Der ehemalige US-Open-Sieger Dominic Thiem trat im Juni 2026 bei den WorldChanger Foundation Days im Tiroler Hotel Stanglwirt als Sänger auf. Gemeinsam mit Lee Ryan von der Boyband Blue sang er den Hit „U Make Me Wanna“. Die Benefizveranstaltung unter der Schirmherrschaft von Alexander Zverev sammelte Spenden für die psychische Gesundheit von Kindern.
Das musikalische Duett von Dominic Thiem und Lee Ryan
Die Abendveranstaltung im Luxushotel Stanglwirt in Going bei Kitzbühel entwickelte sich von einem sportlichen Netzwerk-Event zu einer überraschenden Bühne für musikalische Experimente. Zunächst sorgte der britische Sänger Lee Ryan für die Unterhaltung, bevor Dominic Thiem unerwartet zum Mikrofon griff. Wie Heute berichtete, stahl der ehemalige Tennisprofi dem Popstar beinahe die Show, indem er textsicher an Ryans Seite sang.

Alexander Zverev, der frischgebackene French-Open-Sieger, hielt den Moment mit seinem Smartphone fest und teilte die Aufnahmen via Instagram mit seinen Followern. Die Gäste reagierten mit lautstarkem Jubel auf den Auftritt des Niederösterreichers, der damit eine Seite zeigte, die weit abseits seiner sportlichen Karriere im Tennis liegt.
Jessica Alba und die Auseinandersetzung mit Selbstzweifeln
Neben den sportlichen und musikalischen Highlights brachte die Veranstaltung internationale prominente Unterstützung nach Tirol. Die US-amerikanische Schauspielerin Jessica Alba war der wohl bekannteste Gast des Wochenendes. In einem sogenannten Fireside-Chat sprach sie über ihre Erfahrungen als dreifache Mutter und thematisierte die Bedeutung mentaler Stärke bei Kindern.

Laut dem Kurier betonte Alba, dass Kinder früh lernen müssten, dass Selbstzweifel kein Versagen darstellen, sondern ein natürlicher Teil vieler Lebenswege sind. Dieser Ansatz spiegelt den Kern der WorldChanger-Initiative wider, die darauf abzielt, Jugendliche durch authentische Vorbilder zu motivieren.
„Bekannte Stimmen erreichen Jugendliche oft besser als klassische Angebote.“
Robert Laner, Gründer der WorldChanger-Initiative
Die Mission der WorldChanger Foundation unter Robert Laner
Die WorldChanger Foundation ist kein neues Projekt, sondern das Ergebnis einer achtjährigen Entwicklung. Robert Laner, ein gelernter Wirtschaftspsychologe und ehemaliger Polizist, rief die Initiative ursprünglich in Salzburg ins Leben. Ziel war es, Menschen auf einer „Reise zu ihrem Ich“ zu begleiten und sie zu ermutigen, „eine gute Zukunft selbst in die Hand zu nehmen“.
Wie Leadersnet berichtet, hat die Organisation zum Beginn des Jahres 2026 offiziell den Status einer gemeinnützigen Stiftung erlangt. Im Zentrum stehen nun „wissenschaftsbasierte Programme, die psychische Gesundheit, Selbstreflexion und ein starkes Mindset zugänglich, modern und greifbar machen“. Die Stiftung setzt dabei bewusst auf eine Form der Inspiration, die über glatte Marketing-Phrasen hinausgeht.
Die beteiligten Prominenten sollen als Vorbilder fungieren, die ehrlich und verletzlich mit ihren eigenen Höhen und Tiefen umgehen. Dieser Fokus auf Authentizität soll es der jungen Zielgruppe ermöglichen, echte Inspiration statt abgedroschener Motivationsfloskeln zu finden.
Padel-Tennis und Networking im Stanglwirt
Das Event kombinierte psychologische Aufklärungsarbeit mit hochkarätigem Networking und sportlichem Ehrgeiz. Rund 400 Gäste aus den Bereichen Sport, Medien und Entertainment reisten nach Going, wie weekend.at über die Besucherzahl berichtete. Neben der Fitness-Expertin Pamela Reif, die Sport-Sessions leitete, waren auch Persönlichkeiten wie DJ Ötzi und Melissa Naschenweng anwesend.

Besonders hervorzuheben ist die Kooperation zwischen der WorldChanger Foundation und der Alexander Zverev Foundation. Zverev lud für die Veranstaltung nicht zu Tennis-, sondern zu Padel-Matches auf den Court. An diesen Partien nahmen unter anderem sein Bruder Mischa, Dominic Thiem sowie weitere Sportler und Persönlichkeiten wie Roman Weidenfeller teil.
Die Veranstaltung diente nicht nur dem Networking, sondern primär der Mittelbeschaffung, um die Mission der Stiftung zu skalieren. Die Kombination aus Glamour – etwa durch auffällige Fashion-Moments wie das transparente Kleid von Melissa Naschenweng – und ernsthaften Themen wie der mentalen Gesundheit schuf eine spezifische Dynamik, die laut den Veranstaltern die Reichweite der Botschaft erhöht.
„Diese zwei Tage haben gezeigt, wie viel entsteht, wenn Menschen ihre Reichweite nicht nur teilen, sondern Verantwortung übernehmen. Die Energie, die wir hier gespürt haben, ist inspirierend – vor allem, weil sie bei den Kindern ankommt. Und gerade, weil wir das inzwischen im vierten Jahr erleben, wissen wir: Wenn wir unsere Kräfte bündeln, können wir gemeinsam richtig viel Gutes bewegen.“
Maria Hauser, Juniorchefin des Hotels Stanglwirt
Die WorldChanger Days 2026 markieren damit eine Professionalisierung der Initiative. Durch den neuen Status als gemeinnützige Stiftung und die strategische Einbindung von globalen Markenbotschaftern wie Alba und Zverev positioniert sich die Organisation als ernstzunehmender Akteur im Bereich der präventiven psychischen Gesundheit für Jugendliche. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass die Grenze zwischen Profisport, Popkultur und Psychologie in der modernen Charity-Arbeit zunehmend verschwimmt, um dort anzukommen, wo junge Menschen heute ihre Vorbilder finden.
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