US-Botschafter David Perdue hat bestätigt, dass Präsident Donald Trump den chinesischen Machthaber Xi Jinping gefragt hat, ob Peking amerikanische Waffen kaufen wolle. Das State Department und das Weiße Haus dementierten umgehend jegliche Verkaufspläne, da US-Gesetze Rüstungsliefern an China strikt untersagen.
US-Botschafter David Perdue erklärte in einem Interview mit dem Sender Fox News, dass Donald Trump bei Gesprächen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping die Frage in den Raum gestellt habe, ob China an US-Waffensystemen interessiert sei wie Al Jazeera berichtet. Das Treffen der beiden Staatschefs fand im Rahmen eines Staatsbesuchs in Washington statt, der am 25. September 2026 zu Ende ging.
Reaktion der US-Regierung und striktes Waffenembargo
Das State Department stellte in einer offiziellen Erklärung klar, dass jegliche Rüstungsverkäufe an die Volksrepublik China gesetzlich verboten sind und keinerlei Pläne für derartige Transaktionen existieren bestätigt The Epoch Times. Auch das Weiße Haus betonte gegenüber Medien, dass die US-Regierung zu keinem Zeitpunkt beabsichtige, Waffen an Peking zu liefern.
Die Vereinigten Staaten haben im Anschluss an das Tiananmen-Massaker im Jahr 1989 ein striktes Waffenembargo gegen China verhängt. Die Volksrepublik wird im offiziellen sicherheitspolitischen Denken Washingtons als primärer strategischer Konkurrent eingestuft. Das Pentagon betrachtet das chinesische Militär und die Aktivitäten der Volksbefreiungsarmee als zentrale Herausforderung für die technologische und maritime Überlegenheit der USA.
Alejandro Reyes, Spezialist für Asien-Pazifik-Politik und Professor an der Universität von Hongkong, sagte, dass die USA China offiziell als führende Bedrohung für die nationale Sicherheit ansehen.
Transaktionsstil trifft auf geostrategische Rivalität
Analysten werten den Vorstoß des US-Präsidenten als Ausdruck eines rein geschäftsmäßigen Ansatzes, der klassische diplomatische und sicherheitspolitische Prinzipien ausblendet. Experten weisen darauf hin, dass es sich dabei weniger um eine ernsthafte sicherheitspolitische Strategie als vielmehr um einen untypischen Verhandlungstest handeln dürfte. Einar Tangen, ein in Peking ansässiger Analyst, bezeichnete die Äußerung als kalkulatorische Sondierung, um festgefahrene diplomatische Skripte aufzubrechen und transaktionalen Druck aufzubauen. Zugleich verwies Tangen darauf, dass China den weltweiten Markt für Seltene Erden dominiert, welche die USA zur Auffüllung ihrer durch den Iran-Konflikt strapazierten Waffenbestände benötigen.
In Peking reagierte das Außenministerium zurückhaltend auf die Berichte. Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte den Vorstoß nicht explizit, betonte jedoch, dass China seine Landesverteidigung stets auf Basis eigener Bedürfnisse stärke berichtet Newsday.

Debatte über Rüstungslieferungen an Taiwan
Der Vorstoß fiel zeitlich mit intensiven Diskussionen über die amerikanische Militärhilfe für Taiwan zusammen. Republikanische und demokratische Gesetzgeber hatten zuvor Bedenken wegen verzögerter Rüstungspakete für den demokratisch regierten Inselstaat geäußert. Botschafter Perdue wies den Vorwurf zurück, die Trump-Administration fahre ihr Engagement für Taiwan zurück, um Peking entgegenzukommen erklärte die Los Angeles Times.
Die US-Regierung ist gesetzlich verpflichtet, Taiwan mit Mitteln zu seiner Verteidigung auszustatten. Perdue verwies darauf, dass die gegenwärtige Regierung ein Rüstungspaket im Wert von elf Milliarden US-Dollar genehmigt habe und weitere Verhandlungen laufen, während gleichzeitig ein 14 Milliarden US-Dollar schweres Paket zuvor zeitweise pausiert worden war.
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