Zum Inhalt springen
Unterhaltung

Eknoor Singh verdient hohe Summen mit dem Zuschnitt viraler Videos

Eknoor Singh verdient monatlich mindestens 10.000 Pfund mit dem Zuschnitt viraler Social-Media-Videos. Der 22-Jährige aus London ist einer von vielen sogenannten Clippers, die längeres Filmmaterial in kurze Vertikalformate für Plattformen wie TikTok und Instagram umwandeln und damit vierstellige bis sechsstellige Jahreseinkommen erzielen.

Im digitalen Zeitalter hat sich ein lukrativer Berufszweig etabliert: Junge Video-Redakteure filtern aus langen Podcasts, Interviews oder Musikvideos die stärksten Momente heraus und bereiten diese für mobile Endgeräte auf. Das Modell basiert auf der engen Verbindung zwischen Reichweite und direkter Bezahlung, wobei die Schere zwischen Top-Verdienern und der Masse der Einsteiger weit auseinandergeht.

Eknoor Singh und das Geschäft mit Clips von Dua Lipa bis Sabrina Carpenter

Der 22-jährige Eknoor Singh benötigt nach eigenen Angaben lediglich ein Mobiltelefon und eine stabile Internetverbindung, um sein Einkommen zu erwirtschaften. Die Abrechnung erfolgt dabei häufig leistungsorientiert über die erzielten Abrufe. Bei einer Vergütung von bis zu drei Dollar beziehungsweise rund 2,30 Pfund pro 1.000 Aufrufe über verschiedene Plattformen hinweg kann ein einzelner viraler Beitrag erhebliche Einnahmen generieren. Seinen Einstieg in diesen Markt fand Singh im Vorjahr, als er mit einem kurzen Instagram-Video der Popmusikerin Dua Lipa einen Betrag von 300 Dollar einnahm. Inzwischen beläuft sich sein monatlicher Verdienst nach eigenen Angaben auf at least £10,000 a month, wie die Berichte im Detail ausführen.

Plattformen, Agenturen und die ökonomische Realität

Hinter der Vermittlung zwischen den Urhebern längerer Inhalte und den Redakteuren stehen spezialisierte Intermediäre. Zu den Plattformen, auf denen entsprechende Aufträge ausgeschrieben werden, gehören allgemeine Foren wie Reddit und Discord sowie dedizierte Agenturen wie Clipping Culture, Vyro, Whop und Kick. Letztere erheben Gebühren von den auftraggebenden Unternehmen. Zu den Kunden von Clipping Culture zählen bekannte Marken wie Capital Records, Universal Music Group und HBO Max. Für große Firmen erweist sich die Zusammenarbeit mit jungen Redakteuren im Schlafzimmer als deutlich kostengünstiger und oft effektiver als klassische Onlinewerbung.

Trotz einzelner sechsstelliger Einkommen dämpfen Experten die Erwartungen an den Gesamtmarkt. Wer in diesem Bereich erfolgreich sein wolle, müsse stundenlang Inhalte sichten und regelrecht in dieser digitalen Welt leben.

Teilen Facebook X WhatsApp E-Mail
Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.