Die Dokumentation «You Can See Everything» kommt am 9. Dezember 2026 in die Kinos, wie die Verleiher bestätigen. Das von Nathan Fielder und Lance Oppenheim inszenierte Werk begleitet die Gründerin von Theranos, Elizabeth Holmes, in den Wochen vor ihrer Inhaftierung.
Einblicke vor dem Haftantritt
Das Projekt dokumentiert einen Zeitraum, der 34 Tage vor dem Antritt ihrer Haftstrafe begann. Holmes war im Jahr 2022 zu elf Jahren Gefängnis verurteilt worden und befindet sich in einer Justizvollzugsanstalt im texanischen Bryan. Produziert wurde der Film von A24, einem Studio hinter kommerziellen Erfolgen wie «Everything Everywhere All at Once» und «The Backrooms», während Sony Pictures die Distribution und den Vertrieb übernimmt.
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Ehemalige Investoren hatten rund 945 Millionen US-Dollar in ihr einst als Vision gefeiertes Biotech-Startup gesteckt, das schließlich als betrügerisch entlarvt wurde. Die Dokumentation zeigt unter anderem intime Hausszenen, darunter Sequenzen, in denen Holmes Eier aufschlägt und Evans eingreift. Kritiker und Zuschauer haben sich intensiv mit den Absichten der Beteiligten auseinandergesetzt, während Evans betonte, dass er das Projekt keineswegs bereue.
Kommerzieller Erfolg an den Kinokassen
Nach seiner Premiere auf dem 53. Telluride Film Festival erwies sich der Film als Publikumserfolg und sorgte für großes Aufsehen online. In Nordamerika spielte er zum Kinostart rund 15,6 Millionen US-Dollar in 855 Kinos ein. Damit erzielte das Werk, abgesehen von Konzertdokumentationen, das zweithöchste Startwochenende für einen Dokumentarfilm seit Michael Moore’s «Fahrenheit 9/11» im Jahr 2004. Bis zum vierten Tag eroberte der Film die Spitze der nordamerikanischen Kino-Charts, und in der zweiten Woche steigerte sich das Einspielergebnis um 20 Prozent auf rund 18,73 Millionen US-Dollar.

Reaktionen auf die Darstellung im Film
Billy Evans, der Partner von Elizabeth Holmes, äußerte sich auf der Plattform X zu den im Film gezeigten Szenen und den Reaktionen der Öffentlichkeit. Zu den Diskussionen um seine Person und Vorwürfe, er kontrolliere seine Partnerin, erklärte er, dass jeder, der sie kenne, diese Idee lächerlich finden würde, da sie eine starke und unabhängige Persönlichkeit habe. Wir sind Partner in jedem Sinne,
teilte er mit und fügte hinzu, dass sie einander herausfordern und die Welt gemeinsam meistern. Zudem erklärte er auf Nachfragen zu bestimmten Szenen, warum er Fielder daran hinderte, mit dem Vater von Holmes zu sprechen; er habe die verbleibenden drei Tage vor ihrer Haft lieber direkt mit ihr verbringen wollen.
Hold our kids tight and talk all night.
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