Aleksander Čeferin will für eine vierte und letzte Amtszeit als UEFA-Präsident kandidieren. Damit revidiert er eine frühere Entscheidung, nachdem er einstimmige Bitten der Mitgliedsverbände erhalten hatte. Der 58-Jährige gab seine Kandidatur in Berlin bekannt und stellte damit die Weichen für eine Abstimmung auf dem UEFA-Kongress im April 2027 im kasachischen Astana, während er eine Kandidatur für das FIFA-Präsidentenamt ausschloss.
Der slowenische Fußballfunktionär plant eine weitere Amtszeit an der Spitze der Europäischen Fußball-Union. Wie der Verband bestätigte, kündigte Aleksander Čeferin seine erneute Kandidatur bei einem nicht öffentlichen Treffen der 55 UEFA-Mitgliedsverbände in Berlin an nach Informationen von dpa und ARD-Sportschau. Der 58-Jährige folgt damit einer geschlossenen B Bitte der nationalen Verbände. Der 58-jährige Slowene leitet den europäischen Verband bereits seit September 2016.
Einstimmige Bitte der Mitgliedsverbände in Berlin
Noch im Jahr 2024 hatte Čeferin angekündigt, nach Ablauf seiner Frist nicht erneut antreten zu wollen. Damals begründete er den Schritt mit Müdigkeit und betonte, der Verband benötige frisches Blut. Diese Haltung änderte sich in den darauffolgenden Monaten grundlegend, als die Nationalverbände den Uefa-Chef intern um ein Überdenken baten.

einstimmig gebeten, seine ursprüngliche Entscheidung, nicht erneut zu kandidieren, zu überdenken.
UEFA, via ZEIT
Die Wahl für die neue vierjährige Amtszeit findet am 22. April 2027 beim UEFA-Kongress in der kasachischen Hauptstadt Astana statt. Eine entsprechende Statutenänderung aus dem Jahr 2024 macht den Weg für die erneute Kandidatur frei. Obwohl die Amtszeit des Präsidenten grundsätzlich auf zwölf Jahre begrenzt ist, wird Čeferins erste Periode — die er damals vom gesperrten Michel Platini übernommen hatte — seitdem nicht mehr mitgezählt.
Rolle im Machtkampf mit der FIFA und Gianni Infantino
Mit seiner Entscheidung erteilt Čeferin Spekulationen über einen möglichen Wechsel an die Weltspitze eine klare Absage. Zuletzt galt der UEFA-Chef im Machtkampf mit FIFA-Präsident Gianni Infantino als Wortführer der europäischen Opposition. In den vergangenen Wochen positionierte sich der UEFA-Boss als einer der schärfsten Kritiker des FIFA-Präsidenten.
Eine eigene Kandidatur für das Amt des FIFA-Präsidenten schloss Čeferin unlängst aus. Unterdessen berät die europäische Opposition weiterhin über das Vorgehen für die FIFA-Wahl im März 2027 im marokkanischen Rabat. Einen offiziellen Gegenkandidaten zu Infantino hat Europa bislang nicht benannt wie Srf berichtet. Novembers.
Rückhalt vom DFB und Ziele für die Zukunft
Aus Deutschland erhielt die Ankündigung sofortige Schützenhilfe. Der Deutsche Fußball-Bund begrüßte den Schritt ausdrücklich. DFB-Präsident Bernd Neuendorf betonte die Bedeutung einer durchsetzungsfähigen Führung in turbulenten Zeiten und hob hervor, dass eine integre Persönlichkeit die Interessen gegenüber der FIFA wirkungsvoll verfolgen müsse.

ausdrücklich.
Bernd Neuendorf, DFB-Präsident, via Sport
Čeferin selbst dankte den nationalen Verbänden für das entgegengebrachte Vertrauen. Er verwies auf die Bewältigung außergewöhnlicher Herausforderungen als geschlossenes Team in den vergangenen Jahren und skizzierte seine verbleibenden Prioritäten für den europäischen Sport.
Es liegt noch wichtige Arbeit vor uns, weshalb ich ihrer Bitte entsprochen habe. Mein Ziel bleibt unverändert: den europäischen Fußball zu einen, unseren Sport zu stärken und die UEFA für die nächste Generation gut aufzustellen.
Aleksander Čeferin, UEFA-Präsident, via ZEIT
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