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Unterhaltung

Auftakt von Florian Schroeders Satireshow laut Beobachtern wirkungslos

Die mit Spannung erwartete Auftaktfolge der neuen ZDF-Satireshow Journal Deluxe mit Florian Schroeder am 29. Oktober 2026 sorgte für heftige Reaktionen bei Medienkritikern und im Studiopublikum. Entgegen der Ankündigung, vor allem Linke und Grüne ins Visier zu nehmen, lief das Debüt nach Einschätzung von Beobachtern weitgehend wirkungslos ab.

Ein umstrittener Start in der ZDF-Mediathek und im Fernsehen

Das ZDF kündigte das neue Format von Kabarettist Florian Schroeder als scharfes und polarisierendes Format an. Die erste Ausgabe lief am 29. Oktober 2026 im Streamingportal des Senders an, gefolgt von einer Ausstrahlung bei 3sat am 30. Oktober um 0.05 Uhr und einer geplanten TV-Sendezeit im ZDF für den 3. November um 0.45 Uhr. Produziert wird die Sendung von der B28 Produktion GmbH & Co. KG gemeinsam mit der Tokara GmbH, während Tim Engelmann und Nicole Nieland die Redaktion bilden. Zunächst sind vier Ausgaben des Formats geplant.

Schon vor der Ausstrahlung gab es intensive Diskussionen in den Medien, begleitet von einem angekündigten Ende von Jan Böhmermanns Satire-Show „ZDF Magazin Royale, dessen letzte Sendung für den 18. Dezember angesetzt wurde. Florian Schroeder hatte angekündigt, sich in der Show gezielt an die politische Linke und die Grünen zu halten, um einen Gegenpol zu bisherigen Satiresendungen zu bilden.

Ein ungewöhnlicher Einstieg und Ricarda Langs Konter

Bereits die Eröffnung der Sendung mit den Worten „Liebe Linke, Salam aleikum, ich küss‘ dein Herz, Bruder!“ sorgte für Irritationen darüber, ob es sich um einen platten Witz oder Rassismus handelte. Im Studio entwickelte sich das Gespräch jedoch anders als vom Moderator geplant. Als Schroeder die politische Lage der Grünen infrage stellte und dabei auf Annalena Baerbocks Tätigkeit in New York, Robert Habecks Buchprojekte und Cem Özdemirs Umgang mit dem Parteilogo im Wahlkampf verwies, konterte die 32-jährige Grünen-Politikerin gelassen und schlagfertig. Ricarda Lang widersprach der Darstellung und fragte erstaunt, ob das Publikum nicht richtig auf die Sendung vorbereitet worden sei, während der Moderator erwiderte, dass er das Publikum ebenfalls für zu einseitig halte.”

Auftakt von Florian Schroeders Satireshow laut Beobachtern wirkungslos
Foto: Der Standard

Das Publikum wurde nicht gut gebrieft, was es für ’ne Sendung sein soll, oder?

Ricarda Lang, Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt das Gespräch durch einen geteilten Instagram-Beitrag von Schroeder und Lang, in dem der Moderator scherzhaft fragte, ob er die zukünftige Bundeskanzlerin zu Gast habe, was von der Politikerin mit einem Lachen verneint wurde. Auch das Gespräch mit den Journalisten Steinke und Schupelius verlief ohne nennenswerte Reibungspunkte.

Kritiker bewerten das neue Format als verpatzten Auftakt

In den Medienberichten fiel die Bilanz der ersten Sendung überwiegend negativ aus. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnete den Auftakt als von der ersten Minute an grotesk missglückt und urteilte, Schroeder könne die Rolle des Gelegenheitsrechten nicht glaubhaft ausfüllen, während der darauffolgende Monolog als oberlehrerhaft kritisiert wurde. Kritisiert wurde zudem, dass der Moderator manisch um sich selbst kreise und das Format als Mischung aus Narzissmus und Schizophrenie kein gutes Showkonzept darstelle.

Vier geplante Ausgaben und offene Fragen

Von dem neuen Format sind zunächst vier Ausgaben mit jeweils rund 45 Minuten Länge vorgesehen. Es ist unklar, ob die kommenden Sendungen die angekündigte scharfe Konfrontation mit der politischen Linken schärfen oder ob die Gäste dem Moderator erneut die Show stehlen werden. Nach den heftigen Reaktionen auf die Premiere steht das ZDF-Format unter erheblichem Beobachtungsdruck.

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.