Monseñor Richard Daniel Alarcón Urrutia, Erzbischof von Cusco, verstarb am Freitag, dem 30. Oktober 2026, im Alter von 74 Jahren nach langer Krankheit. Sein Tod ereignete sich nur fünfzehn Tage vor der für den 15. November geplanten Ankunft von Papst Leo XIV. in der peruanischen Stadt, wie aus Berichten von InfoVaticana hervorgeht.
Trauer in Cusco und päpstliches Beileid
Die Conferencia Episcopal Peruana gab das unerwartete Ableben der kirchlichen Autorität bekannt und bat die Gläubigen um Gebete für das ewige Ruhen seiner Seele, wie Latina Noticias berichtete. Der Erzbischof von Lima, Kardinal Carlos Castillo, äußerte sich im Radiosender RPP tief betroffen über den Verlust und würdigte Alarcón als einen großen Franziskaner, der in der Diözese von Tarma und später in Cusco insgesamt etwa 30 Jahre lang mit totaler Hingabe und großzügiger Aufopferung gedient habe, bevor er nach langer Krankheit verstarb.
Die peruanische Kirche trauert um zwei Bischöfe innerhalb von weniger als 48 Stunden, da kurz nach dem Tod von Erzbischof Alarcón auch der aus Puno stammende Bischof Jorge Pedro Carrión Pavlich im Alter von 76 Jahren in einer Klinik in Lima verstarb.
Papst Leo XIV. richtete eine handschriftliche Botschaft an den Koadjutorerzbischof Lizardo Estrada Herrera, in der er sein tiefes Beileid für die Familie, den Klerus und die Gläubigen der Erzdiözese ausdrückte, so Religión Digital.

In dem Telegramm würdigte das Kirchenoberhaupt den Verstorbenen als aufopferungsvollen Hirten:
Darüber hinaus gedenke ich dieses selbstlosen Hirten, der jahrelang und treu sein Leben in den Dienst Gottes und der Kirche gestellt hat, und bete für das ewige Seelenruhe seiner Seele, auf dass der Herr Jesus ihm die Krone der Herrlichkeit verleihe, die nicht verwelkt
Papst Leo XIV.
Vorbereitungen auf den Papstbesuch und Übergabe der Ämter
Bis zu seinem Tod hatte der Prälat die Vorbereitungen für den anstehenden Besuch von Papst Leo XIV. in der Region geleitet, der Teil einer Südamerikareise vom 6. bis 17. November 2026 ist, wie Vatican News mitteilte, berichtet Vaticannews. Der Pontifex wird am 15. November in Cusco erwartet, wo Begegnungen mit Gläubigen im Parque Arqueológico Nacional de Sacsayhuamán und ein Angelus-Gebet auf dem Platz vor der Kathedrale auf dem Programm stehen, wie RPP berichtete.
Nach dem Tod von Monseñor Alarcón übernimmt der am 29. August 2026 von Papst Leo XIV. ernannte Koadjutorerzbischof Lizardo Estrada Herrera automatisch die Leitung der Erzdiözese mit dem Recht der direkten Nachfolge, wie InfoVaticana berichtete.
Lebenslauf von Richard Daniel Alarcón Urrutia
Richard Daniel Alarcón Urrutia wurde am 10. April 1952 in Lima geboren. Im Jahr 1969 trat er in den Franziskanerorden ein und empfing am 8. Dezember 1976 die Priesterweihe, nach philosophischen Studien in Cusco und theologischen Studien in Lima, wie die Conferencia Episcopal Peruana mitteilte. Im Jahr 1993 erhielt er die Erlaubnis zum Austritt aus dem Orden und wurde in die Diözese Tarma inkardiniert. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn am 13. Juni 2001 zum Bischof von Tarma.
Im Jahr 2012 übernahm er den Vorsitz von Cáritas del Perú. Papst Franziskus ernannte ihn am 27. Oktober 2014 zum Erzbischof von Cusco, wo er sein Amt am 3. Januar 2015 antrat. Zudem leitete er von 2018 bis 2025 die Bischöfliche Liturgiekommission der Peruanischen Bischofskonferenz, so die Aufzeichnungen der Conferencia Episcopal Peruana.

Die öffentliche Aufbahrung des verstorbenen Erzbischofs begann am Samstag, dem 31. Oktober 2026, in der Kathedrale von Cusco. Die Beisetzung in der Krypta der Kathedrale fand im Rahmen einer Begräbnismesse am Sonntag, dem 1. November 2026, dem Hochfest Allerheiligen, statt, wie InfoVaticana berichtete.
Ob die genauen organisatorischen Abläufe für den bevorstehenden Besuch von Papst Leo XIV. durch den neuen Amtsinhaber in allen Punkten unverändert bleiben, bleibt offen.