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Unterhaltung

Elizabeth Holmes zeigt sich in neuer Nathan-Fielder-Doku

Elizabeth Holmes lädt den Filmemacher Nathan Fielder in ihr kalifornisches Strandhaus ein für eine surreale Dokumentation mit dem Titel You Can See Everything, die im Oktober in die Kinos kommen soll, nur wenige Wochen vor ihrer Haftstrafe wegen Theranos-Betrugs.

Lange vor dem Beginn ihrer elfjährigen Haftstrafe in einem texanischen Bundesgefängnis hat die verurteilte Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes den bekannten TV-Comedian Nathan Fielder in ihr gemietetes Strandhaus in Del Mar eingeladen. Das Ergebnis dieser ungewöhnlichen Begegnung ist die 174-minütige Dokumentation „You Can See Everything“, die Fielder gemeinsam mit Co-Regisseur Lance Oppenheim inszeniert hat.”

Einladung nach Del Mar und das Spiel mit der Realität

Im Jahr 2023, genau 34 Tage bevor sie ihre Haft im Bundesgefängnis im texanischen Bryan antreten musste, suchte die damals reklamierte Holmes die Öffentlichkeit auf ganz eigene Weise. Sie und ihr Partner Billy Evans baten Fielder und Oppenheim sowie zwei Führungskräfte des Filmstudios A24 zu sich, um ihre Sicht der Dinge darzustellen.

YOU CAN SEE EVERYTHING Filmkritik (KEINE Spoiler!) | Nathan Fielder | Elizabeth Holmes

Fielder gerät in dem Film in die seltene Rolle des geradlinigen Beobachters. Angesichts der unberechenbaren Gesprächspartnerin greifen seine sonst so treffsicheren, irritierenden TV-Methoden nicht. She just thinks differently, beschreibt Partner Billy Evans die Situation und verteidigt damit die fortwährenden Beteuerungen von Holmes, sie habe niemals in ihrem Leben gelogen und schlicht kein Unrecht begangen.

Theranos 2.0 und die Ambitionen von Billy Evans

Während Holmes mit stoischem Blick und wachem Ausdruck jede Schuld von sich weist, treibt ihr Partner Billy Evans im Hintergrund neue Projekte voran. Die Berichte über die Entstehung des Films offenbaren Pläne für ein potenzielles Theranos 2.0 – diesmal fokussiert auf den Einsatz von Lasern. Evans agiert dabei als eine dominante Figur an der Seite von Holmes, mit der er zwei kleine Kinder großzieht.

Elizabeth Holmes Meets Nathan Fielder in New Documentary

Fielder nutzt diese Szenen, um aufzuzeigen, wie stark die Tech-Industrie zuweilen auf heiße Luft und wirkmächtige Selbstdarstellung setzt. Die Vergleiche zu früheren prominenten Unterstützern wie Rupert Murdoch, Henry Kissinger oder James Mattis, die dem ursprünglichen Betrug einst auf den Leim gingen, schwingen in jeder Minute mit, während der Filmemacher penibel darauf achtet, nicht selbst zum nächsten Opfer der Manipulation zu werden.

Die Struktur der Dokumentation und der Kinostart im Oktober

Etwa anderthalb Stunden nach Beginn des knapp dreistündigen Werks greift die Realität ein: Holmes tritt ihren Weg in das Gefängnis in Texas an. Ab diesem Punkt bricht die Dokumentation in sich zusammen und wandelt sich zu einem formalen Vexierspiel, das an Orson Welles’ F for Fake erinnert. Archivmaterial, Nachstellungen und überraschende Gastauftritte verzerren die Grenzen zwischen Fiktion und Dokumentation. Das Werk verzichtet auf klassische Stilmittel des Genres und setzt stattdessen auf starre Kameraeinstellungen und kompromisslose Nahaufnahmen.

Elizabeth Holmes Secretly Filmed Doc Before Prison: What to Know About Theranos Founder's Comeback

Die Veröffentlichung des Films im Kino erfolgt am 16. Oktober 2026, wie das Branchen- und Medienumfeld berichtet.

Neue Doku über Elizabeth Holmes: So liefen ihre letzten Tage vor Haftantritt ab
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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

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