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Welt

Xi Jinping bei Empfang von Trump auf Militärflugplatz

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch in den USA eingetroffen und wurde von US-Präsident Donald Trump auf einem Militärflugplatz in Empfang genommen. Dass ein US-Präsident einen ausländischen Staats- oder Regierungschef persönlich am Flughafen begrüßt, gilt als äußerst seltene Geste der besonderen Ehrerbietung. Neben den beiden Präsidenten nahmen auch die Ehefrauen Melania Trump und Peng Liyuan an der kurzen Zeremonie teil, bei der zwei amerikanische Kinder den Gästen gelbe Blumen überreichten.

Ankunft auf dem Militärflugplatz und opulenter Empfang

Der opulente Empfang auf dem Rollfeld umfasste einen rund 30 Meter langen roten Teppich, eine 21-köpfige Ehrenformation, Abordnungen aller Teilstreitkräfte sowie positionierte Kampfjets. Während eine Militärkapelle die Nationalhymnen beider Länder spielte, donnerten zwei B-1-Bomber über die Gäste der Zeremonie. Der ohrenbetäubende Lärm führte dazu, dass US-Präsident Trump das Gesicht verzog und kurz zusammenzuckte, bevor er lächelte und seinem Gast etwas zum rief, während Xi regungslos daneben stand.

Aufsehen um Trumps Kleidung und gesundheitliche Spekulationen

Bei der Begrüßung fiel Beobachtern ein Detail an der Kleidung des US-Präsidenten auf. Obwohl das Thermometer am späten Mittwochnachmittag spätsommerliche 18 Grad Celsius anzeigte, trug der US-Präsident einen dicken Wintermantel und schwarze Lederhandschuhe, die er lediglich kurz zur Begrüßung ausog. In der Vergangenheit hatten sichtbare Blutergüsse an Trumps Händen sowie Make-up immer wieder zu Spekulationen über dessen Gesundheit geführt. Ein Arzt des US-Präsidenten erklärte dazu, die Ursachen seien eine hohe Dosis täglich eingenommener und blutverdünnend wirkender Aspirin sowie häufiges Händeschütteln.

Zudem hatte es bereits vor dem Besuch Spekulationen über den Gesundheitszustand des 73-jährigen Xi Jinping gegeben. Auf dem Gipfeltreffen der Brics-Staaten Mitte des Monats soll sich der chinesische Staatschef nicht wohlgefühlt haben, wie das „Wall Street Journal unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete. Indiens Außenministerium dementierte Gerüchte über einen Ohnmachtsanfall oder Herzinfarkt und teilte mit, der chinesische Präsident habe sich lediglich ausruhen wollen. Zu einem späteren Galadinner der Staats- und Regierungschefs war Xi nicht erschienen und ließ sich stattdessen durch Außenminister Wang Yi vertreten.

Zollpause, Handelsstreit und diplomatische Aussagen

Bereits im Vorfeld der für Donnerstag geplanten Gespräche zwischen den beiden Delegationen kündigte US-Finanzminister Scott Bessent eine Verlängerung der Zollpause im Handelsstreit an. Die zusätzlichen Zölle auf Importe chinesischer Waren, die bis November ausgesetzt waren, wurden um weitere zwei Monate aufgeschoben. Bei einem Auslaufen der Einigung hätte China seine Exportkontrollen auf seltene Erden ausgeweitet. Für den chinesischen Staats- und Parteichef handelt es sich um die erste USA-Reise seit dem Jahr 2023, als er zum Apec-Wirtschaftsgipfel nach Kalifornien gereist war und den damaligen US-Präsidenten Joe Biden getroffen hatte.

Nach seiner Ankunft betonte Xi, dass sein Land und die USA Partner und keine Rivalen sein sollten. Gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua äußerte er am Donnerstag, er freue sich auf den Austausch mit Trump. Die historische Notwendigkeit der friedlichen Koexistenz zwischen China und den USA hat sich nicht geändert, erklärte Xi Jinping weiter und zeigte sich zuversichtlich, dass beide Länder in der neuen Ära den richtigen Weg finden könnten, um miteinander auszukommen. Dennoch stehen neben dem Handelsstreit zahlreiche Konfliktpunkte auf der Agenda, darunter die Sicherheit im Umgang mit Künstlicher Intelligenz, globale Krisen wie der Ukraine-Krieg und der Konflikt im Nahen Osten, Chinas Ansprüche auf Taiwan sowie die Freilassung in China inhaftierter US-Bürger.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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