Ein Mitarbeiter der Bodenabfertigung ist am Montagabend auf dem Rollfeld des internationalen Flughafens Montreal-Trudeau nach dem Zusammenstoß mit einem Flugzeug ums Leben gekommen. Der Airbus A350 von French bee befand sich kurz vor dem Abflug nach Paris, als es während des Rangiervorgangs zu dem tödlichen Unfall kam.
Am Montréal-Trudeau International Airport hat ein schwerer Unfall auf dem Rollfeld das Leben eines Flughafens Mitarbeiters gefordert. Die Tragödie ereignete sich am Montagabend gegen 19:30 Uhr, kurz bevor ein Airbus A350-900 der Fluggesellschaft French bee zu einem planmäßigen Flug nach Paris-Orly abheben sollte.
Tathergang und Einsatz der Rettungskräfte auf dem Rollfeld in Montreal
Nach Angaben von Behörden und beteiligten Unternehmen wurde das Opfer von der rückwärts rollenden Maschine erfasst. Medienberichten zufolge handelte es sich bei dem Verunfallten um einen sogenannten Wing-Walker, der beim Zurücksetzen des Flugzeugs assistierte. Zeugen berichteten gegenüber Radio-Canada, dass der Mann unter das Fahrwerk geriet und Panik ausbrach, als Umstehende die Situation erkannten.
Notdienste rückten umgehend aus und brachten den Verletzten in ein Krankenhaus. Dort erlag er trotz intensiver medizinischer Bemühungen seinen schweren Verletzungen. Die Flughafenbehörde ADM Aéroports de Montréal aktivierte umgehend Notfallmaßnahmen.
Identifikation des Opfers und Anteilnahme der Gewerkschaft IAM
Die Gewerkschaft International Association of Machinists and Aerospace Workers (IAM) bestätigte über soziale Medien, dass es sich bei dem Verstorbenen um den 39-jährigen Oscar Robayo handelte. Er war als Ramp Agent bei dem am Flughafen tätigen Bodenabfertigungsunternehmen Samsic beschäftigt und Mitglied der IAM Union Local 2309, District 140.

Auch Yves Beauchamp, Präsident und Chief Executive Officer der ADM, zeigte sich tief bestürzt. Er erklärte in einer Mitteilung, dass der Verlust eines Mitglieds der Flughafen-Gemeinschaft affects us all deeply
. Die Flughafenleitung und Samsic organisierten umgehend Betreuungsangebote für Passagiere und Angestellte, die das Unglück miterlebt hatten.
Reaktion der Fluggesellschaft French bee und offizielle Untersuchungen
Die betroffene französische Fluggesellschaft French bee teilte mit, dass das Unglück während der Bodenabfertigung im Zusammenhang mit einem Pushback-Schlepper geschah.

Das Unternehmen betonte zudem, dass die genauen Umstände des Vorfalls noch nicht vollständig geklärt seien. Man arbeite uneingeschränkt mit den kanadischen Behörden zusammen, um den Hergang lückenlos aufzuklären.
Um die Unfallursache zu ermitteln, wurden umgehend mehrere offizielle Stellen eingeschaltet. Die kanadische Flugsicherheitsbehörde Transportation Safety Board of Canada hat Ermittler an den Einsatzort entsandt. Zudem führt die provinzielle Arbeitsschutzbehörde CNESST eine separate Untersuchung durch. Laut Angaben der Montrealer Polizei ist auch Employment and Social Development Canada als zuständige Bundesbehörde in die Aufklärung eingebunden.
Der kanadische Verkehrsminister Steven MacKinnon äußerte sich ebenfalls zu dem Vorfall und kündigte an, dass ein ministerieller Beobachter eingesetzt werde, um die Bundesregierung über die Fortschritte der Untersuchung auf dem Laufenden zu halten.