Das US-Finanzministerium hat am Dienstag neue Regeln vorgelegt, die das Programm der sogenannten Trump Accounts drastisch ausweiten. Durch eine automatische Einschreibung sollen ab Oktober mehr als 60 Millionen Kinder unter 18 Jahren in das staatlich geförderte Investitionsprogramm aufgenommen werden, um die bisher geringe Beteiligungsquote sprunghaft zu erhöhen.
Das US-Finanzministerium treibt die Verbreitung der steuerlich begünstigten Anlagekonten mit einer weitreichenden Richtlinie voran (Bloomberg berichtete am 29. September 2026). Bisher mussten Eltern oder Erziehungsberechtigte aktiv werden und ihre Kinder selbst registrieren, was zu niedrigen Teilnehmerzahlen geführt hatte.
Übergang zum automatischen Verfahren soll Millionen Konten füllen
Bislang waren zwischen 7 Millionen und 8 Millionen amerikanische Kinder für diese Konten angemeldet worden. Finanzminister Scott Bessent erklärte im September vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses, dass die Behörde durch die automatische Einschreibung erwarte, dass wir, wie CNBC am 29. September 2026 anführte, innerhalb eines Monats 70 Millionen haben werden, weil wir zur automatischen Einschreibung übergehen werden
. Jubiläums der USA gestarteten Konten erhalten für Kinder, die zwischen 2025 und 2028 geboren wurden und eine Sozialversicherungsnummer besitzen, eine einmalige Einzahlung des Finanzministeriums in Höhe von 1.000 US-Dollar (The Independent dokumentierte die Details am 29. September 2026).

Das Investitionsprogramm sieht vor, dass die eingezahlten Mittel von privaten Firmen am Aktienmarkt angelegt werden. Die Kontoinhaber können erst mit ihrem 18. Geburtstag auf das Geld zugreifen, wobei die Verwendung streng auf bestimmte Zwecke wie die Finanzierung einer Immobilie oder Ausbildung beschränkt ist (so beschrieb The Independent am 29. September 2026 den rechtlichen Rahmen). Die Regeln für das neue System wurden so konzipiert, dass sie rechtliche und operative Hürden umgehen.
Hürden bei einkommensschwachen Familien und steuerfreie Aktienpenden
Trotz der geplanten automatischen Einschreibung müssen Eltern weiterhin selbst aktiv werden, wenn sie staatliche Startfinanzierungen oder Arbeitgeberbeiträge beanspruchen wollen. Eine Analyse des gemeinnützigen Forschungsinstituts Commonwealth zeigte, dass bislang nur fünf Prozent der Familien mit niedrigem und mittlerem Einkommen — definiert als Haushalte mit einem Jahresverdienst von bis zu 80.000 US-Dollar — ein Konto eröffnet hatten (berichtete The Independent am 29. September 2026).
Fachleute bewerten den Schritt unterschiedlich. Madeline Brown, Senior Policy Associate beim Washingtoner Thinktank Urban Institute, erklärte gegenüber CNBC, dass die automatische Einschreibung zwar die große Mehrheit der Eltern und Kinder erreichen würde, es aber laut CNBC vom 29. September 2026 unter der Annahme, dass das geschehen kann, nach der Einschreibung der Familien noch viel Arbeit gibt, um Engagement und Bewusstsein aufzubauen
. Omeed Firouzi, Direktor der Steuerberatungsklinik für Geringverdiener an der Temple University, wies darauf hin, dass die Maßnahme zwar positive Effekte für einkommensschwache Schichten haben könne, angesichts jüngster Kürzungen beim Internal Revenue Service jedoch Zweifel bestehen, ob die Behörde die Umsetzung personell bewältigen kann (berichtet von CNBC am 29. September 2026).
Omeed Firouzi von der Temple University erklärte laut CNBC, dass die automatische Einschreibung, je nachdem, wie sie umgesetzt wird, für einkommensschwache Leute positiv sein könnte
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Großspenden von Milliardären und Bedenken von Experten
Das Programm wird zudem durch erhebliche private Zuwendungen gestützt. So hat Dell-Technologiegründer Michael Dell gemeinsam mit seiner Frau Susan eine Zusage über 6.25 Milliarden US-Dollar gegeben, um Konten von Kindern zu unterstützen, die keinen Anspruch auf die staatliche Anschubfinanzierung haben (erwähnt bei The Independent am 29. September 2026).
Diese Öffnung für Aktienpenden stößt in der Fachwelt auf Kritik. Olson gab laut The Independent am 29. September 2026 zu bedenken: Nehmen wir an, jemand spendet eine Reihe von Technologieaktien und dann erleben wir einen weiteren Dotcom-Zusammenbruch, sodass man am Ende wertlose Aktien hat.
Wie hilft das dem Kind?