Drei Kunden und zwei Mitarbeiter erlitten in einem Chili’s Grill & Bar in Forest City, North Carolina, Verätzungen im Mundbereich, nachdem versehentlich ein industrieller Entfetter statt Zucker oder Salz für Margaritas verwendet wurde. Das Gesundheitsamt schloss das Restaurant vorübergehend.
Verwechslung an der Bar führt zu Verätzungen
Eine vermeintliche Zutat für den Cocktailrand wurde im Chili’s Grill & Bar in Forest City im Rutherford County zum gesundheitlichen Risiko. Nach Angaben des Foothills Health District verspürten die betroffenen Kunden umgehend ein starkes Brennen in und um den Mund. Zwei Mitarbeiter, die das verdächtige weiße Granulat daraufhin probierten, zeigten dieselbem Symptome.
Alle fünf Personen suchten umgehend lokale Notaufnahmen auf. Die Umstände des Vorfalls riefen umgehend die Gesundheitsbehörden auf den Plan, die das Ausmaß des Fehlgriffs untersuchten.
Der Weg des Reinigungsmittels in den Bar-Bereich
Die Ermittlungen des Foothills Health District zeigten, wie ein Reinigungs- und Instandhaltungsprodukt unbemerkt in den Lebensmittelbereich gelangte. Zwei Tage vor dem Vorfall hatte ein externer Auftragnehmer, der die Außenfassade des Gebäudes mit einem Hochdruckreiniger säuberte, einen granulierten Entfetter an einen Mitarbeiter übergeben. Der Angestellte füllte das chemische Produkt daraufhin in einen unbeschrifteten Behälter um und deponierte diesen im Barbereich.
Am Mittwochmorgen entdeckte ein anderer Mitarbeiter, der die Bar auf den Mittagstisch vorbereitete, den Behälter. Er hielt das weiße Pulver fälschlicherweise für Zucker oder Salz und füllte es in die Behälter an der Station für Getränkeränder. Es ist fast wie ein kleines Tablett, auf dem Wasser oder Limettensaft platziert wird, erklärte Megan Rollins vom Gesundheitsamt gegenüber Medien.
Behördliche Schließung und schnelle Wiedereröffnung
Der Vorfall führte zu einer sofortigen Reaktion der lokalen Lebensmittelaufsicht. Der Foothills Health District suspendierte die Betriebserlaubnis des Restaurants und ordnete an, alle betroffenen Vorbereitungsflächen, Geräte und Oberflächen gründlich zu reinigen und zu sanieren.
Umwelthygiene-Spezialisten überprüften die Maßnahmen am darauffolgenden Donnerstagmorgen. Nach der Feststellung, dass der Standort alle geltenden Lebensmittelsicherheitsanforderungen erfüllte, wurde die Schank- und Speizlizenz wiederhergestellt. Das Restaurant nahm den Betrieb am Donnerstag wieder auf.

Unterschiedliche Berichte zur Verletztenzahl
Ungeachtet der abweichenden Angaben betonte Jason Masters, der Direktor des Foothills Health District, die zugrunde liegende Problematik. Der Fall verdeutliche, wie wichtig die ordnungsgemäße Kennzeichnung, Lagerung und Handhabung von Chemikalien in gastronomischen Betrieben sei, um Kontaminationen zu verhindern.
Reaktionen und verbleibende Fragen
Unter Gästen löste der Vorfall Entsetzen aus. Levonne Baker, ein regelmäßiger Besucher des Lokals, zeigte sich von den Ereignissen stark verunsichert. Er zog in lokalen Berichten Vergleiche zu filmartigen Handlungen und äußerte Bedenken hinsichtlich künftiger Restaurantbesuche.
Über den genauen Schweregrad der Verätzungen machten die Behörden vor Ort keine detaillierten Angaben, da die Betroffenen zur Behandlung in umliegenden Notaufnahmen waren.