Die Anker Solix Solarbank 4 Pro liefert im Test von Juli 2026 mit 4.851 nutzbaren Wattstunden aus einer Nennkapazität von 5,02 kWh eine der höchsten Kapazitätsausbeuten auf dem Markt. Der 50 Kilogramm schwere Balkonkraftwerk-Speicher kostet 1.999 Euro und verlor seinen Testsieg mittlerweile an ein Konkurrenzmodell.
Wenn die Sonne untergeht, beginnt für einen Balkonkraftwerk-Speicher die eigentliche Arbeit. Er soll den Strom des Tages möglichst verlustarm in den Abend retten. Genau darin liegt die besondere Stärke der Anker Solix Solarbank 4 Pro. Im Juli 2026 sicherte sie sich den Testsieg unter den Balkonkraftwerkspeichern, da ein ungewöhnlich hoher Anteil der zugesicherten Kapazität tatsächlich genutzt werden kann.
Den Spitzenplatz im Gesamtvergleich musste Anker inzwischen an den EcoFlow Stream 5000 abgeben. Aufs Abstellgleis gehört die Solarbank 4 Pro deshalb keineswegs.
Technische Daten und Kapazitätsausbeute der Anker Solix Solarbank 4 Pro
Schon an der Verpackung wird deutlich, dass die Solarbank 4 Pro kein kleiner Balkonspeicher mehr ist. Das silbergraue Gehäuse misst 46 mal 30,5 mal 35,5 Zentimeter.

Mit 50 Kilogramm Gewicht und einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.999 Euro ist der Speicher weder leicht noch günstig. Im Handel ist das Gerät teils deutlich günstiger zu haben. Für die Kapazitätsmessung wurde der vollständig geladene Akku im Test mit konstant 200 Watt ins Hausnetz entladen.
| Technische Eigenschaft | Messwert oder Angabe |
|---|---|
| Gewicht des Speichers | 50 kg |
| Unverbindliche Preisempfehlung (UVP) | 1.999 Euro |
| Angegebenste Speicherkapazität | 5,02 kWh (5.024 Wh) |
| Im Test nutzbare Energie | 4.851 Wh |
| Nutzbare Kapazitätsausbeute | ca. 96,6 Prozent |
| Maximale PV-Eingangsleistung | bis zu 5.000 Watt |
| Maximaler AC-Ausgang | bis zu 2.500 Watt |
Von den angegebenen 5.024 Wattstunden stellte das Gerät im Test 4.851 Wattstunden bereit. Lediglich 173 Wattstunden beziehungsweise rund 3,4 Prozent gingen gegenüber der Herstellerangabe verloren. Das ist zum Testzeitpunkt das beste Ergebnis im Vergleichsfeld. Viele andere Speicher weichen um zehn bis zwanzig Prozent von ihrer Nennkapazität ab.
Vier MPP-Tracker und schnelle Smart-Meter-Regelung im Betrieb
Vier übersichtlich beschriftete MPP-Tracker erlauben eine flexible Belegung mit unterschiedlich ausgerichteten Modulen. Je nach Betriebsmodus und Modulverschaltung lassen sich nach Herstellerangaben vier bis zwölf Panels anschließen und bis zu 5.000 Watt Solarenergie aufnehmen.

Die Solarbank kann ihre Abgabe am aktuellen Hausverbrauch ausrichten. Im Test funktionierte das sowohl mit einem kompatiblen Shelly-Smart-Meter als auch mit Ankers eigener Lösung. Auf Laständerungen reagierte die Anlage in beiden Testfällen zügig, wobei das Smart-Meter von Anker noch einen Tick zügiger und nahezu ohne Verzögerung anspreng.
Neben dem On-Grid-Anschluss ist auch eine Kommunikationsbuchse integriert, um etwa mit einer Wärmepumpe zu kommunizieren. Praktisch für Besitzer älterer Anker-Systeme: Die neue Generation bleibt mit den Erweiterungsakkus der beiden Vorgängergenerationen kompatibel, sodass vorhandene Batteriemodule beim Wechsel weiterverwendet werden können.
Die Konkurrenzsituation durch EcoFlow Stream 5000 und Ausstattungsunterschiede
Der Spitzenplatz im aktualisierten Vergleich ging an den EcoFlow Stream 5000 verloren. Grund hierfür ist unter anderem, dass EcoFlow es Laien erschwert, eine Einspeiseleistung von mehr als 800 Watt einzustellen. Das reduziert das Fehlbedienungspotenzial, während EcoFlow bei gleicher Nennkapazität von 5.024 Wattstunden im Test 4.422 Wattstunden bereitstellte.
Beim Gerät von Anker überzeugen das Display, die schnelle Smart-Meter-Regelung, die hohe Solarleistung und die Kompatibilität mit älteren Erweiterungsakkus. Auf der Contra-Seite stehen das hohe Gewicht und der vergleichsweise hohe Preis. Gleichzeitig bleibt die integrierte KI-Funktion des Systems laut Testbericht wenig überzeugend, und ein App-Assistent dient vor allem Neueinsteigern als Unterstützung.
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