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Sport

Schweizer Nationalteam besiegt Nordmazedonien 3:0 in Nations League

Das Schweizer Nationalteam ist am Samstagabend mit einem klaren 3:0-Auswärtssieg gegen Nordmazedonien in Skopje in die neue Nations-League-Kampagne gestartet. Vor dem Auftakt in der Tose-Proeski-Arena sorgten personelle Absenzen für Schlagzeilen, doch auf dem Platz dominierte die Mannschaft von Trainer Murat Yakin nach Belieben.

Es war ein Spiel, das die sportlichen Sorgen der vergangenen Tage in den Hintergrund drängte. Während in den Schweizer Medien vor allem die Aufarbeitung um Granit Xhaka und den kurzfristig ausgeladenen Breel Embolo das Geschehen prägte, lieferte die Equipe auf dem Platz eine Demonstration ab. Das Schweizer Nationalteam überzeugte in Skopje mit einer Mischung aus spielerischer Dominanz und Konsequenz. Nach den turbulenten Tagen rund um den Verband zeigte sich die Mannschaft von ihrer unaufgeregten Seite.

0 in der Nations League

Wer nach einem Fussballspiel im Bauch des Stadions herumsteht und sich die dargebotenen Analysen anhört, der bekommt zuweilen Wunderliches zu hören. Es kann ihm dann widerfahren, dass der eine Protagonist von einem «sauberen Spiel» seiner Mannschaft berichtet. Und dass ein anderer Protagonist eben diesem Team attestiert, wahrscheinlich das beste gewesen zu sein, das je in diesem Fussballstadion gespielt hat.

Das alles trägt sich am Samstagabend in Skopje zu, in der Tose-Proeski-Arena, wo die Schweizer Fussballer gerade Nordmazedonien mit 3:0 besiegt haben. Es ist Ardon Jashari, der Schweizer Mittelfeldspieler, der danach vom «sauberen Spiel» spricht. Und es ist Goce Seldoski, der nordmazedonische Nationaltrainer, der den Schweizer Auftritt in geradezu historische Sphären hebt.

Remo Freuler bricht den Bann und Amdouni trifft doppelt

Die Nati gewinnt in Skopje

Die Schweizer drückten von Beginn an aufs Tempo und liessen keinen Zweifel an ihrer Favoritenrolle onkommen. Den ersten von nicht weniger als 17 Schweizer Abschlüssen in der ersten Halbzeit gab Dan Ndoye in der 2. Minute ab. Der Waadtländer war auf der linken Seite einmal mehr ein Aktivposten und kam zu mehreren Chancen, wobei mehr als ein Pfostenschuss für ihn persönlich nicht herausschaut. Den überfälligen Führungstreffer besorgte schliesslich Remo Freuler in der 22. Minute. In der 22. Minute chipte Ndoye den Ball in hohem Bogen in den Strafraum, Zeki Amdouni legte per Kopf ab und Remo Freuler traf per Flachschuss. Für den 34-Jährigen, der nach der WM von Bologna zu Olympiakos Piräus wechselte, war es das erste Nationalmannschaftstor seit fast Jahren – und das insgesamt zwölfte in seinem 95. Länderspiel.

Im ersten von vier Partien, welche die Schweiz bis zum 6. Oktober bestreitet, heisst der Gegner Nordmazedonien
Foto: Watson

Zum Mann des Spiels wurde Zeki Amdouni. Der Stürmer, der als Ersatz für Breel Embolo und mit Granit Xhakas Nummer 10 auf dem Rücken spielte, sollte nach seiner Vorlage für Freuler zwei Tore selbst erzielen. In der 42. Minute traf er zum 2:0, in der 74. machte der Genfer mit dem 3:0 den Deckel drauf. Es waren seine Tore 12 und 13 im Nationalteam – und das erste Spiel des Schweizer Nationalteams nach der WM, das mit einem überzeugenden 3:0-Sieg für das Team von Trainer Murat Yakin endete.

Zachary Athekame und Ardon Jashari überzeugen bei Bewährungsprobe

Souveräner Schweizer Sieg zum Auftakt der Nations League

Der erste Zusammenzug nach dem Einzug in den WM-Viertelfinal war mit Spannung erwartet worden. Schliesslich waren nicht nur einige Spieler zurückgetreten, es fehlten mit Captain Granit Xhaka und Stürmer Breel Embolo auch zwei Teamstützen, die kombiniert auf 244 Länderspiele kommen. Wenig überraschend stellte Yakin Ardon Jashari als Xhaka-Ersatz neben Remo Freuler auf. Ausserdem brachte der Nati-Coach Neuling Zachary Athekame und etwas überraschend Zeki Amdouni (anstelle von Shootingstar Winsley Boteli) von Anfang an. Beide, Athekame und Amdouni, fügten sich gleich perfekt ins Teamgefüge ein.

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Ausblick auf die Gruppe

Eine überlegene Schweizer Nati schlägt Nordmazedonien zum Auftakt in die Nations League ohne Probleme mit 3:0. Die anderen beiden Teams in dieser Gruppe, Slowenien und Schottland, trennen sich torlos. Gross war die Aufregung rund um die Schweizer Nati in den vergangenen Tagen abseits des Platzes. Sowohl Granit Xhaka als auch Breel Embolo liessen den Zusammenzug aufgrund persönlicher Angelegenheiten aus. In Abwesenheit der beiden Nati-Führungsspieler erledigte das Team von Murat Yakin in Nordmazedonien souverän die Pflicht.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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