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Unternehmen

CBRE steigert Quartalsgewinn trotz Zinsflaute im Markt

CBRE Group erzielte im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von 11,5 Milliarden US-Dollar und steigerte den Nettogewinn um 22 Prozent auf 443 Millionen US-Dollar, gestützt durch ein starkes Rechenzentren- und Infrastrukturgeschäft. Gleichzeitig warnten Unternehmensspitzen am 22. Oktober 2026 vor einer spürbaren Abkühlung im gewerblichen Transaktionsmarkt infolge hoher Zinsen.

Das in Dallas ansässige Dienstleistungsunternehmen CBRE Group, Inc. legte am 22. Oktober 2026 seine Finanzergebnisse für den zum 30. September 2026 beendeten Berichtszeitraum vor. Während der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 11,5 Milliarden US-Dollar kletterte, stieg der bereinigte Gewinn je Aktie (Core EPS) um 28 Prozent auf 2,05 US-Dollar.

Die von Finanzchefin Emma Giamartino und CEO Bob Sulentic verantworteten Kennzahlen umfassen eine weltweite Präsenz in mehr als 100 Ländern mit über 155.000 Mitarbeitern. Das diversifizierte Geschäftsmodell des S&P-500- und Fortune-500-Unternehmens umfasst Advisory Services, Global Workplace Solutions und Real Estate Investments.

Infrastruktur boomt durch Rechenzentren

Haupttreiber dieser Entwicklung war der Bereich der kritischen Infrastrukturdienste. Dieser legte im Jahresvergleich um 80 Prozent zu, angetrieben von einer Nachfrage von Hyperscalern nach Rechenzentren sowie dem Beitrag der im November 2025 vollzogenen Übernahme von Pearce Services. Der Umsatz im gesamten Infrastruktursegment wuchs auf 12-Monats-Sicht um 50 Prozent auf 4,5 Milliarden US-Dollar.

Die Akquisition von Onnec Group hat ein Volumen von 610 Millionen US-Dollar. Vorstandschef Bob Sulentic und Finanzchefin Emma Giamartino erwarten, dass das Infrastrukturgeschäft im Jahr 2027 ein Umsatzvolumen von 7 Milliarden US-Dollar erreichen wird.

Bob Sulentic erklärte: „Onnec ist außerhalb der USA in einigen wirklich wichtigen Märkten aktiv … das rundet unser Geschäft ab, und das ist ein sehr wertvolles Geschäft.

Zinsunsicherheit bremst Transaktionen und Capital Markets

Trotz der positiven Zahlen in den Sparten für Datenzentren und Betriebsabläufe dämpften hohe Zinsen und anhaltende Unsicherheiten das Geschäft im klassischen Transaktionsbereich. Sulentic erklärte, dass vertraglich angebahnte Immobiliengeschäfte wegen der unklaren Zinsentwicklung neu verhandelt, verschoben oder ganz gestrichen würden und man anstelle von Verkäufen teilweise Umschuldungen beobachte.

Bob Sulentic sagte: „Deals, die sonst vielleicht zustande gekommen wären, kommen nicht zustande. Wir sehen an einigen Stellen Refinanzierungen, bei denen wir Verkäufe erwartet hatten.

[CBRE Group Q3 2026 Earnings Call] CBRE Powers 28% Core EPS Growth on 80% Data Center Services Surge, Holds 2027 Outlook
Foto: BigGo Finance

Großkunden aus dem Technologiesektor lenkten Investitionsmittel zunehmend von traditionellen Immobilien weg hin zu Rechenzentren und kritischer Infrastruktur.

Ausblick und Jahresziele für 2027

Finanzchefin Emma Giamartino betonte, dass die robuste Entwicklung in den widerstandsfähigen Geschäftsbereichen den Abschwung im Kapitalmarktbereich weitgehend ausgleichen könne. CBRE bestätigte seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026 mit einem core EPS zwischen 7,80 und 7,90 US-Dollar und bekräftigte das Ziel eines jährlichen Wachstums des bereinigten Gewinns je Aktie von 15 Prozent für das Jahr 2027.

Ob diese Prognosen ohne Einschränkungen greifen, hängt maßgeblich von der Stabilisierung der Zinsmärkte in der zweiten Jahreshälfte 2027 ab. Bis dahin setzt das Unternehmen auf organisches Wachstum und strategische Zukäufe im boomenden Sektor der digitalen Infrastruktur.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

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