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Gesundheit

6 Canned Foods to Eat to Lower Blood Pressure, According to Dietitians

Die American Heart Association (AHA) empfiehlt im Rahmen der DASH-Diät den Verzehr von kaliumreichen und ballaststoffreichen Lebensmitteln zur Senkung des Blutdrucks. Dazu zählen insbesondere natriumarme Konserven wie Hülsenfrüchte, fetter Fisch und bestimmte Gemüsesorten, sofern diese gründlich abgespült werden, um den Salzgehalt zu reduzieren.

Die DASH-Diät (Dietary Approaches to Stop Hypertension) wurde ursprünglich von den National Institutes of Health (NIH) in den USA entwickelt. Ihr Ziel ist es, durch eine gezielte Nährstoffzufuhr den Blutdruck zu senken, ohne dass in jedem Fall sofort eine medikamentöse Therapie notwendig ist. Der Fokus liegt dabei auf einer Ernährung, die reich an Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und fettarmen Milchprodukten ist, während gesättigte Fette und Zucker reduziert werden.

Warum Hülsenfrüchte aus der Dose den Blutdruck senken

Hülsenfrüchte wie Kichererbsen, weiße Bohnen und Kidneybohnen enthalten hohe Konzentrationen an Kalium und löslichen Ballaststoffen. Kalium wirkt als Gegenspieler zu Natrium und hilft den Gefäßwänden, sich zu entspannen, was den systolischen und diastolischen Blutdruck senkt. Die DASH-Diät stuft Leguminosen als Kernbestandteil einer blutdrucksenkenden Ernährung ein.

Zusätzlich zu den Mineralien tragen die löslichen Ballaststoffe in den Hülsenfrüchten dazu bei, den LDL-Cholesterinspiegel im Blut zu senken. Da Bluthochdruck und hohe Cholesterinwerte häufig gemeinsam auftreten und das Risiko für Atherosklerose erhöhen, bietet die Aufnahme von Leguminosen einen dualen präventiven Effekt für das Herz-Kreislauf-System.

Linsen aus der Dose bieten eine ähnliche Nährstoffdichte. Sie liefern Magnesium, ein Mineral, das die Gefäßfunktion unterstützt. Experten der Mayo Clinic weisen darauf hin, dass die Verarbeitung in Dosen die Nährwerte dieser Lebensmittel weitgehend erhält, solange keine übermäßigen Mengen an Zusatzstoffen hinzugefügt wurden.

Omega-3-Fettsäuren in Fischkonserven

Fetter Fisch aus der Dose, insbesondere Lachs und Sardinen, liefert Omega-3-Fettsäuren in Form von EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure). Diese ungesättigten Fettsäuren reduzieren Entzündungen in den Arterien und können die Herzfrequenzvariabilität verbessern. Laut den Richtlinien der American Heart Association trägt die regelmäßige Aufnahme von Omega-3 zur Senkung des Triglyceridspiegels bei, was indirekt die kardiovaskuläre Belastung mindert.

Während EPA primär entzündungshemmend wirkt, ist DHA ein wesentlicher Baustein von Zellmembranen im gesamten Körper, einschließlich des Herzmuskels. Die Kombination beider Fettsäuren unterstützt die Elastizität der Gefäße und kann dazu beitragen, die Blutviskosität zu optimieren.

Sardinen weisen zudem einen Vorteil gegenüber größeren Fischarten auf, da sie aufgrund ihrer Position in der Nahrungskette oft eine geringere Konzentration an Schwermetallen wie Quecksilber aufweisen.

Kaliumreiche Optionen bei Gemüse und Obst

Tomatenkonserven, insbesondere gestückelte Tomaten oder Tomatenmark, enthalten Lycopin und Kalium. Lycopin ist ein Antioxidans, das laut klinischen Beobachtungen die Elastizität der Blutgefäße fördern kann. Die Mayo Clinic empfiehlt jedoch, bei Tomatenprodukten auf Varianten ohne zugesetztes Salz zu achten, da die natürliche Kaliumwirkung durch zu viel Natrium neutralisiert wird.

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Konservierter Spinat und andere Blattgemüse liefern Magnesium und Kalium. Diese Mineralien sind essenziell für die elektrische Aktivität des Herzens und die Regulierung des Blutdrucks. Bei Obstkonserven, wie Pfirsichen oder Aprikosen, ist die Wahl der Flüssigkeit entscheidend. Die DASH-Richtlinien empfehlen Früchte in ihrem eigenen Saft oder in Wasser statt in schwerem Sirup, um die Insulinfestigkeit zu wahren, da ein hoher Zuckerkonsum mit Bluthochdruck korreliert.

Das Problem mit dem Natriumgehalt

Der größte Widerspruch bei blutdrucksenkenden Konserven ist das Konservierungsmittel Natriumchlorid. Salz bindet Wasser im Körper durch Osmose, was das Blutvolumen erhöht und steigert damit den Druck auf die Arterienwände. Viele Hersteller fügen Salz hinzu, um die Haltbarkeit zu verlängern und den Geschmack zu intensivieren.

Ein Vergleich der Verarbeitung zeigt, dass das einfache Abspülen von Hülsenfrüchten und Gemüse unter fließendem Wasser den Natriumgehalt signifikant senkt. Ernährungsphysiologen geben an, dass durch das Abspülen bis zu 40 Prozent des Natriums entfernt werden können, während die wasserlöslichen Vitamine nur geringfügig abnehmen.

Die Wahl der Produkte erfordert eine genaue Prüfung der Zutatenliste. Bezeichnungen wie „natriumarm“ (low sodium) oder „ohne zugesetztes Salz“ (no salt added) sind die einzigen verlässlichen Indikatoren für Patienten mit Hypertonie. Es ist zudem ratsam, auf versteckte Natriumquellen in der Zutatenliste zu achten, wie etwa Natriumbenzoat oder Mononatriumglutamat, die ebenfalls zur Salzlast beitragen.

Die Bedeutung der Nährstoffbalance

Die Wirkung einzelner Lebensmittel ist geringer als die einer gesamten Ernährungsumstellung. Die Kombination aus Kalium, Magnesium und Calcium bei gleichzeitiger Reduktion von Natrium ist der Mechanismus, durch den die DASH-Diät funktioniert. Die Natrium-Kalium- Pumpe in den Zellmembranen reguliert den Elektrolythaushalt; ein Übermaß an Natrium bei gleichzeitigem Kaliummangel führt zu einer Verengung der Gefäße und einem Anstieg des Blutdrucks.

Konserven dienen hierbei als effiziente Werkzeuge, um die tägliche Zufuhr dieser Mineralien ohne hohen Zeitaufwand zu sichern.

Ein kritischer Punkt bleibt die Interaktion mit Medikamenten. Patienten, die ACE-Hemmer (Angiotensin-Converting-Enzyme-Hemmer), ARBs (Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker) oder kaliumsparende Diuretika einnehmen, müssen die Zufuhr von kaliumreichen Lebensmitteln wie Konservenbohnen oder Spinat überwachen. Diese Medikamentenklassen können die Ausscheidung von Kalium über die Nieren verlangsamen, was das Risiko einer Hyperkaliämie (zu hoher Kaliumspiegel im Blut) erhöht, die wiederum Herzrhythmusstörungen auslösen kann.

Konsultieren Sie Ihren Gesundheitsdienstleister, bevor Sie signifikante Änderungen an Ihrer Ernährung vornehmen oder neue Nahrungsergänzungsmittel integrieren.

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Dr. Lena Hartmann

Über den Autor

Dr. Lena Hartmann leitet das Gesundheitsressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet seit ueber zehn Jahren ueber Praevention, Medizinpolitik und digitale Gesundheit und legt besonderen Wert auf verstaendliche, quellenbasierte Einordnung.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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