In einem Zürcher Coop-Restaurant an der Bahnhofstrasse demonstriert ein Gast die maximale Ausnutzung von Tellergrössen. Währenddessen dementiert die Pressestelle Vorwürfe, wonach alte Lebensmittel für den Restaurantbetrieb zweitverwertet werden.
Wer das Coop-Restaurant im St. Annahof nahe dem Zürcher Hauptbahnhof um halb zwölf Uhr mittags besucht, findet laut Inside Paradeplatz noch problemlos einen Platz. Das Lokal unterscheide sich von Migros-Restaurants vor allem durch zwei Merkmale: Es wird alkoholisches Bier ausgeschenkt, und die Teller werden nicht gewogen. Diese Bedingungen nutzt ein regelmässiger Besucher aus, der dort wöchentlich mit seinem in der Lehre befindlichen Sohn essen geht.
Das System hinter dem maximalen Telleraufbau im Coop St. Annahof
Der Gast wählt laut dem Bericht stets die mittlere Tellergrösse für 10.95 Franken und schichtet die Speisen so hoch, dass nach eigenen Angaben verdammt gut aufpassen
muss, dass nichts herunterfällt. Dieses Vorgehen sorgt demnach gelegentlich für missbilligende Blicke oder Kopfschütteln bei den Kassiererinnen. Mithilfe künstlicher Intelligenz habe der Autor des Berichts eine präzise Bautechnik für den perfekten Fressturm entwickelt.
Das Fundament bilden demnach schwere, kompakte Kartoffeln. Als Aussenmauer oder Bollwerk dienen längliche, stabile Lebensmittel wie Grillgemüse-Sticks, während der Kern aus kleinteiligeren Komponenten wie Gemüse oder Schweinefleisch besteht. Den krönenden Abschluss bildet eine Pyramide aus formbaren Speisen. Ein physikalisches Gesetz gilt dabei unbedingt: Wegen der Statik herrscht ein striktes Saucen-Verbot, da zähe Flüssigkeiten wie ein Gleitmittel wirken und den Turm auf dem Weg zur Kasse zum Einsturz bringen könnten.
Dementi zu Vorwürfen um abgelaufenes Fleisch
Neben den Beobachtungen im Restaurant schildert der Bericht auch einen Vorfall am Freitagnachmittag im Coop-Geschäft. Ein Leser habe beobachtet, wie Angestellte 40-Prozent-Sticker auf ältere Lebensmittel klebten. Auf die Frage zu Fleischstücken habe die Filialchefin laut dem Bericht geäussert, dass diese nicht reduziert werden, sondern hoch ins Restaurant
kommen, wo sie am Samstag verwendet werden können.
Die zuständige Pressestelle dementierte dieses Vorgehen jedoch klar. Gegenüber Inside Paradeplatz erklärte sie: Uns ist kein entsprechendes Vorgehen bekannt.
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