Cedric Itten wechselt während der laufenden Weltmeisterschaft ablösefrei von Fortuna Düsseldorf zu Werder Bremen. Der 29-jährige Schweizer Stürmer verstärkt den Kader der Bremer für die kommende Saison. Laut Medienberichten läuft sein neuer Vertrag bis 2029, womit er die Lücke im Sturmzentrum schließen soll, nachdem Düsseldorf in die 3. Liga abstieg.
Der Thioune-Faktor als Entscheidungshilfe
Der Wechsel des Schweizer Nationalspielers ist eng mit Trainer Daniel Thioune verknüpft. Die beiden arbeiteten bereits im vergangenen Sommer bei Fortuna Düsseldorf zusammen, bis Thioune im Oktober freigestellt wurde. In dieser Zeit erzielte Itten unter seiner Führung vier Treffer in neun Partien.
Obwohl auch andere Bundesligisten, darunter der FC Schalke 04, Interesse an dem Angreifer zeigten, war die bestehende Beziehung zu Thioune laut Transfermarkt ausschlaggebend für den Wechsel an die Weser.
Er ist ein großer, körperlich robuster Strafraumstürmer, der Bälle behaupten und festmachen kann und der weiß, wo das Tor steht. Seine Qualitäten werden unsere Möglichkeiten im Angriff erweitern.
Itten selbst betonte, dass der Austausch mit dem Trainer und den Verantwortlichen sehr positiv verlaufen sei, was die Entscheidung für den Traditionsverein beschleunigt habe.
Die Bilanz aus Düsseldorf und der ablösefreie Wechsel
Die Vertragssituation von Itten machte den Transfer für Werder Bremen finanziell attraktiv. Da sein Vertrag in Düsseldorf für die 3. Liga keine Gültigkeit mehr besaß, konnte der Stürmer ablösefrei zu Werder Bremen wechseln.

Dies steht in starkem Kontrast zu der Investition, die Fortuna Düsseldorf zuvor tätigte: Vor der abgelaufenen Saison zahlte der Verein 1,5 Millionen Euro an die Young Boys für die Dienste des Spielers.
Sportlich war Itten einer der wenigen Lichtblicke in einer ansonsten desaströsen Spielzeit der Fortuna.
- SRF: Berichtet von 15 Saisontoren.
- Transfermarkt: Nennt 16 Treffer und drei Vorlagen in 32 Partien.
Am letzten Spieltag der Saison, der 0:3-Niederlage gegen Fürth und dem damit verbundenen Abstieg, fehlte Itten gelbgesperrt.
Die personelle Notlage im Bremer Sturmzentrum
Werder Bremen agiert auf dem Transfermarkt derzeit aus einer Position der Not heraus. Das Zentrum der Offensive ist nahezu leergefegt. Die Leihspieler Jovan Milosevic und Victor Boniface kehren zu ihren Stammklubs zurück, während das Eigengewächs Keke Topp langfristig mit einem Kreuzbandriss ausfällt.
Die Bilanz der bisherigen Optionen in dieser Position war ernüchternd: Milosevic traf dreimal, Topp und Salim Musah jeweils einmal, während Boniface torlos blieb.
Itten ist damit der dritte Neuzugang in der Offensive, nachdem Kenny Quetant vom Le Havre AC und Chuki von Real Valladolid präsentiert wurden. Dennoch deutet vieles darauf hin, dass die Suche nicht beendet ist. Laut Informationen von „Bild“ ist Itten nicht als Stürmer Nummer eins eingeplant; Werder strebt eine weitere Verstärkung auf dieser Position an.
Die Verpflichtung ist somit ein strategischer Zwischenschritt, um das Vakuum im Sturm zu füllen und eine physische Präsenz im Strafraum zu gewährleisten.
Vertragliche Details und sportliche Perspektive
Für Itten bedeutet der Wechsel die Rückkehr in die Bundesliga, in der er bereits in der Hinrunde der Saison 2021/22 für Greuther Fürth eingesetzt wurde. Die langfristige Perspektive wird durch einen Vertrag unterstrichen, der laut Medienberichten bis 2029 läuft.

Lizenzleiter Peter Niemeyer betonte, dass Itten hervorragend in das gesuchte Profil passe und durch seine Erfahrung in der Schweizer Nationalmannschaft einen Mehrwert für die Mannschaft biete.
Werder ist ein großer Traditionsverein und die Gespräche mit den Verantwortlichen verliefen sehr gut. Auch der Austausch mit dem Trainer, den ich bereits aus der Vergangenheit kenne, war super. Danach war für mich schnell klar, dass ich das machen möchte.
Ittens Integration wird jedoch eine zeitliche Herausforderung darstellen, da er aktuell noch an der Weltmeisterschaft teilnimmt, wo er bislang einen Kurzeinsatz beim 4:1-Sieg gegen Bosnien-Herzegowina verbuchen konnte.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Itten die Rolle des Ergänzungsstürmers akzeptiert oder sich gegen eine potenzielle weitere Neuzugang-Verpflichtung durchsetzen kann. Für Werder ist der Transfer ein risikoarmer Gewinn an Erfahrung und Körperlichkeit.
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