Elon Musk wurde am Freitag, den 12. Juni 2026, nach dem Börsengang von SpaceX zum ersten Billionär der Welt. Durch den Nasdaq-Handel unter dem Ticker SPCX stieg sein geschätztes Vermögen laut Forbes auf 1,1 Billionen US-Dollar, während CBS News basierend auf dem Schlusskurs eine Summe von rund 1,14 Billionen US-Dollar beziffert.
Der Weg zur Billion: Kurssprünge und Vermögensschätzungen
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Der Aufstieg zur ersten Billionen-Marke war das Ergebnis eines explosiven Börsendebüts. SpaceX legte den Börsengang am Donnerstag zu einem Preis von 135 US-Dollar pro Aktie fest. Als der Handel am Freitag startete, sprang der Kurs unmittelbar auf 150 US-Dollar, was Musks Vermögen laut Forbes bereits am Freitagmorgen auf 1,1 Billionen US-Dollar hob.
Die Schätzungen variieren je nach Bezugspunkt. Während die BBC unter Berufung auf Bloomberg das Nettovermögen auf etwa 1,11 Billionen US-Dollar beziffert, rechnet CBS News mit einem höheren Wert. Bei einem Schlusskurs von 160,95 US-Dollar am Freitagabend erreichte Musks Vermögen demnach etwa 1,14 Billionen US-Dollar.
Die mathematische Basis dieses Vermögens liegt in Musks massiver Beteiligung an SpaceX. Er hält 4,8 Milliarden Aktien sowie 350 Millionen Aktienoptionen. Je nach Quelle wird sein Anteil am Unternehmen mit 38 Prozent (Forbes) oder 42 Prozent (CBS News) angegeben. Vor dem Börsengang wurde sein Vermögen auf 813 Milliarden US-Dollar geschätzt, was bereits mehr als das Doppelte des zweitreichsten Mannes der Welt, Google-Mitgründer Larry Page (ca. 288 Milliarden US-Dollar), betrug.
Die Volatilität des Marktes bleibt jedoch ein Faktor. CBS News weist darauf hin, dass zukünftige Kursrückgänge Musk theoretisch wieder unter die Billionen-Grenze drücken könnten.
Rekord-IPO: SpaceX übertrifft Saudi Aramco
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Der Börsengang von SpaceX markiert einen historischen Meilenstein für die Finanzwelt. Wie Fox Business berichtet, sammelte das Unternehmen 75 Milliarden US-Dollar ein. Damit ist es der größte Börsengang der Geschichte und übertrifft den bisherigen Rekord von Saudi Aramco aus dem Jahr 2019, der bei 29 Milliarden US-Dollar lag.
Die Marktbewertung des Unternehmens wird je nach Quelle mit 1,8 Billionen US-Dollar (Fox Business) bis zu fast 2 Billionen US-Dollar (Forbes) beziffert. Ein wesentlicher Treiber dieses Wertes ist Starlink, das Satelliten-Internetgeschäft, das laut IPO-Unterlagen im vergangenen Jahr den Großteil des Gesamtumsatzes von 18,67 Milliarden US-Dollar generierte.
Die Nachfrage der Anleger war massiv. Reuters meldete eine Auftragssumme von über 250 Milliarden US-Dollar, während Bloomberg berichtete, dass allein Privatanleger Anfragen für Aktien im Wert von mehr als 70 Milliarden US-Dollar stellten. Ungewöhnlich für ein Geschäft dieser Größe ist die Zuteilung von mindestens 20 Prozent des Angebots an Privatanleger.
Kritik an der „neuen Gilded Age“ und die soziale Kluft
Elon Musk's road to trillionaire status: Here's what to know
Während Teile der Finanzwelt den Aufstieg feiert, sehen Menschenrechtsorganisationen darin ein Warnsignal für die globale Ungleichheit. Die enorme Konzentration von Kapital in den Händen einer einzelnen Person wird als Symptom einer systemischen Krise gewertet.
„Elon Musks Aufstieg zu einem Billionen-Vermögen stellt einen Meilenstein dar, der einst für unvorstellbar gehalten wurde und verdeutlicht, wie schnell in einer zunehmend vernetzten und technologiegetriebenen Welt Reichtum geschaffen werden kann.“
Matt Durot, stellvertretender Redakteur für Vermögenswerte bei Forbes
Diese Sichtweise wird von Oxfam America deutlich schärfer formuliert. Nabil Ahmed, Senior Director for Economic Justice, bezeichnete den Status als „neuen Gipfel der Oligarchie“ und sprach von einem „neuen Gilded Age“ der Ungleichheit.
Die Dimensionen dieses Reichtums lassen sich kaum in Zahlen fassen. Oxfam gibt an, dass Musks Vermögen nun größer ist als das der unteren 46 Prozent der Weltbevölkerung – was etwa 3,8 Milliarden Menschen entspricht. Zum Vergleich: Nur 19 Länder weltweit haben ein Bruttoinlandsprodukt (BIP), das die Marke von einer Billion US-Dollar überschreitet.
Kontrolle und Vision: Die Zukunft nach dem Börsengang
Trotz des öffentlichen Handels bleibt die Machtstruktur bei SpaceX fast unberührt. Das Unternehmen implementierte eine Dual-Class-Aktienstruktur, die sicherstellt, dass die Kontrolle fest in Musks Händen bleibt. Class-B-Aktien verfügen über zehn Stimmen, während die öffentlich gehandelten Class-A-Aktien nur eine Stimme pro Aktie haben.
Für Musk ist das Kapital ein Mittel zum Zweck für seine langfristigen Ziele. Bei einem Event im Hauptquartier Starbase in Texas betonte er die Mission des Unternehmens:
„SpaceX möchte in der Lage sein, Sie zum Mond zu bringen, Sie zum Mars und letztendlich darüber hinaus.“
Elon Musk, CEO von SpaceX
Neben der Raumfahrt blickt Musk auf eine radikale Transformation durch Künstliche Intelligenz und Robotik. In einem exklusiven Gespräch mit Forbes prognostizierte er, dass die digitale Intelligenz in fünf Jahren die Summe aller menschlichen Intelligenz übertreffen werde. Zudem erwartete er in diesem Zeitraum eine Population von mindestens 100 Millionen humanoidem Robotern, möglicherweise sogar eine Milliarde.
Wirtschaftlich sieht Musk eine massive Expansion voraus. Er sagte voraus, dass die Wirtschaft in fünf bis sechs Jahren wahrscheinlich doppelt so groß sein werde wie heute, wobei in einem Zeitraum von fünf bis sieben Jahren „gigantische Veränderungen“ eintreten würden.
Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.
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