Der unter dem Namen Clavicular bekannte Streamer Braden Peters wurde am 8. September 2025 in Massachusetts wegen Vergewaltigung und weiterer Delikte angeklagt. Die Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Vorfall vom 23. Mai 2025 in Cape Cod, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht.
Die Anklagepunkte und der zeitliche Ablauf in Massachusetts
Der durch den Internet-Trend des looksmaxxing
bekannt gewordene Braden Peters sieht sich schwerwiegenden strafrechtlichen Vorwürfen gegenüber. Wie Online-Gerichtsakten in Massachusetts dokumentieren, wurden die Vorwürfe am 8. September an einem Gericht in Cape Cod eingereicht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 20-Jährigen offiziell je einen Count Vergewaltigung, die Verabreichung von Betäubungsmitteln zum Zweck des sexuellen Verkehrs sowie die unzulässige Beschaffung und Bereitstellung von Alkohol für eine Person unter 21 Jahren vor.
Die Taten sollen sich nach Angaben der Strafverfolgungsbehörden am 23. Mai 2025 ereignet haben. Für den 14. Oktober wurde eine Anhörung angesetzt.
Verbindung zur Zivilklage in Florida und Darstellung der Vorwürfe
Der strafrechtliche Vorgang deckt sich zeitlich und örtlich mit den Schilderungen einer Zivilklage, die im April desselben Jahres in Miami-Dade County eingereicht wurde. Geklagt hatte die ebenfalls als Influencerin tätige Aleksandra Vasilevna Mendoza, die online als Alorah oder Alorah Ziva auftritt.
In den Gerichtsunterlagen wird detailliert geschildert, wie der Vorfall in Cape Cod aus Sicht der Klägerin ablaufen sein soll. Demnach zahlte Peters ihr ein Uber-Taxi, damit sie zu dem Haus seiner Eltern reiste, in der Hoffnung, ihre eigene Karriere voranzutreiben. Vor Ort habe er sie mit Alkohol versorgt und sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen, während sie stark alkoholisiert und schlafend nicht in der Lage war, eine gültige Einverständniserklärung abzugeben.
Reaktionen des Managements und öffentliche Stellungnahmen
Die Verteidigung und das Umfeld des Influencers weisen die Darstellung der Medien und der Klägerseite entschieden zurück. Ein Sprecher des Streamers, Mitchell Jackson, erklärte gegenüber Pressevertretern, die Berichterstattung blase den Status des Verfahrens künstlich auf, um Traffic zu generieren.

Mitchell Jackson, Repräsentant von Clavicular, erklärte, Clavicular sei noch nicht persönlich zugestellt worden, und wie gewohnt übertreibe das Bulwark den Status eines Falles, um den Traffic zu steigern, während man das Hollywood Reporter für die Faktenprüfung schätze.
Peters selbst äußerte sich über den Kurznachrichtendienst X zu den Vorwürfen und veröffentlichte dort Nachrichten sowie Videomaterial, die nach seiner Darstellung zeigen sollen, dass Mendoza nach dem Treffen den Kontakt suchte und ihm dankbar war. In einem Post schrieb
Braden Peters, Streamer, fragte in einem Beitrag, ob sie auf jede erdenkliche Weise versuche, seine Aufmerksamkeit zu erlangen, etwa durch eine Klage.
Weitere Vorfälle und der Kontext des „Looksmaxxing“-Trends
Der Streamer erlangte in den vergangenen Monaten durch den Internet-Trend des sogenannten „Looksmaxxing“ erhebliche Bekanntheit, welcher inzwischen auch im Merriam-Webster-Wörterbuch verzeichnet ist und extreme Methoden zur Optimierung des äußeren Erscheinungsbildes beschreibt. Neben den aktuellen Vorwürfen geriet Peters im April 2025 mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt. So wurde er in Florida gemeinsam mit anderen Personen wegen des unzulässigen Abfeuerns einer Waffe auf einen Alligator im Everglades-Gebiet angeklagt, was mit Bewährung und Sozialstunden endete. Sein damaliger Anwalt Jeffrey Neiman betonte in diesem Zusammenhang, die Gruppe habe lediglich den Anweisungen eines lizenzierten Airboat-Guides Folge geleistet. Darüber hinaus war Peters im April nach einem mutmaßlichen Zusammenbruch durch Überdosierung in Miami im Krankenhaus behandelt worden, woraufhin er öffentlich ankündigte, vorerst auf den Konsum von Substanzen verzichten zu wollen.”

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