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Technik und Wissenschaft

Apple Home: Neue Sicherheitskamera-Funktionen kosten bis zu 60 Dollar

Apple hat die monatlichen Kosten für fortschrittliche Sicherheitskamera-Funktionen im Rahmen von iCloud Plus und Apple Intelligence drastisch erhöht. Nutzer, die mehrere Kameras im Apple Home betreiben, müssen je nach Speicherplan mit erheblichen Zusatzkosten von bis zu 60 US-Dollar pro Monat rechnen.

Die neuen Kostenstrukturen für Apple Home und Apple Intelligence

Die neuen Kostenstrukturen für Apple Home und Apple Intelligence

Die Integration von künstlicher Intelligenz in das Überwachungssystem von Apple hat ihren Preis. Wer die erweiterten Funktionen von Apple Intelligence auf mehreren Kameras nutzen möchte, stößt schnell an die Grenzen der bisher bekannten Tarife. Das Portal The Verge berichtet, dass für eine einzelne Kamera mindestens der 2TB-iCloud-Plus-Tarif für 9,99 US-Dollar im Monat oder ein Apple One Premier Abonnement für 39,95 US-Dollar im Monat fällig wird. Soll eine zweite Kamera mit den neuen KI-Funktionen ausgestattet werden, verlangt der Konzern nach Angaben einer Apple Support-Seite den Wechsel zum 6TB-Plan für 29,99 US-Dollar monatlich.

Für Haushalte mit bis zu fünf Kameras steigen die Ausgaben nochmals spürbar an. In diesem Fall schlägt der 12TB-Plan mit monatlichen 59,99 US-Dollar zu Buche. Laut The Verge gibt es bislang keine offiziellen Angaben darüber, ob sich auch mehr als fünf Kameras hinzufügen lassen. Zum Vergleich: Das klassische HomeKit Secure Video startete ursprünglich bei einem Einstiegspreis von 1 US-Dollar im Monat für den 50GB-Speicherplan, welcher Aufzeichnungen einer Kamera inklusive Gesichtserkennung und intelligenter Benachrichtigungen abdeckte. Für umfangreichere Setups ging es bisher auf 2TB für 9,99 US-Dollar im Monat für bis zu fünf Kameras sowie auf 6TB für 29,99 US-Dollar im Monat oder mehr für unbegrenzte Kameras hoch.

Jährliche Gesamtbelastung für Mehrkamerasysteme

Jährliche Gesamtbelastung für Mehrkamerasysteme

Die finanziellen Konsequenzen für Nutzer mit mehreren Geräten sind beträchtlich. Tester wie Jennifer Pattison Tuohy von The Verge, die die neuen Funktionen in einer Betaversion getestet und sich davon beeindruckt gezeigt hat, veranschaulichen die Mehrbelastung an einem konkreten Rechenbeispiel: Wer im Apple One Premier Tarif für 40 US-Dollar monatlich bereits 2TB iCloud-Speicher nutzt und HomeKit Secure Video für fünf Kameras erhält, behält diese Vorteile und bekommt nun Apple Intelligence auf einer Kamera. Um das System jedoch auf alle fünf Kameras auszuweiten, müsste ein zusätzlicher Betrag von 60 US-Dollar im Monat gezahlt werden. Dies summiert sich laut dem Bericht auf jährliche Kosten von 720 US-Dollar, wodurch die Gesamtbelastung auf 1.200 US-Dollar pro Jahr ansteigt.

Im direkten Marktumfeld positionieren sich Mitbewerber deutlich günstiger. Tarife von Amazon Ring und Google Nest, die vergleichbare KI-gestützte Funktionen für Überwachungskameras beinhalten, schlagen branchenüblich mit rund 20 US-Dollar im Monat zu Buche und bieten laut The Verge mehr Funktionen als Apple gegenwärtig. Ein iCloud Plus Plan bietet zwar auch Speicherplatz für Fotos, Dateien sowie Gerätebackups, und höhere Tarife könnten möglicherweise erweiterte Limits für Siri AI und weitere Apple Intelligence Funktionen mit sich bringen, doch hat Apple dazu bislang keine Details veröffentlicht.

Bestandsfunktionen und Alternativen auf dem Kameramarkt

Bestandsfunktionen und Alternativen auf dem Kameramarkt

Trotz der teuren KI-Tarife bleibt die gute Nachricht für bestehende Nutzer laut The Verge, dass die bisherigen Funktionen von HomeKit Secure Video unverändert fortbestehen. Neuere Software-Updates bringen zudem technische Verbesserungen wie unter-der-Haube-Upgrades, welche die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit steigern, sowie die Unterstützung für 4K-Videoauflösung mit sich. Aufgezeichnete Daten von HomeKit-verbundenen Kameras belasten zudem weiterhin nicht das persönliche iCloud-Speicherkontingent.

Wer nach Wegen sucht, um das Smart Home abzusichern, findet auf dem Markt verschiedene Alternativen, die von CNET-Testern wie Tyler Lacoma untersucht wurden. Laut CNET bietet beispielsweise die Aqara Camera Hub G3 für unter 100 US-Dollar eine unkomplizierte Anbindung an die Apple-Plattform, eine Auflösung von 2K sowie integrierte Schwenk- und Neigefunktionen und Gesicht- und Gestenerkennung. Allerdings müssen Anwender bei solchen Drittanbietermodellen in der Regel Abstriche machen, da die Nutzung über die Apple Home App laut CNET zu einer Reduzierung der Auflösung auf 1080p führt und fortgeschrittene KI-Funktionen des Herstellers direkt über die Apple-Schnittstelle nicht funktionieren. Zu den weiteren von CNET getesteten Geräten mit unterschiedlicher Apple-Kompatibilität zählen unter anderem eine Arlo-Videoklingel, eine Eufy Pan/Tilt-Kamera mit 2K-Auflösung sowie die Eve Outdoor-Kamera mit integriertem LED-Licht und einer 10-tägigen Videospeicherung über iCloud+.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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