Die Aktion macht auf zunehmende Lichtverschmutzung, Energieverschwendung und die Folgen für Mensch, Tier und Umwelt aufmerksam.
Um diesen Trend ins Bewusstsein zu rücken, ruft die internationale Earth Night
am Freitag, 11. September, dazu auf, die Beleuchtung drastisch zu reduzieren. Während in den oberösterreichischen Gemeinden und Städten konkrete Schalter umgelegt werden, setzt eine andere Region auf das bewusste Naturerlebnis.
Braunau am Inn schaltet kommunale Beleuchtung ab
In Braunau heißt es an dem September-Neumond wieder: Licht aus – für eine ganze Nacht
. Die Stadt beteiligt sich offiziell an der Initiative und greift zu konkreten Abschaltmaßnahmen. Ab 22 Uhr klickt die Außenbeleuchtung ausgewählter kommunaler Gebäude nach unten.
Betroffen von der nächtlichen Dunkelheit sind unter anderem das Rathaus, das Hallenbad und die Freiwillige Feuerwehr Haselbach. Die Stadtverwaltung reagiert damit auf ein Problem, das weit über den bloßen ästhetischen Verlust des Sternenhimmels hinausgeht. Zu viel Kunstlicht gilt als pure Energieverschwendung und greift direkt in biologische Rhythmen ein.
Die kommunalen Maßnahmen zielen vor allem darauf ab, den Schlaf von Menschen zu schützen und die natürlichen Lebensräume von nachtaktiven Vögeln sowie Insekten zu bewahren, die durch permanente Aufhellung stark gestört werden.
Sternenhimmel und Naturerlebnis im Naturnachtgebiet Eisenwurzen
Während städtische Gebäude im Dunkeln bleiben, zeigt sich der Nachthimmel an anderer Stelle von seiner ungestörten Seite. Im Naturnachtgebiet Eisenwurzen präsentiert sich der Sternenhimmel in seiner natürlichen Pracht. Mehrere Veranstaltungen laden dort dazu ein, die Nachtlandschaft ganz ohne störendes Kunstlicht zu erleben.
Die Organisatoren vor Ort nutzen den Aktionstag, um gezielt auf den Schutz dunkler Nächte aufmerksam zu machen.
Dimmbare LED-Leuchten als dauerhafte Maßnahme
Die Earth Night markiert für viele teilnehmende Kommunen nicht nur einen einmaligen Aktionstag, sondern unterstreicht langfristige Strategien. So hat Braunau längst begonnen, die Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet technisch umzubauen.

Die Kommune rüstet laufend auf moderne, dimmbare LED-Leuchten um. Diese technische Umstellung erlaubt es der Stadt, die Beleuchtungsstärke zwischen 23 und 5 Uhr nachts um rund 50 Prozent zu drosseln. Dadurch werden Energie und Kosten gespart und gleichzeitig die Lichtverschmutzung spürbar verringert.