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Technik und Wissenschaft

Christopher Heckscher entdeckt Leuchtkäfer Pyractomena similis wieder

Wissenschaftler haben in den USA den Leuchtkäfer Pyractomena similis wiederentdeckt, der seit dem Jahr 1983 als verschollen galt. Der Insektenforscher Christopher Heckscher von der Delaware State University spürte die Tiere am 3. Juni 2026 auf einer naturbelassenen Wiese im Brandywine Creek State Park auf. Auch in Virginia gelangen Nachweise.

Wiederfund im Brandywine Creek State Park nach 43 Jahren

Manchmal genügt ein winziges Licht in der Dunkelheit, um die Wissenschaft zu überraschen. In den USA ist eine Leuchtkäferart wieder aufgetaucht, die dort seit 1983 nicht mehr nachgewiesen worden war. Pyractomena similis blieb für Forscher praktisch unsichtbar, wie aus einem Bericht von Heute hervorgeht.

Am 3. Juni 2026 war der Insektenforscher Christopher Heckscher von der Delaware State University im Brandywine Creek State Park unterwegs. Es war der letzte Abend seiner gezielten Suche nach der verschollenen Art, nachdem er zuvor bereits mehrere geeignete Lebensräume ohne Erfolg untersucht hatte. Auf einer naturbelassenen Wiese entdeckte er schließlich ein ungewöhnliches Leuchten. Zwischen acht und zwölf Käfer sendeten kurze, bernsteinfarbene Lichtimpulse aus. Die Männchen dieser Art blinken typischerweise zehn- bis zwanzigmal rasch hintereinander, bevor eine kurze Pause folgt. Heckscher erkannte das Muster sofort, und eine anschließende mikroskopische Untersuchung bestätigte seinen Verdacht.

Lage des Artenschutzes und Gefahren durch Lichtverschmutzung

Die Entdeckung ist ein Hoffnungsschimmer für den Artenschutz. Eine im Oktober 2026 veröffentlichte Untersuchung im Fachjournal Journal of Lost Species zeigt jedoch, dass in den USA und Kanada noch immer 28 Leuchtkäferarten als verschollen gelten, was rund 16 Prozent der dort bekannten heimischen Arten entspricht. Neben dem Fund in Delaware gelangen im Jahr 2026 auch in Virginia Nachweise der Art.

Dass Arten als verschollen gelten, bedeutet keineswegs automatisch, dass sie ausgestorben sind. Manche Tiere werden jahrzehntelang übersehen, sind nur wenige Wochen im Jahr aktiv oder leben in schwer zugänglichen Gebieten. Dennoch sind Glühwürmchen, bei denen es sich biologisch um Käfer handelt, massiven Bedrohungen ausgesetzt. Intensive Landwirtschaft, häufig gemähte Wiesen, Pestizide und die zunehmende Lichtverschmutzung gefährden die Populationen. Künstliche Lichtquellen wie Straßenlaternen oder Gartenbeleuchtungen erhellen die Nacht, erschweren das Erkennen der Leuchtsignale und behindern dadurch die Partnersuche der Insekten.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

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