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Dudenhöffer: Preisunterschied zwischen E-Autos und Verbrennern schrumpft

Die Anschaffungspreise für Elektroautos und Verbrenner in Deutschland haben sich im September 2025 beziehungsweise in den folgenden Monaten weiter angenähert. Laut einer aktuellen Marktstudie betrug der durchschnittliche Aufpreis für reine Stromer im September 2.124 Euro. Grund für die schrumpfende Preislücke sind steigende Rabatte und der Markteintritt günstigerer Modelle.

Die finanzielle Kluft zwischen Verbrennern und reinen Elektroautos auf dem deutschen Markt schrumpft spürbar. Nach Berechnungen des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer kosteten batterieelektrische Fahrzeuge im September 2.124 Euro mehr als vergleichbare Verbrennermodelle. Gegenüber dem Vormonat August sank der durchschnittliche Preisabstand damit um 125 Euro, wie aus den monatlichen Auswertungen des privaten Center Automotive Research (CAR) hervorgeht.

Für die Untersuchung verglichen die Experten jeweils die 25 meistverkauften Verbrenner- und Elektromodelle in Deutschland. Bei dem Modellvergleich ist die staatliche Kaufprämie für Elektroautos in dem Preisvergleich hingegen nicht berücksichtigt.

Dudenhöffer: Preisunterschied zwischen E-Autos und Verbrennern schrumpft
Foto: Tagesschau

Marktentwicklung im Jahresverlauf und historischer Vergleich

Der Blick auf die vergangenen Quartale zeigt eine deutliche Berg- und Talfahrt bei den Transaktionspreisen, die offizielle Listenpreise abzüglich von Online- und Vermittlerrabatten abbilden. Im Dezember 2025 lag der durchschnittliche Aufpreis für ein E-Auto bei lediglich 1.328 Euro, bevor er bis zum Juli auf 2.363 Euro anstieg. Obwohl der Abstand im September mit 2.124 Euro wieder leicht schrumpfte, liegt er damit noch immer knapp 800 Euro über dem Niveau vom Dezember des Vorjahres.

Im langfristigen Vergleich relativieren sich diese Schwankungen jedoch erheblich. Im Oktober 2024 betrug die Preislücke zwischen den beiden Antriebsarten noch mehr als 6.500 Euro. In der Frühphase der Elektromobilität mussten Käufer sogar Preisdifferenzen von bis zu 15.000 Euro in Kauf nehmen.

Steigende Rabatte und der Einfluss neuer Kleinwagen

Mittlerweile hat sich die Marktdynamik gedreht und neue Modelle erhöhen den Druck. Bei den 25 meistverkauften vollelektrischen Modellen zogen die Preisnachlässe im September spürbar an und erreichten im Durchschnitt 17,9 Prozent, verglichen mit 17,4 Prozent im Vormonat.

Dudenhöffer: Preisunterschied zwischen E-Autos und Verbrennern schrumpft
Foto: aktien.news

Der ID. Polo und weitere neue E-Autos aus dem VW-Konzern erhöhen Dudenhöffer zufolge den Preisdruck auf ältere vollelektrische Kleinwagen.

Handelsblatt und dpa, Marktstudie Center Automotive Research (CAR)

Dudenhöffer ging davon aus, dass sich dieser Trend in den kommenden Monaten noch verstärken dürfte. Der Markteintritt günstigerer Elektromodelle dürfte besonders im Kleinwagensegment den Wettbewerb verändern.

Wirtschaftlicher Kontext und Marktbedeutung für den Autohandel

Zuvor machten nach Angaben des Instituts hohe Spritpreise und die staatliche Prämie Elektroautos attraktiv. Die von der Bundesregierung berichtete Förderung wurde bereits von 100.000 Antragstellern genutzt, was auf eine relevante Nachfragewirkung hindeutet.

Für den Gesamtmarkt signalisiert die schrumpfende Preislücke, dass Elektrofahrzeuge zunehmend für breitere Käuferschichten erreichbar werden.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

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