bestzeit von 1:33,662 Minuten bewies Kimi Antonelli, dass er auf dem 5,4 Kilometer langen Stadt- und permanenter-Kurs keine Anlaufzeit benötigt. Der italienische WM-Spitzenreiter verwies die Konkurrenz in einer intensiven, von Unterbrechungen geprägten Session auf die Plätze. Die Betonmauern, die die Strecke eng einfassen, verzeihen keinerlei Fehler, wie der Trainingsverlauf eindrücklich zeigte.
Kimi Antonelli führt das Feld an
Schon in der ersten Hälfte des Trainings zeigte sich, dass Mercedes und Ferrari auf dem neuen Kurs stark aufgestellt sind. Antonelli pilotierte seinen Wagen souverän durch das Kurvenlabyrinth und konterte im Laufe der Session jeden Angriff der Konkurrenz. Charles Leclerc brachte seinen Ferrari bis auf hauchdünne Abstände an den Führenden heran, während sein Teamkollege Lewis Hamilton den dritten Platz belegte. Die Ferrari-Piloten glänzten besonders auf den weichen Reifen, verloren jedoch in Sektor drei entscheidue Zettel gegenüber der Spitze.
Hinter dem Spitzentrio sorgte der junge Arvid Lindblad für Aufsehen, der mit den Racing Bulls bis auf den vierten Rang vorfuhr, ehe sein Arbeitstag abrupt endete.
Arvid Lindblad sorgt für Rennabbruch
Mit 25 verbleibenden Minuten auf der Uhr verlor der 19-jährige Brite Arvid Lindblad nach einer Linkskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug und krachte heftig in die TecPro-Absperrung von Turn 13. Der Rookie blieb bei dem Unfall unverletzt, doch die Beschädigungen an der Streckenbegrenzung machten eine rote Flagge und eine längere Zwangspause erforderlich. Sorry, ich habe das Auto verloren
, funkte Lindblad unmittelbar nach dem Einschlag an die Box. Nach der Wiederaufnahme des Trainings wurde wegen der beschädigten Fahrzeuge und der fortgeschrittenen Zeit kaum noch an der Zeitenjagd gearbeitet.

Technische Probleme bei McLaren und Aston Martin
Während die Spitze Zeiten brannte, kämpften andere Teams mit massiven Schwierigkeiten. Weltmeister Lando Norris musste das Training nach nur zwei Runden komplett abschreiben. Ein Getriebewechsel zwang den McLaren-Piloten zu einer langen Pause in der Garage, sodass keine repräsentative Rundenzeit zustande kam. Sein Teamkollege Oscar Piastri schloss die Session auf Rang sieben ab, beklagte jedoch mangelnden Grip an der Hinterachse.

Auch für die Lokalmatadoren lief der Auftakt holprig. Fernando Alonso verpasste den Beginn des Trainings, da sein Aston Martin mit Kupplungsproblemen in der Box stand; am Ende reihte sich der Spanier auf Platz 17 ein, während Carlos Sainz den 16. Rang belegte.
George Russell warnt vor den Gefahren des Kurses
Bereits im Vorfeld der Fahrten hatte Mercedes-Fahrer George Russell, der das erste Training auf Rang fünf beendete, die extreme Enge des Kurses kritisiert. <a href="https://www.bbc.co.
„In Monaco, the walls are closer, but because you’re going far slower, if you make a mistake, you’re not into the wall as quickly, and you can recover it sometimes, a small lock-up.“
George Russell, Mercedes-Pilot
Russell wies zudem darauf hin, dass Kurven wie die Passagen 5, 7 und 17 bei gleichzeitigem Bremsen und Einlenken ein enormes Risiko für Blockierende Räder und Einschläge bergen, was an Baku erinnere.
Hinter der Spitze platzierten sich Max Verstappen auf dem sechsten Rang sowie das Audi-Duo mit Nico Hülkenberg auf Platz zwölf und Gabriel Bortoleto auf Platz 13 im geschlossenen Mittelfeld. Die Teams bereiten sich nun auf das finale Training und die bevorstehende Qualifikation am Samstag vor.