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Sport

Benhard Janse van Rensburg dementiert Rassie-Erasmus-Behauptung

Der englische Nationalspieler Benhard Janse van Rensburg hat Behauptungen von Südafrikas Nationaltrainer Rassie Erasmus zurückgewiesen, wonach es vor seinem Länderspieldebüt Gespräche über eine Einberufung zu den Springboks gegeben habe. Janse van Rensburg betonte, er sei völlig überrascht worden und habe von den angeblichen Avancen erst durch seinen Vater erfahren.

Der in Südafrika geborene Centre Benhard Janse van Rensburg hat sich zu den Spekulationen um seine internationale Karriere geäußert. Der 29-Jährige, der im Sommer nach einer fünfjährigen Residenzzeit in England für die Auswahl des englischen Rugby-Verbandes spielberechtigt wurde, dementierte Aussagen des südafrikanischen Cheftrainers Rassie Erasmus. Erasmus hatte zuvor erklärt, der Profi sei bei Gesprächen über eine mögliche Nominierung für die Springboks sehr interessiert gewesen, letztlich aber nicht berücksichtigt worden.

Überraschung über Erasmus-Äussereugen bei Janse van Rensburg

Die Berichte über angebliche Verhandlungen kamen für den ehemaligen U-20-Nationalspieler Südafrikas völlig unerwartet.

Ich habe erst davon erfahren, weil mein Vater mir erzählte, dass Rassie das gesagt hatte. Ich hätte es wahrscheinlich geliebt, aber wirklich, jedes Team, für das ich spiele, für das möchte ich mein Bestes geben, und was danach kommt, das kommt danach. Als Rassie sagte, er wolle mich auswählen, war ich im Dunkeln. Ich hatte nichts von ihnen gehört. Was auch immer er sagte, ob das wahr war oder nicht, ich wusste nichts davon. Benhard Janse van Rensburg, englischer Nationalspieler

Janse van Rensburg absolvierte im Juli sein Testspiel-Debüt für England beim 73:8-Erfolg gegen Fidschi in Liverpool, bei dem er drei Minuten nach seiner Einwechslung für Henry Slade einen Versuch legte. Am darauffolgenden Wochenende folgte ein weiterer Kurzeinsatz beim 31:24-Sieg gegen Argentinien.

Kritik aus dem englischen Rugby-Umfeld an der Einbürgerung

Die Nominierung des gebürtigen Südafrikaners, der vor Spielern aus dem eigenen heimischen System berücksichtigt wurde, stieß im englischen Rugby auf Kritik. Ehemalige Auswahlspieler äußerten öffentlich Zweifel an der Personalie.

Benhard Janse van Rensburg dementiert Rassie-Erasmus-Behauptung

So erklärte Danny Care, der in seiner Karriere 101 Länderspiele für England bestritt, die Auswahl von Janse van Rensburg fühle sich nicht richtig an. Auch die ehemaligen Innendreiviertel Jeremy Guscott und Mike Tindall stellten die Berufung infrage. Janse van Rensburg erklärte, er versuche, die Diskussionen um seine Person auszublenden, könne die Perspektive der Kritiker jedoch nachvollziehen.

Es ist verständlich, dass es einige Leute gibt, die das nicht gut finden, und einige Leute, die es gut finden. Die Leute haben wahrscheinlich immer noch ihre Gedanken und Gefühle dazu. Für mich kann ich sie wahrscheinlich nicht vom Gegenteil überzeugen. Ich möchte einfach nur mein Bestes für das Team geben, für das ich spiele. Es ist eine Ehre und ein Privileg, auf dieses nächste Niveau des Rugby-Spiels zu kommen. Benhard Janse van Rensburg, Centre

Integration und Nebeneinkünfte auf der Sommertour

Die Integration in den Kreis der englischen Nationalmannschaft wurde dem Profi laut eigener Aussage durch gemeinsame Videospiel-Erfahrungen im Vorfeld erleichtert. Noch vor den Länderspielen hatte er online den Ego-Shooter Call of Duty gegen Akteure wie Jack van Poortvliet, George Martin und Freddie Steward gespielt.

Abseits des Spielfelds zeigte sich der Centre während der Sommertour auch bei analogen Spielen erfolgreich. Ich glaube, ich habe auf der Tour etwa 300 Pfund gemacht, nur indem ich alle Kartenspiele gewonnen habe, berichtete Janse van Rensburg, der nach eigenen Angaben bei Bristol normalerweise ohne Geldeinsatz spielt, im Kreis der Mannschaft jedoch erfolgreich um Beträge antrat.

"We WANTED Bernhard Janse van Rensburg" – Rassie Erasmus Makes | Springboks Press Conference
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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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