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Welt

Stadler wechselt zu Philipp Brunner

Beim Zugbauer Stadler kommt es zu einem Wechsel an der Konzernspitze. Ab dem 1. Januar 2027 übernimmt Philipp Brunner den Posten des Group CEO und tritt damit die Nachfolge von Markus Bernsteiner an, der sich nach 27 Jahren im Unternehmen auf Verwaltungsratsmandate konzentrieren will.

Beim Schienenfahrzeughersteller Stadler kommt es zu einem bedeutenden Chefwechsel. Der vom Mehrheitsaktionär Peter Spuhler kontrollierte Konzern gab bekannt, dass der aktuelle Divisionsleiter Zentraleuropa, Philipp Brunner, die operative Führung ab Anfang 2027 übernimmt. Markus Bernsteiner, der den Konzern seit 2023 leitet, übergibt das Amt zum Jahresende. Der Führungswechsel wurde vom Unternehmen als von langer Hand geplant beschrieben.

Werdegang des neuen Konzernchefs Philipp Brunner

Der 42-jährige Philipp Brunner ist ein echtes Eigengewächs des Thurgauer Unternehmens. Er absolvierte ein Betriebswirtschaftsstudium an der Universität St. Gallen und ist seit mehr als 16 Jahren für Stadler tätig. Im Jahr 2010 holte Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler den HSG-Absolventen persönlich in das Unternehmen. Zu Beginn seiner Karriere arbeitete Brunner als Projektleiter in Indien, koordinierte Projekte in Algerien und war ab 2012 maßgeblich am Aufbau des Werks in Minsk beteiligt, welches er zu einem der erfolgreichsten Standorte der Gruppe entwickelte.

Stadler wechselt zu Philipp Brunner
Foto: Tagblatt

Seit 2021 gehört Brunner der Konzernleitung an. Aktuell verantwortet er als Divisionsleiter Zentraleuropa drei Standorte mit mehr als 2600 Mitarbeitenden und übernahm im Januar desselben Jahres zusätzlich interimistisch die Leitung der Division Deutschland. Ich arbeite seit Jahren hervorragend mit Philipp Brunner zusammen, erklärte Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler laut Firmenmitteilung zu der Personalie. Brunner selbst blickt auf die neue Aufgabe und die Zusammenarbeit mit rund 18'000 Beschäftigten weltweit.

Markus Bernsteiner blickt auf 27 Jahre bei Stadler zurück

Der abtretende Chef Markus Bernsteiner startete seine Laufbahn bei Stadler im Jahr 1999 als Maschinenmechaniker. Im Laufe von mehr als einem Vierteljahrhundert durchlief er zahlreiche Stationen, darunter die Leitung des Werks in Bussnang, die Führung der Division Schweiz sowie der Division Components, ehe er Anfang 2023 die operative Gesamtleitung antrat. Bernsteiner will sich im Alter von 60 Jahren auf Verwaltungsratsmandate konzentrieren.

Stadler wechselt zu Philipp Brunner
Foto: europesays.com

Seine Amtszeit als Konzernchef war von extremen Belastungsproben geprägt. Das Unternehmen musste durch die COVID-19-Pandemie, die Lieferkettenkrise infolge des Ukraine-Krieges sowie durch drei schwere Überschwemmungen im Jahr 2024 navigieren. Trotz dieser Turbulenzen übergibt Bernsteiner ein Unternehmen, das sich wieder auf der Erfolgsschiene befindet.

Finanzielle Erholung und Rekorderwartungen für das Geschäftsjahr

Die Zahlen zum laufenden Geschäftsjahr untermauern den positiven Trend. Im ersten Halbjahr kletterte der Umsatz um 40 Prozent auf 2,0 Milliarden Franken. Für das gesamte Jahr 2026 rechnet das Management mit Erlösen von deutlich über 5,0 Milliarden Franken sowie einer EBIT-Marge von mehr als 5,0 Prozent.

Während die langfristige Konzernspitze somit geregelt ist, laufen die Vorbereitungen für die Nachfolge an der Spitze der Divisionsleitungen Zentraleuropa und Deutschland auf Hochtouren. Stadler kündigte an, die neuen Verantwortlichen für diese Bereiche zu einem späteren Zeitpunkt zu präsentieren.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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