Ein Berglöwe hat am Freitag, den 18. September 2026, im Outer-Sunset-Viertel von San Francisco für stundenlange Aufregung gesorgt. Nach einer dramatischen Verfolgungsjagd wurde das Tier in der Nähe der 44th Avenue tranquilisiert und in die Obhut von California Department of Fish and Wildlife game wardens übergeben.
Dritter Raubkatzen-Besuch in San Francisco binnen weniger Wochen
Am Freitagmorgen gegen 7:30 Uhr Ortszeit meldeten Anwohner im dicht besiedelten Viertel Outer Sunset in San Francisco einen ungewöhnlichen Besucher. Ein junger Berglöwe streifte durch die Straßen und Hinterhöfe nahe der Kreuzung von Ulloa Street und 44th Avenue, nur wenige Blöcke vom Pazifischen Ozean entfernt berichten Medien übereinstimmend. Die Sichtung löste umgehend Großeinsätze der lokalen Behörden aus.
Erst zwei Wochen zuvor hatte ein Berglöwe in einem Baum im Panhandle-Viertel nahe dem Golden Gate Park für Schlagzeilen gesorgt, bevor das Tier damals eigenständig verschwand, wie lokale Berichte dokumentieren. Im Januar dieses Jahres fingen Einsatzkräfte zudem einen 77 Pfund schweren Jungpuma in Lower Pacific Heights ein.
Stundenlanger Polizeieinsatz und dramatische Betäubung an der 44th Avenue
Der Einsatz am Freitagmorgen entwickelte sich schnell zu einer Nervenprobe für die Nachbarschaft. Laut Berichten von Augenzeugen sperrten Einsatzkräfte das Gebiet ab und forderten die Bevölkerung über Lautsprecherwagen auf, in ihren Häusern zu bleiben und Deckung zu suchen.
Als Tierschützer versuchten, dem Tier ein Betäubungsmittel zu verabreichen, geriet die Situation kurzzeitig außer Kontrolle. Das Tier schreckte auf, flüchtete durch die Straßen und zog sich in ein dichtes Gebüsch im Bereich der 2500 Block der 44th Avenue zwischen Ulloa Street zurück berichtet SFGATE. Dort kam es zu einem stundenlangen Standby zwischen den Behörden und dem Raubtier, das schließlich erfolgreich sediert werden konnte.
Koordinierter Großeinsatz verschiedener Behörden
An dem komplexen Rettungs- und Einfangmanöver waren neben der Polizei von San Francisco auch die Abteilung für Tierkontrolle (San Francisco Animal Care and Control) sowie Wildhüter des kalifornischen Ministeriums für Fisch und Wildtiere (California Department of Fish and Wildlife) beteiligt.

Gegen 11:30 Uhr gaben die Behörden schließlich Entwarnung. Das Tier wurde in die Hände staatlicher Wildhüter übergeben, von einem Tierarzt untersucht und soll anschließend in seinen natürlichen Lebensraum in der freien Wildbahn entlassen werden bestätigen offizielle Berichte.
Warum immer wieder Pumas in die kalifornische Metropole geraten
Experten erklären das gelegentliche Auftauchen der Pumas im dicht besiedelten Stadtraum durch das junge Alter der Tiere. Meist handelt es sich um heranwachsende männliche Exemplare auf Wanderschaft, die entlang grüner Korridore wie dem Presidio, dem Golden Gate Park oder entlang der Küste nach neuen Revieren und Artgenossen suchen. Die südliche Grenze von San Francisco liegt rund fünf Meilen von den Ausläufern der Santa Cruz Mountains entfernt, wo schätzungsweise 50 bis 60 Berglöwen heimisch sind.

Für den Umgang mit den streng geschützten Raubkatzen gelten in Kalifornien klare Regeln. Die Wildtierbehörden empfehlen Bürgern bei einer Begegnung mit einem Berglöwen stets, langsam rückwärts zu gehen, nicht wegzulaufen, Kinder auf den Arm zu nehmen und sich durch lautes Rufen und Winken mit den Armen möglichst groß zu machen.
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