Nach sechsjähriger Bauzeit ist die auf acht Spuren erweiterte A7 südlich des Hamburger Elbtunnels offiziell freigegeben worden. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger und Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks nahmen an den Feierlichkeiten teil. Autofahrer müssen sich jedoch auf anhaltende Geduldsprobe und restriktive Verkehrsführung einstellen.
Freigabe der Hochstraße Elbmarsch nach sechs Jahren Bauzeit
Am Samstag wurde die südlich des Elbtunnels gelegene A7 nach einer Bauzeit von sechs Jahren offiziell für den Verkehr freigegeben, nachdem sie zuvor auf acht Spuren ausgebaut worden war. An den Feierlichkeiten nahmen neben Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) und Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) auch Delegationen der Autobahn GmbH sowie der Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) teil. „Die A 7 ist eine der wichtigsten Verkehrsadern Hamburgs – für Pendlerinnen und Pendler, für den Wirtschaftsverkehr und insbesondere für die Anbindung unseres Hafens, sagte Tjarks laut Mitteilung. Die auf acht Fahrstreifen erweiterte K20 Hochstraße Elbmarsch gilt mit rund vier Kilometern Länge als Deutschlands längste Autobahnbrücke und verbindet den Elbtunnel und das künftige Kreuz Hamburg-Hafen.
Für die Erweiterung der A7 südlich des Elbtunnels wurde zwei neue Fahrspuren zwischen die bestehenden Richtungsfahrbahnen eingebaut. Künftig wird die A7 zwischen Elbtunnel und Anschlussstelle HH-Hafen in beide Richtungen vierspurig sein. Ab dem Jahr 2028 soll das Kreuz die A7 mit der A26-West aus Richtung Stade und in Zukunft zusätzlich mit der geplanten A26-Ost verknüpfen.
Wochenendsperrung für finale Restarbeiten und Umleitungen
Der Verkehr wird über den rund vier Kilometer langen Abschnitt aber erst ab Montagfrüh rollen können. Der Elbtunnel und die A7 in Hamburg wurden am Freitagabend voll gesperrt. Die Sperrung begann um 22 Uhr und sollte am Montagmorgen um 5 Uhr aufgehoben sein, wie die Autobahn GmbH Nord mitteilte. Betroffen war der Abschnitt zwischen den Hamburger Ausfahrten Heimfeld und Stellingen. Es war die sechste Vollsperrung beider Richtungsfahrbahnen seit Jahresbeginn. Die Auffahrten auf diesem Teilstück waren am Freitag bereits ab 21 Uhr dicht. Die Anschlussstelle Hamburg-Volkspark wurde bereits ab Freitagmorgen 5 Uhr gesperrt; in Fahrtrichtung Norden waren Ein- und Ausfahrt betroffen, in Richtung Süden die Auffahrt, und lediglich die Ausfahrt zur Arena blieb zunächst geöffnet. Weitere Rampensperrungen an den Anschlussstellen Stellingen, Bahrenfeld, Othmarschen traten auf.


Die Autobahn GmbH nutzte das Wochenende für die letzten Arbeiten an der Hochstraße Elbmarsch und am Deckel Altona sowie verschiedene Wartungsmaßnahmen. Am vergangenen Wochenende hatte eine Sperrung der A1 in Richtung Bremen für lange Staus in Hamburg gesorgt. Die empfohlene Umleitung für den überregionalen Verkehr in Richtung Flensburg verlief über die A1, die A21 und die B205, in Richtung Hannover in umgekehrter Reihenfolge. Die Strecke verbindet das Kreuz Maschen südlich von Hamburg mit der A7-Anschlussstelle Neumünster-Süd. Auf der A1 kommt es allerdings im Bereich der Norderelbbrücke häufig zu Stau. Innerstädtisch konnten Autofahrer über die Neuen Elbbrücken ausweichen.
Investitionen und der Zeitplan
Das Großprojekt schlägt mit erheblichen Mitteln zu Buche. „Rund 605 Millionen Euro, davon 142 Millionen aus dem Sondervermögen, werden wir in dieses imposantes Projekt investieren“, erklärte der Bundesverkehrsminister. „Eine leistungsfähige A7 bedeutet: Güter kommen schneller und verlässlicher ans Ziel, Lieferketten werden robuster und Hamburg sichert seine Rolle als Tor zur Welt, erklärte der Bundesverkehrsminister.
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Mit dem Ende täglicher Staus ist jedoch kurzfristig nicht zu rechnen, da die Entlastung des Verkehrs begrenzt bleibt. Die Autobahn und der Elbtunnel waren wegen Restarbeiten auf der Strecke und weiteren Baumaßnahmen nördlich der Elbe an dem Wochenende gesperrt. Die Sperrung wurde gleichzeitig dazu genutzt, um Wartungsarbeiten vorzunehmen, die sonst zu vereinzelten Sperrungen und Einschränkungen führen würden.
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