Die südkoreanische Regierung hat die Ukraine aufgefordert, sich für den Verstoß gegen eine vertrauliche Vereinbarung zu entschuldigen, nachdem Präsident Wolodymyr Selenskyj die Überstellung zweier nordkoreanischer Kriegsgefangener öffentlich gemacht hat. Die beiden Soldaten, die im Januar 2025 in der russischen Region Kursk gefangen genommen wurden, wurden Mitte September an Südkorea überstellt. Die südkoreanische Regierung betrachtet die Offenlegung als schweren Bruch des Vertrauens.
Konflikt um Geheimhaltung und Vertrauensbruch
Die südkoreanische Regierung warf der Ukraine vor, eine vertrauliche Vereinbarung über die Überstellung nordkoreanischer Kriegsgefangener gebrochen zu haben. Präsident Lee Jae-myung kritisierte die Entscheidung Selenskyjs, die Überstellung in der UN-Generalversammlung zu erwähnen, als „äußerst enttäuschend“ und „ein Bruch der Vereinbarung über Vertraulichkeit. Laut südkoreanischen Angaben hatte die Ukraine ursprünglich um Vertraulichkeit gebeten, um die Sicherheit der Gefangenen und ihrer Familien zu gewährleisten.
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„Die Ukraine hat gegen eine vertrauliche Vereinbarung verstoßen“, erklärte das südkoreanische Präsidialamt. „Wir fordern eine offizielle Erklärung und eine Entschuldigung.“ Die südkoreanische Regierung hatte sich zuvor bei der Ukraine für die Überstellung der beiden Soldaten eingesetzt, da sie sich als „sensibelfür die Sicherheit auf der koreanischen Halbinsel betrachtete. Der südkoreanische Außenminister bestellte den Geschäftsträger der ukrainischen Botschaft in Seoul ein, um die Angelegenheit zu klären.
Die Ukraine leugnete jedoch die Existenz einer Vertraulichkeitsvereinbarung. Laut der südkoreanischen Regierung gab die Ukraine in der Rede von Präsident Selenskyj vor der UN-Generalversammlung Informationen über den Gefangenentransfer bekannt, ohne Seoul vorher umfassend zu konsultieren. Dies führte zu einem „handfesten Zerwürfnis beider Seiten, wie es in der Quelle heißt. Das südkoreanische Präsidialamt enthüllte später, dass die ukrainische Seite ursprünglich um Vertraulichkeit gebeten habe, was die Krise weiter verschärfte.
Die Lage der nordkoreanischen Kriegsgefangenen
Die beiden nordkoreanischen Soldaten, die im Januar 2025 in der russischen Region Kursk gefangen genommen wurden, hatten den Wunsch geäußert, nach Südkorea zu emigrieren. Einige Medien berichteten, dass einer der Soldaten versucht habe, sich das Leben zu nehmen, als er erkannte, dass er gefangen genommen wurde. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte in seiner Rede bei der UN-Generalversammlung, dass es „nicht einfach gewesen sei, sie lebend gefangen zu nehmen“.”
Der südkoreanische Geheimdienst geht davon aus, dass Selenskyjs Offenlegung der Überstellung die Chancen auf Waffenlieferungen aus Südkorea für die Ukraine erhöhen sollte. Ein Abgeordneter des südkoreanischen Parlaments bestätigte, dass die beiden Soldaten Mitte September in Südkorea eingetroffen seien. Laut dem Geheimdienst habe man ihre Bereitschaft, nach Südkorea zu kommen, mehrfach bestätigt. Die südkoreanische Regierung hat erklärt, dass dies auch für in der Ukraine gefangene Soldaten gelte.

Nach Erkenntnissen südkoreanischer und westlicher Geheimdienste hatte Pyongyang im vergangenen Jahr mehr als 10.000 Soldaten nach Russland entsandt, die vor allem in der Grenzregion Kursk eingesetzt wurden. Der südkoreanische Geheimdienst schätzt, dass rund 15.000 nordkoreanische Soldaten im Krieg gegen die Ukraine kämpfen. Die Nato geht davon aus, dass Pjöngjang im Gegenzug Unterstützung aus Moskau für sein Atomprogramm erhält.
Diplomatische Konsequenzen und zukünftige Schritte
Die Spannungen zwischen Südkorea und der Ukraine könnten sich auf die bilateralen Beziehungen auswirken. Die südkoreanische Regierung hat bereits angekündigt, weitere Maßnahmen zu prüfen, falls die Ukraine die Entschuldigung nicht leistet. Die Ukraine hält dagegen, dass sie ein „offenes Landsei und keine Geheimhaltungspflicht habe. Die Zukunft der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern hängt nun davon ab, wie die Ukraine auf die Forderung reagiert.
Die südkoreanische Opposition kritisierte Präsident Lee Jae-myung dafür, dass er die Angelegenheit nicht öffentlich diskutierte, bevor die Ukraine die Überstellung enthüllte. Die konservative Opposition warf ihm vor, eine humanitäre Leistung herunterzuspielen, um Nordkorea nicht zu provozieren. Die Aufnahme der beiden Kriegsgefangenen dürfte Pjöngjang nicht milder stimmen.
Die beiden Männer seien „insgesamt bei guter Gesundheit, ohne gravierende Probleme“, sagte ein Abgeordneter. Laut dem südkoreanischen Geheimdienst hat Nordkorea rund 15.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands in den Krieg gegen die Ukraine entsandt. Die südkoreanische Regierung hält die Überstellung der Gefangenen für ein sensibles Thema, das mögliche Auswirkungen auf die Sicherheit auf der koreanischen Halbinsel haben könnte.”

Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un hatte in der Vergangenheit Selbsttötungen seiner Soldaten bejubelt. Diese würden ihre Ehre verteidigen, behauptete er laut einem Bericht der staatlichen Korean Central News Agency. Besonders verstörend ist, dass Kim Jong Un diese Aussagen vor Hinterbliebenen bei der Einweihung eines Denkmals in Pjöngjang machte. Er sprach von einem heldenhaften Tod durch Selbstsprengung.
Regionale und internationale Implikationen
Südkoreas Rolle im Ukrainekrieg ist komplex. Zwar fühlt sich Seoul der liberalen Welt verbunden, profitiert auch von der aus dem Krieg folgenden Aufrüstung Europas, da Südkoreas Rüstungsindustrie Gerät an EU-Staaten verkauft. Gleichzeitig versucht Seoul, das Verhältnis zu Russland nicht zu belasten, das es als Hebel gegenüber Pjöngjang sieht und von dem Südkorea weiter große Mengen Energie bezieht.
Der südkoreanische Präsident Lee Jae-myung kritisierte die Ukraine auf der Plattform X und schrieb: „Ich weiß nicht, warum die ukrainische Seite die Vereinbarung gebrochen und die Angelegenheit öffentlich gemacht hat, aber es ist sehr enttäuschend.“ Die südkoreanische Regierung betonte, dass die Überstellung der Gefangenen ein „äußerst sensibles Thema mit erheblichen Auswirkungen auf die Sicherheit auf der koreanischen Halbinsel“ sei.””

Analysten wie Experten von The Japan Times sehen Kiews Hoffnungen auf südkoreanische Rüstungsgüter durch den Streit vorerst zunichtegemacht. Die beiden Männer seien „insgesamt bei guter Gesundheit, ohne gravierende Probleme, sagte ein Abgeordneter. Laut dem südkoreanischen Geheimdienst hat Nordkorea rund 15.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands in den Krieg gegen die Ukraine entsandt.
Die südkoreanische Regierung hat auch die Rolle der nordkoreanischen Kämpfer in Russland kritisiert. Offiziell gelten sie als Studenten, für Moskau sind sie billige Arbeitskräfte. Russlands Kriegsblogger kritisieren offen Putins Informationspolitik, und Russland sowie Nordkorea sind international isoliert. Die südkoreanische Regierung hält die Überstellung der Gefangenen für ein sensibles Thema, das mögliche Auswirkungen auf die Sicherheit auf der koreanischen Halbinsel haben könnte.