Archäologen haben auf Sardinien in der Zone Carrarzu Iddia bei Bortigali ein bislang unbekanntes Gigantengrab freigelegt. Die gut erhaltene Anlage aus vulkanischem Trachytgestein besitzt eine selten dokumentierte zweigeschossige Kammer. Nach Angaben von Fachleuten dürfte das antike Monument um 1800 vor Christus entstanden sein.
Arbeiten zur Restaurierung in einer archäologischen Zone auf Italienlands Mittelmeerinsel Sardinien haben zu einem bedeutenden Fund geführt. Ein Forschungsteam legte dort ein bisher unbekanntes „Grab der Riesenfrei, wie die Denkmalschutzbehörden für Archäologie, Bildende Künste und Landschaft Sardinien in einer Mitteilung erklärten.
Außergewöhnlicher Erhaltungszustand in Carrarzu Iddia
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Im Zuge von Ausgrabungs- und Restaurierungsmaßnahmen stieß das Team in der archäologischen Zone Carrarzu Iddia bei Bortigali auf einen umfangreichen Grabkomplex. Nach Angaben der Denkmalschutzbehörden befinden sich die einzelnen Bestandteile der Anlage „in außergewöhnlichen Erhaltungszuständen. Zu dem Komplex gehört ein komplett aus Trachytblöcken, also vulkanischem Gestein, errichtetes Gigantengrab („Tomba dei Giganti), das über viele Jahrhunderte von dichter Vegetation verdeckt war.
Die Struktur umfasst sowohl eine Grabkammer als auch einen Eingangsbereich. Auffällig ist vor allem, dass die Kammer in zwei Ebenen gegliedert ist. Dieses Detail wird als ein selten dokumentiertes Merkmal bezeichnet und könnte bei der zeitlichen und kulturellen Einordnung des Komplexes eine wichtige Rolle spielen.
Einordnung in die nuraghische Epoche Sardiniens
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Nach Angaben des italienischen Kunstmagazins „Finestre Sull’Arte dürfte das Riesengrab um 1800 vor Christus errichtet worden sein. Diese Einschätzung deckt sich mit der Bewertung der Archäologen, die den Fund der nuraghischen Zeit zuordnen. Diese eigenständige vorgeschichtliche Epoche Sardiniens begann etwa 1800 vor Christus und reichte bis ins dritte Jahrhundert vor Christus.
Die „Tomba dei Giganti“ gelten als typische monumentale Ausdrucksform der Nuraghenkultur und dienten gemeinschaftlichen Bestattungen. Der Fund könnte deshalb wichtige neue Erkenntnisse über die Kultur und über die Struktur der antiken Landschaft in diesem Teil Sardiniens liefern.”
Einbindung in einen größeren antiken Komplex
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Das entdeckte Grab steht nicht isoliert, sondern gehört zu einem größeren Ensemble im Komplex Carrarzu-Iddia. Zu diesem zugehörigen Areal zählen unter anderem ein antikes Dorf sowie ein ausgedehntes Bestattungsareal, wie die beteiligten Stellen mitteilten.
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