Ein Vorfall in einem Schienenersatzbus in Bad Goisern am Bahnhof Steg endete für eine 13-Jährige am vergangenen Montag mit einer Schnittverletzung am Hals. Passagiere griffen rechtzeitig ein, als die 45-jährige Mutter im Bus plötzlich ein Messer zog und auf das Mädchen einstach.
Die gewaltsame Auseinandersetzung in dem Linienbus sorgte am frühen Montagnachmittag für einen Großeinsatz der Sicherheitskräfte. Gegen 13.40 Uhr alarmierte der Fahrer eines Schienenersatzbusses den Notruf, nachdem sich die dramatischen Szenen im Fahrgastraum abgespielt hatten. Wie die Landespolizeidirektion mitteilte, befanden sich die 45-jährige Frau und ihre 13-jährige Tochter zu diesem Zeitpunkt im Bus, der am Bahnhof Steeg-Gosau hielt.
Eingreifen der Fahrgäste verhinderte Schlimmeres am Bahnhof Steeg-Gosau
Nach übereinstimmenden Zeugenaussagen zückte die 45-Jährige während der Fahrt unvermittelt ein Messer und attackierte ihr eigenes Kind. Zwei aufmerksame Fahrgäste griffen ein, entwaffneten die Angreiferin und bewahrten das Mädchen vor noch schsweiteren Verletzungen. Während der Tatausführung soll die Verdächtige laut Zeugenangaben wiederholt das Wort Dämon
gerufen haben.
Nachdem das beherzte Duo der Frau das Messer abgenommen hatte, fügte sich die Verdächtige im Anschluss selbst Verletzungen am Hals und an der Hand zu. Als die alarmierten Polizeibeamten am Einsatzort eintrafen, bot sich ihnen eine äußerst unübersichtliche Lage.
Einsatzlage vor Ort und Einlieferung in die Justizanstalt Wels
Die Rettungskräfte und die Polizei fanden die verletzten Beteiligten an verschiedenen Stellen des Bahnhofsbereichs vor. Die 45-jährige Mutter saß mit einer stark blutenden Wunde am Hals auf einer Bank im Freien vor dem Bahnhofsgebäude. Ihre verletzte Tochter hatte sich zu diesem Zeitpunkt im Büro des Fahrdienstleiters in Sicherheit gebracht.

Beide Personen mussten ärztlich versorgt werden; das 13-jährige Mädchen wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Staatsanwaltschaft Wels schaltete sich umgehend in die Ermittlungen ein. Nach Rücksprache mit der Behörde wurde die Verdächtige in die Justizanstalt Wels eingeliefert.
Die Verdächtige wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Wels in die Justizanstalt Wels eingeliefert.
Staatsanwaltschaft Wels, via Salzburg24
Die Ermittlungen der Behörden zu den Hintergründen der Bluttat dauern an. Nähere Details zu den Motiven der Frau gaben die Behörden zunächst nicht bekannt.
Verwandte Artikel