Der britische Premierminister Andy Burnham reist am 24. August 2026 zu seinem Antrittsbesuch nach Kiew, um die lokale Produktion von Langstreckenraketen zu unterstützen. Moskau reagierte umgehend mit scharfen Warnungen und warf London vor, mit der militärischen Hilfe im Ukraine-Krieg mit dem Feuer zu spielen.
Andy Burnhams Antrittsbesuch in Kiew zur Stärkung der Raketenproduktion
Der britische Premierminister Andy Burnham reiste am Montag nach Kiew, um bei seinem ersten Auslandsbesuch seit Amtsantritt konkrete Schritte zur heimischen Rüstungsproduktion in der Ukraine zu vereinbaren. Bei seiner Ankunft wurde er am Bahnhof von dem ukrainischen Außenminister Andrii Sybiha begrüßt. Der Besuch fällt mit dem 35. Jahrestag der ukrainischen Unabhängigkeit zusammen.
Während seines Aufenthalts in der ukrainischen Hauptstadt wird Burnham den Co-Vorsitz eines Treffens der sogenannten Koalition der Willigen übernehmen und mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zusammentreffen. Die Reise findet nur wenige Wochen statt, nachdem Selenskyj Ende Juli als Burnhams erster internationaler Gast nach London gereist war, kurz nach dem Wahlsieg des Labour-Politikers.
Freigabe geheimer Komponenten für SCALP-Marschflugkörper
Kern der Visite ist eine Vereinbarung über Rüstungstechnologie. Nach Angaben der Downing Street hat Großbritannien zugestimmt, dem europäischen Raketenhersteller MBDA die Freigabe geheimer Informationen über britische Komponenten zu ermöglichen, die im SCALP-Langstrecken-Marschflugkörper verwendet werden. Diese Technologie stammt gemeinschaftlich aus britischer und französischer Entwicklung.

Dieser Schritt soll Frankreich und der Ukraine helfen, lokale Montagefabriken für die Lenkwaffen aufzubauen. Die Ukraine ist im Zuge des anhaltenden Abnutzungskrieges zunehmend auf eigene Langstreckenwaffen und Drohnen angewiesen, um russische Raffinerien und Logistikeinrichtungen weit hinter der Frontlinie anzugreifen. Großbritannien unterstützt das Land seit dem Beginn des russischen Einmarsches im Jahr 2022 massiv und hat bislang mehr als 25 Milliarden Pfund beziehungsweise rund 34 Milliarden US-Dollar an militärischer und ziviler Hilfe zugesagt.
Moskaus scharfe Warnung an London
Die Pläne zur Aufrüstung und Unterstützung der ukrainischen Eigenproduktion stoßen in Moskau auf heftigen Widerstand. Bereits in der Vorwoche hatte das russische Außenministerium London vor Konsequenzen gewarnt, nachdem Berichte aufgetaucht waren, wonach britische Drohnen für Langstreckenangriffe auf russisches Territorium eingesetzt worden seien.

London bekräftigt langfristige Beistandspolitik
Ungeachtet der russischen Drohungen setzt die britische Regierung ihren Kurs fort.
Er bekräftigte zudem, dass London so lange wie nötig an der Seite Kiews stehen werde. Die britische Regierung unterstreicht mit diesem Besuch, dass die sicherheitspolitischen Prioritäten des Landes im Konflikt unverändert fortbestehen.
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