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Berlin-Wahlumfrage: Die Linke liegt knapp vor der CDU an der Spitze

September 2026 liegt die Linke in einer aktuellen Infratest-dimap-Umfrage für die ARD mit 21 Prozent knapp vor der CDU mit 20 Prozent. Mehrere Parteien rücken an der Spitze eng zusammen, während der Regierende Bürgermeister Kai Wegner nicht mehr antritt.

Elif Eralp und Infratest dimap

Der Berliner Wahlkampf biegt auf seine Zielgerade ein, und die politische Landschaft der Hauptstadt zeigt sich kurz vor dem Gang an die Urnen so eng wie in keinem anderen Bundesland. In einer neuen repräsentativen Erhebung von Infratest dimap, die von Montag bis Mittwoch unter 1.528 Wahlberechtigten in Berlin (bzw. 1.527 laut dpa-Angaben) für die ARD durchgeführt wurde, übernimmt die Linke mit ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp die Spitzenposition (die Partei käme auf 21 Prozent).

Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze zwischen Linken und CDU

Stefan Evers und die CDU

Gegenüber der vorangegangenen Erhebung konnte die Linke zwei Prozentpunkte zulegen und lässt damit die Christdemokraten hinter sich. September). Bei der vergangenen Abgeordnetenhauswahl im Jahr 2023 hatte die CDU noch 28,2 Prozent geholt, während die Linke damals bei 12,2 Prozent lag, wie aus Daten hervorgeht, die über Zugewinne und Verluste informieren.

Hinter den beiden Erstplatzierten bleibt das Feld dicht gedrängt. Die AfD verzeichnet unverändert 18 Prozent und wird damit doppelt so stark eingestuft wie bei der Wahl 2023. Die Grünen büßen zwei Prozentpunkte ein und kommen auf 16 Prozent. Die SPD verzeichnet einen leichten Zuwachs von einem Prozentpunkt und erreicht aktuell 12 Prozent, während das BSW bei seiner ersten Teilnahme an einer Abgeordnetenhauswahl in Berlin bei 4 Prozent notiert wird und damit um den Einzug in das Parlament bangen muss. Alle anderen Parteien, darunter auch die FDP, liegen derzeit zusammen bei 9 Prozent.

Hintergrund der vorgezogenen Dynamik und die Fünf-Prozent-Hürde

Kai Wegner und Steffen Krach

Die vorgezogene politische Ausgangslage in der Bundeshauptstadt ist auch das Resultat personeller Veränderungen an der Regierungsspitze. Der amtierende Regierende Bürgermeister Kai Wegner, der das Amt seit 2023 innehatte, zog seine erneute Kandidatur vor zwei Monaten zurück. Vorausgegangen waren verschiedene Kontroversen um seine Person, darunter die Kritik an seinem Krisenmanagement während des großen Stromausfalls zu Jahresbeginn (etwa dazu, wie er mit dem Stromausfall in Berlin Anfang des Jahres umgegangen ist). Im deutschlandweiten Vergleich war er der Regierungschef mit dem geringsten Rückhalt in der Bevölkerung. Am Mittwoch waren zudem strafrechtliche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover gegen SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach bekanntgeworden, wobei dieser Vorwürfe der Bereicherung kategorisch zurückwies.

Berlin-Wahlumfrage: Die Linke liegt knapp vor der CDU an der Spitze
Photo: zeit.de
Berlin-Wahlumfrage: Die Linke liegt knapp vor der CDU an der Spitze
Photo: Tagesschau

Das BSW kämpft derweil um den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde, ein Szenario, das Beobachter an die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erinnert (wie bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt könnte es spannend werden, ob das BSW den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schafft). Zurzeit regiert in der Hauptstadt ein Bündnis aus CDU und SPD, während auch Grüne, Linke und AfD im Abgeordnetenhaus vertreten sind. Ein Bündnis mit der AfD haben die anderen Parteien ausgeschlossen. Müssten sich die Wahlberechtigten in Berlin zwischen einem CDU-, Linken- und Grünen-geführten Senat entscheiden, dann würde sich gut jeder Dritte (34 Prozent) für eine CDU-Führung aussprechen, 28 Prozent wären für eine Führung der Linken und jeder Fünfte (19 Prozent) für einen Grünen-geführten Senat. Müssten sie sich nur zwischen Linke und CDU entscheiden, die in den Umfragen ganz vorn liegen, zeigt sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Jeweils 42 Prozent würden sich dann für einen CDU-geführten bzw. einen Linken-geführten Senat entscheiden.

September

Forschungsgruppe Wahlen für den 11. und 17.

Meinungsforscher betonen, dass es sich bei den erhobenen Daten ausdrücklich um keine Prognosen für den Wahlausgang handelt, sondern um eine Momentaufnahme der politischen Stimmung in der laufenden Woche (die befragt die politische Stimmung in der laufenden Woche). Nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen der Wählerschaft erschweren die Gewichtung der Daten.

Berlin-Trend: Die Linke in Wahlumfrage vorne, CDU verliert

Für rund zwei Drittel der Wahlberechtigten steht die Entscheidung nach eigener Aussage fest, während ein weiteres Sechstel zu den Nichtwählern tendiert oder keine klare Neigung erkennen lässt. Am Freitag (11.) und am Donnerstag (17.) werden weitere Umfragedaten der Forschungsgruppe Wahlen erwartet.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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