Ein US-Geschworenengericht hat Apple zur Zahlung von rund 5,7 Milliarden Dollar verurteilt. Hintergrund des am 26. September 2026 bekannt gewordenen Urteils ist die Verletzung von zwei Patenten, die nach Ansicht der Jury in der sogenannten Taptic Engine des iPhone und der Apple Watch unrechtmäßig verwendet wurden.
Nach Ansicht der Geschworenen hat der Technologiekonzern zwei Patente des Unternehmens Taction Technology verletzt. Das Streitverfahren dreht sich um die mechanische Technik hinter dem haptischen Feedback, das Nutzerinnen und Nutzer als Vibrationsalarm vom iPhone und der Computeruhr Apple Watch kennen.
Das Patent-Urteil in San Diego und die Schadensersatzsumme
Das Gericht in San Diego sprach der Klägerin Taction Technology eine Summe von exakt 5.721.961.750 US-Dollar zu. Umgerechnet entspricht dies gut fünf Milliarden Euro. Die Geschworenen sahen insgesamt drei Punkte aus den zwei eingeklagten Patenten als verletzt an. Gleichzeitig stellte das Gericht fest, dass Apple die Patente nicht absichtlich oder vorsätzlich verletzt hatte. Wäre das Gericht von einer bewussten Verletzung ausgegangen, hätte sich der Betrag nach Angaben von n-tv noch verdreifachen können.
Die Klägerin hatte den Konzern bereits im Jahr 2021 vor dem US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von Kalifornien verklagt. In der Klageschrift warf Taction Technology dem Unternehmen laut n-tv unter Berufung auf den US-Sender CNBC vor, sich unrechtmäßig Tactions Innovation und Erfolg zunutze zu machen
, indem es Geräte verkaufte, die seine Vibrationstechnologie verletzten. Apple erreichte im Jahr 2023 zunächst eine Abweisung des Verfahrens, ehe ein Bundesberufungsgericht den Fall später wieder eröffnete.
Apples Reaktion und die Aussichten im Berufungsverfahren
Apple reagierte umgehend auf die Entscheidung und kündigte an, das Urteil nicht hinzunehmen. Gegenüber dem US-Sender CNBC teilte ein Unternehmenssprecher mit, dass man mit dem Spruch der Jury keineswegs einverstanden sei und den Gerichtsweg in der Berufung beschreiten werde.

Rechtsexperten und Marktbeobachter weisen darauf hin, dass Geschworene in US-amerikanischen Patentprozessen häufig extrem hohe Summen zusprechen.
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